Do, 11:06 Uhr
05.06.2025
Waldjugendspiele im Park Hohenrode
Naturkunde mitten im Grünen
Seit über 30 Jahren werden im Landkreis die Waldjugendspiele organisiert. Mitten im Grünen wird Schulkindern der Wald mit all seinen Wechselspielen zwischen Natur und Mensch nahe spielerisch nahe gebracht. Gestern war man im Park Hohenrode zu Gast…
Elf Schulklassen, elf Stationen, jede Menge Wissen rund um Wald, Wiese, Flora und Fauna - im Park Hohenrode hatte man gestern die Waldjugendspiele zu Gast. Die werden sei über drei Jahrzehnten von den Südharzer Förstern und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald organisiert.
Der Park an sich mag zwar kein Wald sein, ist aber von solchem rundherum umgeben und selber zentral gelegen, also gut für die Nordhäuser Grundschulen zu erreichen, erklärt Knut Apel, der stellvertretende Leiter des Forstamtes Bleicherode. Der Park biete sich an, wobei die Logistik dabei nur ein Aspekt wäre. Auf der anderen Seite steht die Sicherheit, nach der Trockenheit der letzten Jahre müsste man draußen im richtigen Wald erst einmal sicherstellen das den Schulkindern nichts aus den Kronen auf den Kopf fallen kann, da hat man es in Hohenrode leichter.
Hat den Überblick: Knut Apel, der stellvertretende Leiter des Bleicheröder Forstamtes (Foto: agl)
Der eigentlichen Mission tut es keinen Abbruch. Wie ehedem geht es den Förstern darum, bei den Kindern Freude an der Natur zu wecken und die Zusammenhänge zwischen Ökologie, Naturschutz und dem Arbeitsort Wald aufzuzeigen. Das geht zum einen über Spiele - im Park mussten gestern etwa Holzscheite möglichst schnell umgelagert werden, es wurde gemeinsam gesägt und gerätselt, beim Baumscheibenspiel gewann zügiges Teamwork und beim Zapfenzielwurf die Koordination. Auf der anderen Seite stehen direkte Wissensvermittlung und -abfrage. Wie heißt ein männlicher Adler? Die Grundschulkinder wissen es jetzt: der Waidmann spricht vom Terzel.
Warum gehört das Mufflon eigentlich nicht in die Harzer Wälder und wer hat dafür gesorgt, dass die Bestände wieder rückläufig sind? Das ziegenähnliche Muffelwild stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und ist zur Leibspeise der neuen Harzer Luchse geworden.
So nah kommt man einem Steinadler nicht alle Tage - Reiner Gulyasch aus Stöckey hatte neben dem "Terzel" auch zwei "Harris Hawks" mitgebracht (Foto: agl)
Geweihe und Horn richtig identifizieren, Pilze einordnen, Spuren finden - es gab für den Nachwuchs reichlich zu tun. Ein Highlight war Falkner Reiner Gulyasch aus Stöckey, der seine Greifvögel mitgebracht hatte, darunter einen eindrucksvollen Steinadler, den die Kinder aus nächster Nähe betrachten konnten.
Ein schöner Tag, der auch von ein paar Regentropfen nicht getrübt werden konnte, eine Anfrage den Tag auch im kommenden Jahr noch einmal an gleicher Stelle durchzuführen gibt es schon.
Angelo Glashagel
Autor: redElf Schulklassen, elf Stationen, jede Menge Wissen rund um Wald, Wiese, Flora und Fauna - im Park Hohenrode hatte man gestern die Waldjugendspiele zu Gast. Die werden sei über drei Jahrzehnten von den Südharzer Förstern und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald organisiert.
Der Park an sich mag zwar kein Wald sein, ist aber von solchem rundherum umgeben und selber zentral gelegen, also gut für die Nordhäuser Grundschulen zu erreichen, erklärt Knut Apel, der stellvertretende Leiter des Forstamtes Bleicherode. Der Park biete sich an, wobei die Logistik dabei nur ein Aspekt wäre. Auf der anderen Seite steht die Sicherheit, nach der Trockenheit der letzten Jahre müsste man draußen im richtigen Wald erst einmal sicherstellen das den Schulkindern nichts aus den Kronen auf den Kopf fallen kann, da hat man es in Hohenrode leichter.
Hat den Überblick: Knut Apel, der stellvertretende Leiter des Bleicheröder Forstamtes (Foto: agl)
Der eigentlichen Mission tut es keinen Abbruch. Wie ehedem geht es den Förstern darum, bei den Kindern Freude an der Natur zu wecken und die Zusammenhänge zwischen Ökologie, Naturschutz und dem Arbeitsort Wald aufzuzeigen. Das geht zum einen über Spiele - im Park mussten gestern etwa Holzscheite möglichst schnell umgelagert werden, es wurde gemeinsam gesägt und gerätselt, beim Baumscheibenspiel gewann zügiges Teamwork und beim Zapfenzielwurf die Koordination. Auf der anderen Seite stehen direkte Wissensvermittlung und -abfrage. Wie heißt ein männlicher Adler? Die Grundschulkinder wissen es jetzt: der Waidmann spricht vom Terzel.
Warum gehört das Mufflon eigentlich nicht in die Harzer Wälder und wer hat dafür gesorgt, dass die Bestände wieder rückläufig sind? Das ziegenähnliche Muffelwild stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und ist zur Leibspeise der neuen Harzer Luchse geworden.
So nah kommt man einem Steinadler nicht alle Tage - Reiner Gulyasch aus Stöckey hatte neben dem "Terzel" auch zwei "Harris Hawks" mitgebracht (Foto: agl)
Geweihe und Horn richtig identifizieren, Pilze einordnen, Spuren finden - es gab für den Nachwuchs reichlich zu tun. Ein Highlight war Falkner Reiner Gulyasch aus Stöckey, der seine Greifvögel mitgebracht hatte, darunter einen eindrucksvollen Steinadler, den die Kinder aus nächster Nähe betrachten konnten.
Ein schöner Tag, der auch von ein paar Regentropfen nicht getrübt werden konnte, eine Anfrage den Tag auch im kommenden Jahr noch einmal an gleicher Stelle durchzuführen gibt es schon.
Angelo Glashagel






































