Fr, 12:17 Uhr
30.05.2025
Sinkende Zahl von Blitzeinschlägen in Thüringen
Start der Blitzsaison 2025
Mit den Gewitterereignissen der vergangenen Tage hat die Blitzsaison in Thüringen 2025 begonnen. Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) beobachtet seit Jahren eine sinkende Anzahl an Blitzeinschlägen...
Auch die Auswertung der Blitzereignisse des Jahres 2024 zeigt, dass es im Freistaat Thüringen im vergangenen Jahr erneut weniger Blitzeinschläge (Wolke-Erde-Blitze) gab als im Jahr zuvor. Besonders oft geblitzt hat es 2024 in der Mitte und im Osten Thüringens.
Laut der Auswertung der Blitzdaten durch das TLUBN wurden im Jahr 2024 insgesamt 7683 Blitzeinschläge registriert. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2023 noch 8289, was einer Verringerung um 7 Prozent entspricht. Damit setzt sich die Tendenz hin zu allgemein geringeren Gewitteraktivitäten aus den Vorjahren fort.
Bei der räumlichen Verteilung der Blitzeinschläge zeigen sich gleichzeitig große regionale Unterschiede. Unter den Landkreisen führt 2024 der Saale-Orla-Kreis mit 713 Blitzeinschlägen die Blitzstatistik an. Die wenigsten Blitze wurden dagegen in der Stadt Weimar gezählt, auf deren Gebiet im Jahr 2024 nur 44 Blitze einschlugen. Werden die Blitzeinschläge mit der Landkreisfläche ins Verhältnis gesetzt, führt der Ilmkreis die Statistik an mit 0,7 Einschlägen pro Quadratkilometer. Die wenigsten Blitzeinschläge pro Quadratkilometer gab es im Unstrut-Hainich-Kreis, wo lediglich 0,3 Einschläge registriert wurden.
Auf Gemeindeebene wurden im Jahr 2024 mit 199 die meisten Blitze in der Stadt Ilmenau gezählt, gefolgt von Erfurt mit 107 Blitzeinschlägen und 95 Blitzeinschlägen in Saalfeld. Im Verhältnis zur Gemeindefläche verzeichnet Kappellendorf im Weimarer Land die höchste Dichte mit 1,9 Blitzen pro Quadratkilometer. In 51 der insgesamt 605 Thüringer Gemeinden gab es im Jahr 2024 keinen Blitzeinschlag.
Das TLUBN verzeichnet neben der ungleichmäßigen regionalen Verteilung der Blitzaktivität auch eine hohe Variabilität zwischen den regionalen Blitzeinschlägen in den einzelnen Jahren. So könnten Regionen, in denen in einem Jahr nur wenige Gewitter auftraten, im darauffolgenden Jahr zur Blitzhochburg Thüringens werden. Das sei typisch für die Art von Wetterereignissen, für die es eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit und aufsteigende Luftpakete innerhalb einer instabilen Luftschichtung braucht. Das Aufsteigen kann durch Gebirge, Kaltfronten aber auch intensive Sonnenstrahlung oder erwärmte größere städtische Gebiete hervorgerufen werden.
Die Analyse von Blitzeinschlägen ist ein wichtiger Indikator für die Wetterdynamik und hilft Gefahren besser einzuschätzen und den Klimawandel in Thüringen zu verstehen. Aus diesem Grund werden auch 2025 die Blitzeinschläge wieder kontinuierlich erfasst und durch das TLUBN ausgewertet. Die Daten dienen nicht nur der Forschung, sondern auch als Grundlage für praktische Anwendungen wie den Schutz vor Blitzeinschlägen und die Planung von Schutzmaßnahmen.
Autor: redAuch die Auswertung der Blitzereignisse des Jahres 2024 zeigt, dass es im Freistaat Thüringen im vergangenen Jahr erneut weniger Blitzeinschläge (Wolke-Erde-Blitze) gab als im Jahr zuvor. Besonders oft geblitzt hat es 2024 in der Mitte und im Osten Thüringens.
Laut der Auswertung der Blitzdaten durch das TLUBN wurden im Jahr 2024 insgesamt 7683 Blitzeinschläge registriert. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2023 noch 8289, was einer Verringerung um 7 Prozent entspricht. Damit setzt sich die Tendenz hin zu allgemein geringeren Gewitteraktivitäten aus den Vorjahren fort.
Bei der räumlichen Verteilung der Blitzeinschläge zeigen sich gleichzeitig große regionale Unterschiede. Unter den Landkreisen führt 2024 der Saale-Orla-Kreis mit 713 Blitzeinschlägen die Blitzstatistik an. Die wenigsten Blitze wurden dagegen in der Stadt Weimar gezählt, auf deren Gebiet im Jahr 2024 nur 44 Blitze einschlugen. Werden die Blitzeinschläge mit der Landkreisfläche ins Verhältnis gesetzt, führt der Ilmkreis die Statistik an mit 0,7 Einschlägen pro Quadratkilometer. Die wenigsten Blitzeinschläge pro Quadratkilometer gab es im Unstrut-Hainich-Kreis, wo lediglich 0,3 Einschläge registriert wurden.
Auf Gemeindeebene wurden im Jahr 2024 mit 199 die meisten Blitze in der Stadt Ilmenau gezählt, gefolgt von Erfurt mit 107 Blitzeinschlägen und 95 Blitzeinschlägen in Saalfeld. Im Verhältnis zur Gemeindefläche verzeichnet Kappellendorf im Weimarer Land die höchste Dichte mit 1,9 Blitzen pro Quadratkilometer. In 51 der insgesamt 605 Thüringer Gemeinden gab es im Jahr 2024 keinen Blitzeinschlag.
Das TLUBN verzeichnet neben der ungleichmäßigen regionalen Verteilung der Blitzaktivität auch eine hohe Variabilität zwischen den regionalen Blitzeinschlägen in den einzelnen Jahren. So könnten Regionen, in denen in einem Jahr nur wenige Gewitter auftraten, im darauffolgenden Jahr zur Blitzhochburg Thüringens werden. Das sei typisch für die Art von Wetterereignissen, für die es eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit und aufsteigende Luftpakete innerhalb einer instabilen Luftschichtung braucht. Das Aufsteigen kann durch Gebirge, Kaltfronten aber auch intensive Sonnenstrahlung oder erwärmte größere städtische Gebiete hervorgerufen werden.
Die Analyse von Blitzeinschlägen ist ein wichtiger Indikator für die Wetterdynamik und hilft Gefahren besser einzuschätzen und den Klimawandel in Thüringen zu verstehen. Aus diesem Grund werden auch 2025 die Blitzeinschläge wieder kontinuierlich erfasst und durch das TLUBN ausgewertet. Die Daten dienen nicht nur der Forschung, sondern auch als Grundlage für praktische Anwendungen wie den Schutz vor Blitzeinschlägen und die Planung von Schutzmaßnahmen.


