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Di, 09:16 Uhr
27.05.2025
IG BAU fordert Tarifvertrag für Floristik-Beschäftigte

Floristinnen im Dauer-Einsatz mit Minimal-Urlaub

Blühende Kreativität bei harter Arbeit – Die Floristinnen im Landkreis Nordhausen haben alle Hände voll zu tun. Sie binden Blumensträuße und Kränze, gestalten Gestecke und Brautschmuck, dekorieren Schaufenster, Verkaufsräume und Hotel-Foyers...

Floristin bindet Blumenstrauß (Foto: IG BAU) Floristin bindet Blumenstrauß (Foto: IG BAU)
„Die anstrengenden Jobs in den Blumenläden sind überwiegend in Frauenhand“, erklärt Matthias Lötzsch von der IG Bauen-Agrar-Umwelt.

Für den Bezirksvorsitzenden der Floristen-Gewerkschaft IG BAU Nordthüringen ist klar: „Floristinnen machen einen harten Job. Viele haben eine lange Arbeitswoche: Sie stehen sechs Tage am Stück im Laden. Wenn es dazu nur 24 Tage Urlaub im Jahr gibt, dann kann man getrost von einem ‚Auspower-Job‘ sprechen“, so Matthias Lötzsch.

Die IG BAU Nordthüringen fordert deshalb die Fünf-Tage-Woche und 32 Tage Jahresurlaub für die Floristik-Branche. „Außerdem muss bei den Überstunden etwas passieren: Wer länger arbeitet, der muss sich darauf verlassen können, dass es dafür auch Zuschläge gibt. Das ist noch längst nicht überall der Fall“, sagt der Vorsitzende der IG BAU Nordthüringen. Über diese Punkte will die Gewerkschaft jetzt mit dem Fachverband Deutscher Floristen (FDF) verhandeln und einen Tarifvertrag abschließen.

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Dabei verweist die Floristen-Gewerkschaft auf das Arbeitspensum, das die Beschäftigten haben: „Von der Taufe über die Hochzeit bis zur Beerdigung – Floristinnen setzen mit ihrer professionellen Arbeit Akzente bei großen Ereignissen und in wichtigen Momenten des Lebens. Sie machen – gerade an Feiertagen – einen richtigen Stress-Job“, sagt Matthias Lötzsch. Handwerkliches Geschick und Know-how seien für den Beruf notwendig. „Aber es steckt auch noch mehr dahinter: Warenbedarf, Einkauf, Preiskalkulation... – Eine Floristin braucht deutlich mehr als nur einen grünen Daumen“, so Lötzsch.
Autor: red

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