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Di, 14:30 Uhr
27.05.2025
traurige Stunde der Gartenvögel

Mit der Vogelwelt geht es bergab

In Thüringens Gärten und Parks piept und zwitschert es bedauerlicherweise immer weniger. Bei der „Stunde der Gartenvögel“ – der großen Vogelzählaktion des NABU – am zweiten Maiwochenende wurden im Schnitt nur noch 32,3 Vögel pro Garten gezählt...

Das ist eine Abnahme im Vergleich zu 2024, wo es noch 33,5 waren. Vor zehn Jahren wurden sogar noch 41,4 Vögel pro Garten gesichtet, 2021 waren es 37,6 Vögel.

Dass die Zahl der gesichteten und gemeldeten Vögel weiter abnimmt, ist für Marcus Orlamünder den Naturschutzreferenten des NABU Thüringen keine große Überraschung.

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„Neben allgemeinem Lebensraumverlust, Insektensterben und dem Verlust der Biodiversität auf unseren Äckern, am Waldrand und in Gärten haben viele Vögel in unseren Städten und Dörfern unter anderem auch mit Trockenheit sowie dem Verlust von Feuchtlebensräumen zu kämpfen. Bei bestimmten Arten kommt dann noch die Verbreitung von Krankheiten hinzu“, sagt Orlamünder.

Auch der Haussperling ist in Thüringen auf dem absteigenden Ast (Foto: Frank Derer) Auch der Haussperling ist in Thüringen auf dem absteigenden Ast (Foto: Frank Derer)


Wer unsere Vögel unterstützen möchte, der kann auch selbst aktiv werden. Mit einem naturnahen Garten, wilden Inseln, Totholz und ein paar Nistkästen kann man schon einen Beitrag leisten. „Unsere Tiere im Garten und Park haben sich an die heimischen Stauden, Sträucher und Bäume über die Evolutionsgeschichte gut angepasst. Will man Vögeln, Schmetterlingen, Eidechsen, Wildbienen und Co. helfen, ist es sinnvoll einen Garten mit heimischen Pflanzen zuzulassen. Wer viele wilde Ecken in seinem Garten entstehen lässt, der kann sich beim NABU Thüringen auch um die Plakette „Wilde Inseln“ bewerben. Mit der Aktion möchten wir die Menschen dazu bewegen, ein kleines Stück „verwilderte“ Fläche vor ihrer Haustür zuzulassen,“ berichtet Marcus Orlamünder.

Der NABU Thüringen dankt allen Menschen, die an der „Stunde der Gartenvögel“ teilgenommen haben. Diesmal waren es mehr als 2.300 Personen, die im Freistaat begeistert Vögel in ihrer Umgebung gezählt und gemeldet haben. In Thüringen landete der Haussperling auf Platz eins der am häufigsten gesichteten Vögel, gefolgt von Star, Kohlmeise, Amsel und Blaumeise. Alle befinden sich im Vergleich zum Vorjahr im Abwärtstrend bei den Sichtungen pro Garten. Bundesweit landeten auf den ersten Rängen Haussperling, Amsel, Kohlmeise, Star und Blaumeise. Thüringenweit wurde auf den Hausrotschwanz, den „Vogel des Jahres“ 2025 ein besonderer Fokus gelegt. Im Vergleich zum Vorjahr wurde er diesmal sogar 0,07-mal häufiger pro Garten gesichtet.

Die Vogelzählung des NABU fand bereits zum 21. Mal statt. Die NABU-Ornithologen können sich dank der zahlreichen engagierten Teilnehmenden ein gutes Bild der Bestandtrends über die Jahre machen. Bei der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“ haben bundesweit über 57.000 Menschen mitgezählt und Vögel aus mehr als 39.000 Gärten und Parks in ganz Deutschland gemeldet.

Weitere Informationen und Ergebnisse landkreisgenau unter: www.NABU-Thueringen.de/stunde-der-gartenvoegel
Autor: red

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Kommentare
KeinKreisverkehr
28.05.2025, 07:51 Uhr
Wir schrecklich
Das muss an den ganzen Windrädern liegen... Sofort abbauen diese Vögelschredder!
Örzi
28.05.2025, 11:10 Uhr
Solche Schlussfolgerungen halte ich für Unsinn.
Es kommt darauf an wer, wo, wann und wie gezählt hat. Da kann nie eine fundierte Analyse entstehen.
In meinem Grundstück (Dorfrandlage, ca. 1000 m² mit Wohnhaus und Fischteich) sind zu beobachten: Sperlinge, Meisen, Zilpzap, Gartenrotschwanz, Rotkehlchen, Stieglitz, Grasmücke, Bachstelze, Schwalben, Stare, Buntspecht, Elster, Rabe, brütende Habichte und zu meinem Leidwesen ein Fischreiher. In der näheren Umgebung sieht man Bussard, Milan, Wikdenten, Wildgänse, Eulen, Wiedehopf, Nachtigall und mehr.
Natürlich sieht man die nicht alle auf einmal innerhalb einer Stunde, aber sie sind da.
eckt
28.05.2025, 18:06 Uhr
Vogelweide ist nach wie vor da
Wir wohnen im Dorf haben einen Garten mit vielen Blumen und einen kleinen Gemüsegarten.
Bei uns sind Erdbienen genauso zu beobachten wie andere Insekten.
Deshalb haben wir auch Singvögel und Sperlinge.
Wenn immer was im Garten blüht, wird auch alles andere da sein.
Die Vorraussetzungen müssen einfach da sein.
Mit Steingärten und kurz geschnittenen Rasen kann man noch so viel Nistkästen aufhängen, da kommen keine Vögel zum brüten.
KeinKreisverkehr
29.05.2025, 08:02 Uhr
NABU vs NNZ Kommentator
Man Stelle sich Mal vor der NABU ist der größte deutsche Umweltverband mit Studierten, Professoren, Ornithologen und vielen schlauen Menschen darin und drum herum.

Und jetzt wurde dieser Bund, welcher seit mehreren Jahrzehnten wissenschaftliche und Daten zum Vogelbestand erhebt, einfach von einem NNZ Kommentar auseinander genommen.

"eS kOmMt Ja DaRaUf An WaNn UnD wO mAn ZäHlT!"

Aber wer weiß, vielleicht bin ich auch der blöde der nur diesem Rage-bait Kommentar zum Opfer gefallen ist.
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