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Fr, 09:33 Uhr
01.12.2006

Ökumenepreis geht an...

Nordhausen (nnz). Spannend war es bis zur Entscheidung am vergangenen Montag. Waren es erst wenige, wurden es doch noch acht Vorschläge zur Vergabe des mit 1.500 Euro dotierten Ökumenepreises des Kirchenkreises Südharz. Die nnz kennt den Preisträger.


In diesem Jahr erhält den Preis das Projekt „Medias“. Es war keine leichte Entscheidung, waren doch andere Vorschläge ebenso von dem Gedanken des solidarischen Miteinander getragen. Menschen, die sich engagieren und dabei ihre Hoffnung brauchen und nur durch Überwindung innerer und äußerer Schwierigkeiten dem Ziel näher kommen – das ist ein gutes und ermutigendes Zeichen gegen Resignation und Abwendung vom traurig stimmenden Anblick der Verhältnisse hier und andernorts.

Medias ist ein Ort in Rumänien. Dort leben Menschen mit Behinderungen, die äußerst unzureichend betreut oder versorgt werden. Eine Wahrnehmung, für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Nordthüringer Lebenshilfe einen Blick haben. Sie haben die Bedingungen gesehen und begannen, etwas auf den Weg zu bringen, ohne die Fördertöpfe zuerst zu sehen. Mitarbeiter und Betreute der Nordthüringer Lebenshilfe gemeinsam haben den Anfang zur Unterstützung gesetzt, wollen nach und nach eine angemessene Infrastruktur für Betroffene aufbauen. Ihr eigener monatlicher Beitrag und das ehrenamtlichen Engagement zählen zuerst. Vielleicht folgt eine Unterstützung durch entsprechende Werke Fördertöpfe – aber das das Projekt ist deshalb nicht in Frage gestellt, sein Umfang wird dadurch jedoch wesentlich bestimmt.

„Wir freuen uns, diesem Projekt, seiner aus persönlicher Betroffenheit und mitmenschlichem Engagement aufgebauten Initiative den Preis geben zu können“, sagte Pfarrer Peter Kube der nnz.

Öffentlicher Rahmen für die Vergabe ist der Neujahrsempfang des evangelischen Kirchenkreises am Montag in der Frauenbergkirche. Eingeladen sind dazu Menschen, die auf unterschiedlichste Weise Verantwortung übernommen haben in der Region Südharz. Neujahrsempfang? – Ganz einfach: Der Anfang des neuen Kirchenjahres ist nur bedingt der Astronomischen Berechnung unterworfen. Wesentlicher ist es, nach entscheidenden Orientierungshilfen für unser Menschsein den Kalender zu sortieren.

Christen feiern Weihnachten, bereiten diese ANKUNFT (=Advent) Gottes bei den Menschen vor. Mit dieser ADVENTSZeit beginnt ein neues (Kirchen) Jahr. Ebbenfalls Ermutigung – die Zeit nicht als hetzendes Medium oder zersetzende Kraft zu sehen, sondern als vollkommene Gabe des schöpferischen Gottes, die wir füllen und gestalten dürfen im Miteinander leben.
Autor: nnz

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