Mo, 10:26 Uhr
23.06.2025
Kreissparkasse Nordhausen
Ausstellung über Sarah Kirsch und ihr Geburtshaus
Im Jahr des 90. Geburtstages der Dichterin Sarah Kirsch möchten sich die Mitglieder des Fördervereins Dichterstätte Sarah Kirsch in einer Sonder-Ausstellung in der Galerie der Kreissparkasse Nordhausen darüber äußern und daran erinnern, wie es zu der Verbindung der Poetin in ihren Geburtsort Limlingerode im Landkreis Nordhausen am Harz in Thüringen kam.
Die junge Familie Bernstein in Limlingerode – Schenkung Sarah Kirschs an den Verein 1997 (Foto: H.Kneffel)
Ein Briefwechsel begann von Seiten des Landratsamtes Nordhausen als man erfuhr, dass die hochgeschätzte deutschsprachige Dichterin 1996 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet würde, der höchsten Literaturauszeichnung in Deutschland. Mit Landrat Joachim Claus besprach ich, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, den ersten Brief an sie. Wer, wenn nicht wir, sollten ihr gratulieren, denn aus unserer Region stammte sie. Am 16. April 1935 war sie in der Langen Reihe 11 in Limlingerode im Pfarrhaus als Ingrid Hella Irmelinde Bernstein geboren worden. Als Dichterin wird sie sich Sarah Kirsch nennen. Sie war stolz, dass zu ihrem Geburtstag der Stummfilmstar Charlie Chaplin seinen 46. Geburtstag feierte. Das empfand sie als wunderschönes Omen für ihr Leben! Der Vater war Hermann Bernstein, die Mutter Elisabeth Johanna Bernstein, geb. Becker. Ihr Großvater Paul Bernstein, em. Pfarrer des Ortes, taufte sie am 19. Mai 1935 mit Hilfe des barocken hölzernen Taufengels in der evangelischen Dorfkirche.
Dieser, in der Zwischenzeit 1997 wieder restauriert, sollte bei ihrem Kommen nach Limlingerode eine große Rolle spielen. Im März 1998 gründete sich in L. ein Förderverein Dichterstätte Sarah Kirsch, der im Dorf kulturfördernd seine Arbeit aufnahm, denn diese Tatsache war für die Geldgeber grundsätzlich gewesen. Und wahrlich, nach intensivem Bemühen von Gemeinschaften und mehrerer Einzelpersonen gelang es, unter Leitung vom Freistaat Thüringen und dem Bund, aus der zerfallenen ehemaligen Pfarre, die Sarah Kirsch als Schutthaufen kennenlernte, ein Haus zu errichten, in dem Literatur, Bildende Kunst und Musik eine ideale Heimstätte fanden. Zum 1. Advent 2002 wurde es an mehreren Tagen durch viele Menscher eingeweiht. Eine ereignisreiche Zeit begann. Dem Förderverein gelang es, durch seine monatlichen Veranstaltungen über die Region auszustrahlen. Es entstand eine Stätte des Genusses, der Freude, der Neugier, der Nachdenklichkeit, der Erholung, der Geborgenheit. Wir fanden es vielfach bestätigt durch zahlreiche Personen, die in den Jahren allmonatlich in die Dichterstätte kamen. Diese Ausstellung soll eine Ahnung davon vermitteln, was man verlor, als die Gemeinde Hohenstein und die evangelische Kirchengemeinde Limlingerode den seit 1998 offiziell in Limlingerode ehrenamtlich wirkenden Förderverein plötzlich per 30.6.2023 des Hauses verwiesen, der sich entschieden für die Wiederentstehung dieses dorfprägenden aber arg ruinösen Gebäudes in Thüringen eingesetzt hat.
Die Ausstellungsdauer beginnt in der Kreissparkasse am 3. Juli und dauert bis zum 8. August
Autor: red
Die junge Familie Bernstein in Limlingerode – Schenkung Sarah Kirschs an den Verein 1997 (Foto: H.Kneffel)
Ein Briefwechsel begann von Seiten des Landratsamtes Nordhausen als man erfuhr, dass die hochgeschätzte deutschsprachige Dichterin 1996 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet würde, der höchsten Literaturauszeichnung in Deutschland. Mit Landrat Joachim Claus besprach ich, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, den ersten Brief an sie. Wer, wenn nicht wir, sollten ihr gratulieren, denn aus unserer Region stammte sie. Am 16. April 1935 war sie in der Langen Reihe 11 in Limlingerode im Pfarrhaus als Ingrid Hella Irmelinde Bernstein geboren worden. Als Dichterin wird sie sich Sarah Kirsch nennen. Sie war stolz, dass zu ihrem Geburtstag der Stummfilmstar Charlie Chaplin seinen 46. Geburtstag feierte. Das empfand sie als wunderschönes Omen für ihr Leben! Der Vater war Hermann Bernstein, die Mutter Elisabeth Johanna Bernstein, geb. Becker. Ihr Großvater Paul Bernstein, em. Pfarrer des Ortes, taufte sie am 19. Mai 1935 mit Hilfe des barocken hölzernen Taufengels in der evangelischen Dorfkirche.
Dieser, in der Zwischenzeit 1997 wieder restauriert, sollte bei ihrem Kommen nach Limlingerode eine große Rolle spielen. Im März 1998 gründete sich in L. ein Förderverein Dichterstätte Sarah Kirsch, der im Dorf kulturfördernd seine Arbeit aufnahm, denn diese Tatsache war für die Geldgeber grundsätzlich gewesen. Und wahrlich, nach intensivem Bemühen von Gemeinschaften und mehrerer Einzelpersonen gelang es, unter Leitung vom Freistaat Thüringen und dem Bund, aus der zerfallenen ehemaligen Pfarre, die Sarah Kirsch als Schutthaufen kennenlernte, ein Haus zu errichten, in dem Literatur, Bildende Kunst und Musik eine ideale Heimstätte fanden. Zum 1. Advent 2002 wurde es an mehreren Tagen durch viele Menscher eingeweiht. Eine ereignisreiche Zeit begann. Dem Förderverein gelang es, durch seine monatlichen Veranstaltungen über die Region auszustrahlen. Es entstand eine Stätte des Genusses, der Freude, der Neugier, der Nachdenklichkeit, der Erholung, der Geborgenheit. Wir fanden es vielfach bestätigt durch zahlreiche Personen, die in den Jahren allmonatlich in die Dichterstätte kamen. Diese Ausstellung soll eine Ahnung davon vermitteln, was man verlor, als die Gemeinde Hohenstein und die evangelische Kirchengemeinde Limlingerode den seit 1998 offiziell in Limlingerode ehrenamtlich wirkenden Förderverein plötzlich per 30.6.2023 des Hauses verwiesen, der sich entschieden für die Wiederentstehung dieses dorfprägenden aber arg ruinösen Gebäudes in Thüringen eingesetzt hat.
Die Ausstellungsdauer beginnt in der Kreissparkasse am 3. Juli und dauert bis zum 8. August


