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Do, 07:28 Uhr
01.05.2025
Atypische Beschäftigung weniger verbreitet als im Bundesdurchschnitt

Zum Tag der Arbeit

Nach dem Erstergebnis des Mikrozensus 2023 gab es in Thüringen 916 Tausend Kernerwerbstätige1). Darunter waren 13,2 Prozent in ihrer Haupttätigkeit atypisch2) beschäftigt. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai weiter mitteilt, waren das etwa 120 Tausend Thüringer...

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Damit lag der Anteil der atypisch Beschäftigten in Thüringen um 5,0 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt von 18,2 Prozent.
Frauen waren etwas häufiger atypisch beschäftigt als Männer. So waren in Thüringen mehr als die Hälfte (55,9 Prozent) der atypisch Beschäftigten Frauen. Auch hier lag Thüringen unter dem Bundesdurchschnitt: Deutschlandweit waren mehr als zwei Drittel (67,4 Prozent) der atypisch Beschäftigten weiblich.

Während mit 15,6 Prozent jede sechste kernerwerbstätige Thüringerin einer atypischen Beschäftigung nachging, war es bei den Thüringer Männern nur jeder neunte Kernerwerbstätige (11,0 Prozent). Der höhere Anteil von Frauen in atypischer Beschäftigung ist auf den höheren Anteil an Teilzeitarbeit mit bis zu 20 Wochenstunden zurückzuführen: 8,0 Prozent der kernerwerbstätigen Frauen arbeiteten 20 Stunden oder weniger.

Bei den Männern lag dieser Anteil bei 3,0 Prozent.
In einem Normalarbeitsverhältnis3) waren im Jahr 2023 insgesamt 725 Tausend Erwerbstätige und damit 79,2 Prozent aller Kernerwerbstätigen in Thüringen tätig. Es befanden sich etwa gleichviele erwerbstätige Männer (79,6 Prozent) und Frauen (78,6 Prozent) in einem Normalarbeitsverhältnis.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass 27,5 Prozent der kernerwerbstätigen Frauen einer Teilzeitbeschäftigung von mehr als 20 Wochenstunden nachgingen, während dieser Anteil bei den Männern mit 3,6 Prozent deutlich geringer war.

Der Anteil der Selbstständigen (69 Tausend Personen) an den Kernerwerbstätigen lag in Thüringen im Jahr 2023 bei 7,5 Prozent. Auch hier gab es Unterschiede zwischen Männern und Frauen: Mit 45 Tausend Personen (9,3 Prozent) waren fast doppelt so viele Männer selbstständig wie Frauen (24 Tausend Frauen bzw. 5,5 Prozent).


1) Kernerwerbstätige sind erwerbstätige Personen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren, die sich nicht in schulischer oder beruflicher (Aus-)Bildung oder in einem Freiwilligendienst bzw. im freiwilligen Wehrdienst befinden. Neben den abhängig Erwerbstätigen in Normalarbeitsverhältnissen bzw. in atypischer Beschäftigung zählen hierzu auch Selbstständige und mithelfende Familienangehö- rige.
2) Zu den atypisch Beschäftigten zählen Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Arbeitsstunden je Woche, befristet oder geringfügig Beschäftigte sowie Angestellte bei Zeitarbeitsfirmen.
3) Beschäftigte in Normalarbeitsverhältnissen üben eine unbefristete Tätigkeit mit über 20 Wochen- stunden aus, die direkt für den Arbeitgeber erbracht wird.

Bitte beachten:
Die Daten liefert der Mikrozensus, die jährliche repräsentative Haushaltsbefragung, bei der rund 1 Prozent der Bevölkerung befragt wird. Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen.
Autor: red

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