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Sa, 11:00 Uhr
24.05.2025
Mitmacher gefragt

Wie weiter bei Wacker? (Teil 2)

Heute vor einem Monat der Paukenschlag. Auf der Mitgliederversammlung wird kein Vorstand mehr gewählt. Der Verein ist damit führungslos. Das muss nicht sein. Im Hintergrund gibt es Bemühungen. Die nnz mit einer (nicht vollständigen) Bestandsaufnahme...

Wie geht es an der Parkallee weiter? (Foto: nnz) Wie geht es an der Parkallee weiter? (Foto: nnz)
In einer Pressemitteilung bittet der Verein um weitere Hilfe und Unterstützung. Die ist dringend notwendig, denn das Nordhäuser Amtsgericht wird einen Notvorstand bestellen. In der Regel ist das ein Jurist, der wiederum Geld, viel Geld kosten wird.

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In den zurückliegenden vier Wochen wurde in Sachen Wacker viel telefoniert. An den "verschiedenen Enden" der Leitungen alles dem Verein wohlgesonnene Menschen, die nicht nur die "Fußball-Liebe" zu Blau-Weiß eint, sondern die sich vor allem um die aufgebaute Nachwuchsarbeit und deren Zukunft Gedanken machen.

Auch der Autor dieser Zeilen telefonierte und kann resümieren, dass es durchaus eine beachtliche Zahl von Personen gibt, die dem Verein mit mehr als Willensbekundungen zur Seite stehen. Nur: diese Menschen müssen zusammengebracht werden. Vielleicht - so die optimistische Variante - haben sie sich im Verlaufe dieser Woche digital gefunden. Die Zeit spielt gegen den Verein, der über 100 Jahre auf seinem sportlichen Buckel hat, der in den zurückliegenden 30 Jahren zwei Insolvenzen überstanden hat.

Nach Informationen der nnz wird aktuell an der Vorbereitung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gearbeitet, die in der ersten Juni-Woche durchgeführt werden muss. Es gibt sogar Visionen für den FSV, die zum Beispiel die baldige Gründung einer Spielbetriebs GmbH für die erste Mannschaft zum Inhalt haben. Aus der gescheiterten Symbiose zwischen Verein und GmbH muss gelernt werden. Wichtig ist Solidität und nicht das Vertrauen auf einen Multimillionär, der mit keiner Faser seines Herzens an den Vereinsfarben hing.

Und es muss ein Wirtschaftsrat ins Leben gerufen werden, dessen Vertreter Mitglied im neuen Vorstand des Vereins ist. Denn nach wie vor gilt: Ohne Moos nichts los. Dieses Motto ist unabhängig von einer künftigen Struktur an der Parkallee.

Ich bin heute, einen Monat nach dem Niederschlag in den Räumen der Stadtwerke, wieder ein wenig von Optimismus "beseelt". Und - verdammt noch mal - in einer Stadt, die mit Abstand - gemessen an der Einwohnerzahl - die größte im Norden dieses Freistaates ist, muss es doch möglich sein, einen Fußball-Verein dort hinzubringen, wo er hingehört: Über die Oberliga in die Regionalliga.

Der eine oder andere Leser dieser Zeilen wird jetzt denken: PSG ist verrückt, aber wenn ich mir die Tabelle der Oberliga Süd anschaue, dann kommen mir die Tränen. Dort spielen zum Beispiel Stahnsdorf, Krieschow oder Sandersdorf um Punkte. Und warum spielen Luckenwalde oder Eilenburg gar in der Regionalliga?

Eine Antwort ist die, dass die dortigen Regionen - also in erster Linie die Wirtschaft, aber auch die kommunale Politik - an einem Strang ziehen. Die Politik in und um Nordhausen herum - das muss man ihr lassen - hat mit den Millionen für den AKS die Vorlagen gegeben, nun muss die Wirtschaft folgen. Letztlich ist in Deutschland der Fußball mit Abstand die Sportart, die den Werbeavancen der Unternehmen die besten Möglichkeiten bietet.

Aber Politik und Wirtschaft ist - Fußballgott sei Dank - nicht das Alleinige. Es kommt auf die Menschen an, die im Glücksfall sich Fans nennen. Und die Fans, die sich selbst Ultras nennen, die sollten sich so in den Verein einbringen, wie es ihr Name sagt: Mit ultrastarker Verbundenheit zum Verein und auch zu den anderen Fans, die alle zwei Wochen den Weg in die Parkallee gehen. Was ich mir als etwas älterer Mensch wünsche ist mit dem Beginn eines Spiels eine Choreo, die richtig geil ist und der das Publikum applaudiert. Das sinnlose Bekleben und Besprühen von Wänden, Verteilerkästen oder Masten bringt dem Verein, die ja alle gleich lieben, keinerlei Pluspunkte in der öffentlichen Wahrnehmung.

Aus der Wirtschaft - so war wieder in den zurückliegenden Telefonaten zu vernehmen - ist das Agieren der Ultras eher geschäftsschädigend. Diese Meinung muss ich zur Kenntnis nehmen und respektieren. Aber es könnte auch anders sein: dazu ist ein beiderseitiges Aufeinanderzugehen notwendig. Gespräche zwischen einem neuen Vorstand und den Ultras. Zuhören und Respekt gegenüber einer vielleicht anderen Meinung - mehr braucht es dazu nicht. Ich weiß, dass das einfach geschrieben und mitunter kompliziert zu machen ist, aber es muss gemacht werden.

Gleiches gilt für die Kommunikation zwischen einem neuen Vorstand und einem eventuellen Wirtschaftsrat.

Vielleicht - so meine Hoffnung - erwächst aus dieser Krise eine neue Zukunft nicht nur für Wacker, sondern für den Fußball in ganz Nordhausen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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Kommentare
Hohensteiner2020
24.05.2025, 15:41 Uhr
Weg
Allein die Sachschäden im Landkreis Nordhausen belaufen sich auf mehrere 100.000 Euro, die es ohne die Existenz dieses Vereins und der dazugehörigen Ultras nicht geben würde.
Ein Verteilerkasten kostet zwischen 1000 und 10000 Euro. Bei der Reinigung wird die Oberfläche angegriffen, sodass das Material schneller kaputt geht. Bei mehreren 100 Kästen im Landkreis sind das unglaubliche Werte die zerstört wurden.
Dieser Verein muss für immer weg!!!
Die Jugendlichen können gerne in anderen Vereinen spielen, wo man wenigstens nicht von oben herab wie bei Wacker behandelt wird!
RWE
24.05.2025, 18:54 Uhr
Ich muss hier sehr vorsichtig sein
Mein Verein hat ebenfalls zwei Insolvenzen durch und mit dem Führungspersonal in der Vergangenheit auch nicht immer Glück gehabt.
Aber wenn ich lese, dass "Solidität" zwischen Verein und GmbH bestehen sollte... War da neben dem "Multimillionär" nicht noch eine nicht gerade zur Bescheidenheit neigende Person, welche sozusagen in Personalunion Verein und GmbH leitete? Streng genommen hatte Wacker nämlich bereit 3 Insolvenzen. Die erste war, so glaube ich, noch in den 1990 ern und dann folgte die des Vereines und der GmbH. Irgendwie will keiner mehr über diese Person reden.
Ich weiß auch nicht, wenn ich seinerzeit leise Bedenken über die Verpflichtung leicht abgehalfterter Sportler und anderer Personen äußerte, hieß es gleich "Du bis ja nur neidisch". Mein Verein befand sich nämlich damals auf den letzten Metern zum Abstieg und der Insolvenz. Beides war lange abzusehen und absolut folgerichtig und verdient.
Selbstkritik hat bei uns auch häufig gefehlt. Hier war sie damals nicht einmal in homöopathischen Dosierungen vorhanden.
Achso. Wo gehört ein Verein hin. Mein Verein würden viele gern in der 2. Liga sehen. Ich denke, wenn alles gut läuft, dann wäre eine Etablierung in der 3. Liga ein Riesenerfolg.
Und Wacker? Diese Diskussion sollen Fans und Mitglieder untereinander führen. Ein Pendeln zwischen Oberliga und Regionalliga sollte schon möglich sein. Der FCC und der RWE spielen vor 6 bis 7000 Zuschauern, was in dieser Liga sehr gut ist. Trotzdem schwimmen beide nicht gerade im Geld. Was wäre hier möglich? Ich finde, in Thüringen können sich alle mehrere Scheiben vom ZFC Meuselwitz abschneiden. Sportlich okay und wirtschaftlich immer solide und geräuschlos. Dort hat man aber auch Glück mit einer bestimmten Person. Gratulation zum Pokalsieg.
@Hohensteiner2020
Die von ihnen beschriebenen Sachbeschädigungen kommen deutschlandweit vor. Die "richtigen" Fanszenen treiben diesen Unfug schon seit Jahrzehnten und in einem weitaus größeren Umfang. Das ist kein alleinstellungsmerkmal von Wacker. Im gegenteil. Das sind kleine Lichter. Das macht die Sache aber nicht besser. Sachbeschädigung bleibt Sachbeschädigung. Egal wann, wo und von wem.
Hayden 69
24.05.2025, 19:34 Uhr
Ja wie weiter,
Dieser Verein und die sogenannten Fans Schaden der Stadt mehr als sie nützen und diese handvoll Zuschauer ich glaube darauf kann man auch verzichten wenn die Hälfte davon nur Chaoten sind und da schließe ich mich den" Vorschreibern" an, die eine Menge Sachschaden hinterlassen.
Kobold2
24.05.2025, 21:23 Uhr
Da können sich
Die Ultras ja nochmals ganz doll auf die eigene Schulter klopfen, dass sie es geschafft haben, dass die Wirtschaft eher nicht mit dem Verein in Verbindung gebracht werden möchte.
Benny 65
24.05.2025, 22:47 Uhr
Es gibt auch noch normale Fans
Ich finde es absolut nicht in Ordnung wie sich diese ganzen möchte gern Fans (Ultras) verhalten, diese Schmierereien und das beschädigen von anderen Eigentum geht garnicht, ich hoffe das man diese Idioten ausschließt und zur Kasse bittet aber es gibt Fußball in Nordhausen seit über 100 Jahren und es gehört hierher, ich hoffe es finden sich ein paar Leute die das Ruder in die Hand nehmen und Wacker wieder Stark machen, wir brauchen keine 3.Liga, aber in Thüringen die 3.kraft ,das war Nordhausen immer, also Kopf aus der Schlinge ziehen und positiv denken, es schon immer die die mit Fußball nichts am Hut haben und das sind die die heute nur alles geben das sich der Fußball Wacker Nordhausen auflöst, das kann nicht das letzte Wort gewesen werden, Wacker steh auf
Novize
25.05.2025, 09:14 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Sie können das so leider nicht zusammenwürfeln.
emmerssen
25.05.2025, 10:13 Uhr
Nicht in Ordnung
Das hier der Verein für das Verhalten der Ultras verantwortlich gemacht wird. Da ist einzig und allein der Staat gefordert mit strengen Strafen für diese Schmiererei. Wacker ist da übrigens kein Einzelfall. Wo die "Fans " von Dynamo Dresden nur durch fahren sieht es genauso schlimm aus. Dann müsste ja nach der Meinung von @Hohensteiner dieser Verein auch aufgelöst werden. Was hatte Nordhausen für sportliche Events einmal zu bieten. Fussball, Boxen, Volleyball, Triathlon alles auf hohem Niveau. Was ist davon noch übrig geblieben? Nun wo das Stadion auch endlich bald die Voraussetzung für höher klassigen Sport bietet, soll der Verein abgeschafft werden? Neid sollte man nicht vor Logik stellen.
Lautaro
25.05.2025, 13:06 Uhr
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie eine Sportart die Gemüter so aufwühlt.
Leute ...der heutige Fußball ist eine Kultur der Söldner. Niemand kämpft für die Bürger seiner Stadt oder seines Dorfes.
Es sind bei jedem Verein zusammen gekaufte Söldner.
Spätestens seit Manchester United an die Börse ging und sich als schnödes kapitalistisches Unternehmen offenbarte....sollte jedem Fußballfan klar geworden sein, dass Fußball ein reiner Söldnerwettstreit geworden ist.
Novize
25.05.2025, 14:43 Uhr
2. versuch
Also wenn Kritik an PSG nicht erwünscht ist, werde ich natürlich nicht behaupten, mit seinem Artikel zurück in die Vergangenheit zu wollen.
Schade, wenn die Meinungspolizei der NNZ in diese Richtung aktiv wird. Gegen andere wird ausgeteilt
Anmerkung techn. Support:
Darum ging es nicht. Ich habe Ihnen eine eMail zu den Gründen der Sperrung geschrieben. Rufen Sie ggf. an.
M. Bergmann
25.05.2025, 15:04 Uhr
Erwartungshaltung nicht erfüllt
Von einem Nachrichtenportal erwarte ich ganz einfach recherchierte Informationen. Dieser Artikel lässt alles offen. Es liest sich fast mystisch, was da im Hintergrund bei Wacker alles laufen soll.

Außer einer Absetzbewegung des Verfassers vom damaligen angeblichen Groß-Garanten für Sponsoren, dem er sonst immer gern beigesprungen ist und keinen Termin in der Kalkhütte verpasst hat, ist der Inhalt ziemlich mau.

Zur Analyse gehört, welche Personen-Konstellationen den Verein in den Ruin gewirtschaftet haben. Das war nicht N. K. allein,. Da gab es noch mehr, die weggeschaut haben.
deralte
26.05.2025, 12:02 Uhr
Liebe Nordhäuser Fußballfreunde,.....
….die Lage ist ernst. Machen wir uns nichts vor: Der Name Wacker ist vergiftet. Von vollkommen realitätsfernem Management, Insolvenz und Narrenhände, die Masten und Wände beschmieren. Leider ist das nicht das Einzige, was diese sogenannten Fans angerichtet haben. Bis vor knapp 3 Jahren kam ich noch regelmäßig rund im Ländle und hörte von den Fans der ehemaligen Regionalliga-Gegner nicht nur positives über einige Wacker-„Fans“.
Das positive Immage ist dahin und wenn ich jetzt Chef eines Großbetriebes wäre, würde ich den Verein vom „Kultur- und Sozialfond“ nicht unterstützen lassen, solange er diesen Namen trägt.
In einem Brief an die Redaktion hatte ich schon auf die alten Traditionen in NDH hingewiesen. „Preußen 04“ ist nach 1945 nie wieder irgendwo in Erscheinung getreten. Aber was ist mit „Motor“? Ist doch eigentlich ein guter Name für einen Fußballklub. Motor (später Motor West) Nordhausen spielte fast immer in der zweithöchsten Spielklasse der DDR. Der Albert-Kuntz-Sportpark trug den Beinamen „Schmuckkästchen der 1. Liga“ und die meisten Spielernamen kannte jeder Fußballinteressierte in der DDR. Ich versuche mal, meine „Traumelf“ aus jener Zeit aufzustellen: Tor: Kleemann (Ottokar Eisfeld), Verteidigung und Mittelfeld: Strasser, Kunze, Kronenberg, Beykirch, Borjazin, Richard Eisfeld, im Sturm die Weißhaupt-Zwillinge, Möller, Lindemann, Kindervater. Wen habe ich vergessen? Bitte nicht böse sein.
Was hat ein Fußballverein davon, im Mittelfeld einer unteren Klasse dahin zu vegetieren? Seine Talente werden nicht oder zu spät erkannt, reiben sich vielleicht auch auf. Wenn ich die Spielordnung des DFB richtig verstanden habe, kann ein Fußballverein beliebig viele Männermannschaften haben, sie dürfen nur nicht in einer Klasse spielen. Gegen je eine Mannschaft von Bundesliga bis Kreisklasse ist jedoch nichts einzuwenden.
Was spricht also gegen einen Zusammenschluss der willigen Vereine des Kreises NDH?
In den Führungsetagen finden sich bestimmt fähige Menschen, die den großen Verein behutsam voranbringen. Man könnte den Namen mit allen Mitgliedern wählen, den Vorstand sowieso. Ein solcher Verein brauchte keine abgehalfterten Profis zur Beratung, sondern könnte sich selbst beraten.
deralte
26.05.2025, 12:09 Uhr
Noch ein paar Worte zum Bild
Die Flutlichtmasten vor den Sitzplätzen sind Relikte aus alten Zeiten und kommen noch weg? Wenn nein, bitte ganz schnell ändern lassen, denn sie nehmen den meisten Sitzplätzen die Attraktivität.
Wo soll zukünftig, entsprechend Aufsehen erregende Spiele vorausgesetzt, das Fernsehen hin? Hoffentlich nicht wieder auf die Gegengerade mit allen Nachteilen des Gegenlichtes zu den üblichen Anstoßzeiten.
Kobold2
26.05.2025, 18:34 Uhr
Was spricht
für einen Zusammenschluss mit anderen Vereinen????
Wird doch selbst gesagt, der Namen ist vergiftet, die Wortschft möchte nicht mit dem Verein in Verbindung gebracht werden. Warum sollen es dann andere Vereine richten, sich diesen Scherbenhaufen, der noch nicht mal mehr im Stande ist eine eigene Führung aufzustellen, anzutun.
Weltfremd ist es auch, nach dem Staat zu rufen und da die Ursache zu sehen, weil der Verein in der Vergangenheit seine Ultras nicht entsprechend im Griff hatte, oder soll man sagen, haben wollte. Das hat sich alles seit Jahren angebahnt. Das öffentliche Image nahm die gleiche Talfahrt, wie die sportlichen Leistungen.. "Das beste der Region" wurde hier mal rausgehauen. Das war schon lange abgehoben und realitäsfremd..
Wenn man nicht mal mehr einen Vorstand zusammen bekommt, ist es wohl sinnvoller, dass jedes Mitglied sich selbst einzeln einen neuen Verein sucht.
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