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Mi, 09:20 Uhr
29.11.2006

Es wird geredet

Nordhausen (nnz). Bei der Diskussion zu neuen kommunalen Strukturen im gesamten Freistaat und damit auch im Norden Thüringen gibt es verschiedene Naturelle. Da sind zum einen die Frontkämpfer, zum anderen diejenigen, die für den „Nachschub“ sorgen und die Fronten aufklären sollen. Auch im Landkreis Nordhausen ist das so.


Einer der Frontkämpfer ist der Bürgermeister der Stadt Nordhausen. Matthias Jendricke (SPD) hat ein klares Ziel vor Augen: Eine starke Stadt Nordhausen. Und dabei geht er mit dem Segen des Rathauses und der Verwaltungsspitze resolut vor. An seiner Seite der ewige Kämpfer für eine Großstadt, Ex-Bürgermeister Manfred Schröter (CDU). Da wird geworben für eine Eingemeindung, auch und insbesondere in der Goldenen Aue. Schon bei den ersten Versuchen brachten sich jedoch die Gegner einer erstarkenden Stadt in Stellung. Man muß schlußfolgern – sie sitzen auch im Landratsamt (siehe nnz-Archiv). Das ist verständlich wenn man schlußfolgert, daß es den Landkreis Nordhausen in seinen jetzigen Grenzen nach dem Jahr 2010 nicht mehr geben wird.

Es gibt neben der ablehnenden Front auch die politischen Kräfte, die schon mal in Gesprächen hinter den so genannten verschlossenen Türen mögliche Varianten ausloten. Das ist gut so, nichts ist wichtiger als ein Vorschlags-Konzept, das bei Bedarf aus der Schublade gezogen wird. Es ist also Bewegung drin in einer Sache, die noch vor Monaten verteufelt wurde.

Klar ist auch, die nnz erwähnte es mehrfach, die Stadt Nordhausen muß als der Leuchtturm einer Nordthüringer Region aus all dem hervorgehen. Und die Kreisstadt muß größer werden. Nur mit einem gestärkten Nordhausen kann die zum Beispiel auch die Wirtschaft einen Vorteil verbuchen. Schließlich wäre es nicht schlecht, wenn sich das Industriegebiet in der Goldenen Aue auch weiterhin vor den Toren des künftigen Nordthüringer Verwaltungszentrums befinden würde. Alternativ könnte die LEG ja auch mit Heringen werben...

Viele Augen werden sich an diesem Wochenende nach Dermbach richten. Dort trifft sich die Thüringer CDU zu ihrem Parteitag. Wer den Leitantrag nach Äußerungen zu einer Gebietsreform durchforstet, der wird enttäuscht sein. Von Identität bis hin zu Patriotismus ist da zwar fast alles zu finden, nur zur territorialen Zukunftsstruktur des Freistaates nicht. Dennoch glauben manche Insider zu wissen, daß Dieter Althaus in seiner Rede darauf eingehen wird. Vielleicht wird er sich dabei auch der besonderen Rolle des nördlichsten Landkreises dieses Landes widmen? Am Wochenende werden also nicht nur die Parteitagsdelegierten schlauer sein...
Autor: nnz

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