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Di, 20:11 Uhr
27.05.2025
Einsatz an der Gumpe

Krokodil Theofil und andere

Das Veterinäramt und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Nordhausen war heute mit dem Vollzugsdienst des Landkreises im Einsatz. Es ging um gefährliche Tiere. Einzelheiten wie immer zuerst in Ihrer nnz...

Mächtig gewaltig. ein Krokodil mitten im Kleingarten (Foto: S. Dietzel) Mächtig gewaltig. ein Krokodil mitten im Kleingarten (Foto: S. Dietzel)
Ziel der Maßnahme war es, gemeinsam mit dem betroffenen Tierhalter eine Reptilienhaltung mit gelisteten, gefährlichen Tieren in einer Kleingartenanlage in Nordhausen aufzulösen. Dabei ging es um ein Krokodil und mehrere Würge- und Giftschlangen. Die Maßnahme erfolgte gemeinsam mit einer Fachtierärztin für Reptilien. Sie übernimmt auch die kurzfristige Haltung und Vermittlung der Tiere.

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Laut des betroffenen Halters handelt es sich bei den eingezogenen Tieren um mehrere gelbe Anakondas, zwei grüne Anakondas, zwei Puffottern, eine Speikobra, eine Brillenschlange, vier Boa constrictor, eine 5,20 Meter lange Netzpython sowie im ein 2,50 großes großes Beulenkrokodil. Dieses soll nach Angaben des Halters 27 Jahre alt sein und bereits seit der Schließung eines Nordhäuser Reptilienzoos in seinem Besitz gewesen sein.

Alle Tiere sind gefährliche Tiere und dürfen laut dem Thüringer Tiergefahrengesetz nur unter speziellen Auflagen gehalten werden.

Zur Erläuterung
Als gefährliche Tiere im Sinne dieses Gesetzes gelten unter anderem Tiere einer wildlebenden Art, die Menschen durch Körperkraft, Gifte oder Verhalten erheblich verletzen können und ihrer Art nach unabhängig von individuellen Eigenschaften allgemein gefährlich sind.

Eine Python aus dem "Fundus" (Foto: S. Dietzel) Eine Python aus dem "Fundus" (Foto: S. Dietzel) Nachfolgend aufgeführte Tiere sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Tieren. Dazu zählen unter anderem:
  • aus der Familie der Riesenschlangen (Boidae): aus der Familie der Pythons (Pythonidae): Netzpython (Python reticulatus), Tigerpython (Python molurus), nördliche Felsenpython (Python sebae), südliche Felsenpython (Python natalensis), Papua-Amethystpython (Morelia amethystina), australische Amethystpyhton (Morelia kinghornii), aus der Familie der Boas (Boidae): alle Tiere der Gattung der Anakondas (Eunectes) sowie die Abgottschlange (Boa constrictor),
  • aus der Familie der Nattern (Colubridae) alle Tiere der Gattungen: Boomslang (Dispholidus), Vogelnatter (Thelotornis), Nachtbaumnatter (Boiga) und Tigernatter (Rhabdophis),
  • alle Tiere aus der Familie der Giftnattern (Elapidae), insbesondere Königskobra (Ophiophagus hannah), Hutschlange (Naja), Wasserkobra (Boulengerina), Ringhalskobra (Haemachatus haemachatus), Wüstenkobra (Walterinnesia aegyptia), Mamba (Dendroaspis), Krait (Bungarus fasciatus), Echte Korallenschlange (Micrurus), Taipan (Oxyuranusscutulatus), Todesotter (Acanthophis antarcticus), Bauchdrüsenotter (Maticora), Tigerotter (Notechis) und Mulgaschlange (Pseudechis)
  • alle Tiere aus der Ordnung der Panzerechsen (Crocodylia)
Krokodile und Schlagen in Obhut genommen (Foto: S. Dietzel)
Krokodile und Schlagen in Obhut genommen (Foto: S. Dietzel)
Krokodile und Schlagen in Obhut genommen (Foto: S. Dietzel)
Krokodile und Schlagen in Obhut genommen (Foto: S. Dietzel)
Krokodile und Schlagen in Obhut genommen (Foto: S. Dietzel)
Krokodile und Schlagen in Obhut genommen (Foto: S. Dietzel)
Krokodile und Schlagen in Obhut genommen (Foto: S. Dietzel)
Krokodile und Schlagen in Obhut genommen (Foto: S. Dietzel)
Krokodile und Schlagen in Obhut genommen (Foto: S. Dietzel)
Autor: psg

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Kommentare
Alex Gösel
27.05.2025, 23:15 Uhr
Krokodil
Falls diese Tiere wirklich aus dem Reptilienzoo stammen, frage ich mich jetzt, ob diese Tiere illegal vermittelt wurden. Kann und wird man da von Seiten der Behörden weiter ermitteln?

Außerdem: Im Reptilienzoo wurden ja auch Affen und andere mehr oder minder exotische Tiere gehalten. Wohin wurden diese Tiere vermittelt? Auch da sollte man weiter nachhaken, oder?

Welche Strafe(n) kommen jetzt auf dem enteigeneten Tierhalter sowie dem Vermittler Herrn Otto A. zu? Oder bekommen diese wieder nur ein "Dudu"?

Oder hat denn mittlerweile jeder "Depp" Narrenfreiheit?
OkBoomer
28.05.2025, 06:31 Uhr
Immer wieder erstaunlich,
… dass es in Deutschland einfacher ist Wildtiere zu halten, als einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren.
Sowas sollte verboten werden. Was kommt als Nächstes? Der Tiger oder der Löwe, der irgendwo in einem Garten eingesperrt ist, weil die einzige Auflage dafür ein ausbruchssicheres Gehege ist?
Aber mit der Erwähnung des ehemaligen „Zoos“ ist ja schon alles gesagt.
unse
28.05.2025, 09:33 Uhr
Wie konnte es soweit kommen?
Vor etwa 10 Jahren wurde der "Zoo" geschlossen. Auch damals gab es diese Gesetzlichkeiten für die Haltung, den Handel oder die Verbringung dieser Tiere . Wie konnten diese Tiere in die Kleingartenanlage gebracht werden, ohne dass das Veterinäramt, irgend eine Behörde oder sonst jemand irgend etwas mitbekommen hat? Das verschlägt mir die Sprache und lässt mich ratlos zurück.10 Jahre bestand in den Gärten dort, wo auch Kinder völlig arglos spielen, latent eine Gefahr. Und nicht, weil man die Tiere heimlich von weit her nach Nordhausen gebracht hat, sondern weil ein Zoo in der gleichen Stadt geschlossen wurde und wenn ich mich recht erinnere, u.a. auch wegen schlechter Unterhaltungs- oder Lebensbedingungen der Tiere. Da muss man mit der Aufklärung beginnen. Zum Glück hat der Halter sich offensichtlich verhältnismäßig gut, wenn auch nicht rechtlich korrekt, um die Tiere gekümmert, so dass die Tiere gesund überlebt haben und in der ganzen Zeit nichts passiert ist.
Leser X
28.05.2025, 09:57 Uhr
Haftentlassung
Gut, dass die Tiere aus ihrem Gefängnis befreit wurden. Die Haftbedingungen in dem damaligen sogenannten Zoo waren schon erbärmlich genug und ich habe nie verstanden, warum dieses ominöse Hang-Etablissement in dieser Art überhaupt erlaubt war.

Unabhängig davon wirft die ganze Geschichte mal wieder ein bezeichnendes Licht darauf, wie erbarmungslos und barbarisch einige Menschen mit unseren tierischen Mitgeschöpfen umgehen.
Wanderwölfin
28.05.2025, 10:36 Uhr
Krokodil
Mich verwundert solch eine Haltung der Tiere.Galt doch der Herr "Otto " schon zu DDR Zeiten als Schlangenspezialist.
Novize
28.05.2025, 17:32 Uhr
Warum duldete das Landratsamt diesen Zoo?
Warum duldete das Landratsamt diesen Zoo? Wer ist dafür verantwortlich? Warum wurde man jetzt aktiv? Wie wurden die Tiere versorgt? Mit Mehlwürmern oder Mäusen kommt man beim Krokodil nicht weit.
Wenn Gerichte mit im Spiel sind...
Dobby
29.05.2025, 09:59 Uhr
ic verstehe das Theater nicht.Die Tiere wurden seit Jahren optimal versorgt u.es gab Kontrollen
Warum will man einen Reptilienfreund der sich während der jahrelangen Halltung immer gut gekümmert hat plötzlich vor Gericht bringen.?Es ist nichts passiert
Wölfchen
29.05.2025, 15:51 Uhr
Genehmigung,Duldung oder ... ???
Offensichtlich war den hiesigen Behörden seit über einem Jahrzehnt diese Vorgenannte Anlage bekannt.
Sogar Mittarbeiter der Feuerwehr wurden durch den Betreiber im Umgang sowie Einfangen von Reptilien/Schlangen unterwiesen. Sämtliche Tiere befanden sich in einem gepflegten und guten gesundheitlichen Zustand so das dem Besitzern wohl keine Verletzung der Aufsichts- und Sorgfaltspflicht nachgesagt werden kann.
Alex Gösel
29.05.2025, 20:36 Uhr
Werte/Werter Dobby,
Sie scheinen ja "Insiderwissen zu besitzen, oder? Und wenn dem so ist, wie Sie schreiben, ist das ganze ja noch schlimmer, oder?

Falls die Behörden davon Kenntniss hatten, frage ich, warum die Tiere erst nach Jahren(!) konfisziert/beschlagnahmt wurden, das macht die ganze Angelegenheit für mich nicht besser, im Gegenteil! Im Artikel steht folgendes: "Alle Tiere sind gefährliche Tiere und dürfen laut dem Thüringer Tiergefahrengesetz nur unter speziellen Auflagen gehalten werden." - Nun scheint es doch offensichtlich so, dass der Tierhalter die Auflagen doch nicht erfüllen konnte, oder wie sonst ist dieser Satz zu verstehen?

Einzig dass der ehem. Tierhalter sich scheinbar kooperativ verhalten hat, kann man ihm zu Gute halten.

@Wanderwölfin: Ja, es stimmt schon, dass "Herr Otto" schon zu DDR-Zeiten als "Spezialist" galt. Nur warum war er dann kein Zoo-Direktor oder Biologe oder was solch ein Fachmann so macht? Eine wirklich große Kapazität kann der "Herr Otto" dann doch nicht gewesen sein, oder? Ich frage übrigens für einen Freund...

Und nochmals meine Fragen an die zuständigen Behörden: Wie wird nun weiter vorgegangen? Im "Nordhäuser Reptilienzoo" wurden ja schließlich nicht nur diese Tiere gehalten, sondern auch Affen und mehr. Wohin wurden diese Tiere durch "Herrn Otto" vermittelt? Wie leben diese Tiere heute? Und was kommt auf dem enteigneten Tierhalter und dem damaligen Vermittler/Verkäufer der Tiere zu?

Und was sagen eigentlich die örtlichen Tierschutzvereine zu der ganzen Sache?

Nebenbei: Auch ich kannte "Herrn Otto" sehr gut. Aus meiner Sicht litt dieser Mann an dem Syndrom des "Tier-Messies/Animalhording". Unumstritten war das Projekt "Nordhäuser Reptilienzoo" und sein Betreiber zumindest nicht!
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