Mo, 17:57 Uhr
28.04.2025
AM FREITAG IN GÜNZERODE:
War es das letzte Klassentreffen?
Die Älteste ist 88 Jahre, der Jüngste erst 74. Überwiegend aber haben viele, die sich in der Gaststätte Am Hagen in Günzerode zu ihrem Klassentreffen einfanden, die 80 erreicht und überschritten...
Klassentreffen in Günzerode (Foto: R. Frank)
Es war Tradition, ein Gesetz in Stein gehauen: Alle zwei Jahre treffen sich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Dorfschule zu Günzerode immer am Freitag nach Ostern. Seit über 30 Jahren war das so. Da sich ihre Reihen im Laufe der Zeit lichteten, fand man sich später jährlich ein.
Heimatliebe, Erinnerungen an ihre Kindheit und die Schuljahre im Helmedorf waren die Magneten, die immer wieder anzogen – auch jene, die trotz gesundheitlicher Probleme und weiter Anreisen den Weg nach Günzerode fanden. Unter ihnen Grete Gelbke, ehemals Schubsky, und Brunhilde Mummer, ehemals Sartory (im Bild).
Die eine kam aus Groß-Zimmern, die andere aus Berlin. Feuer und Flamme war Fritz Kaiser, der heute in Bad Nenndorf wohnt. Man sollte ihm schon mal ein Zimmer in Nordhausen reservieren. Plötzlich aber kam, unerwartet, was dazwischen. Der 85-Jährige musste absagen. Immer wieder gern fand sich Herbert Kunze aus Nordhorn ein. Die Gesundheit erlaubte es ihm diesmal nicht.
Hatten eine weite Anreise: Unter ihnen Grete Gelbke, ehemals Schubsky und Brunhilde Mummer, ehemals Sartory (im Bild). Die eine kam aus Groß-Zimmern, die andere aus Berlin. (Foto: Rosalinde Frank)
Neben musikalischen Einlagen Ehemaliger, bereicherte der Vorsitzende des Geschichts- und Altertumsvereins der Stadt und des Kreises Nordhausen, Hans-Jürgen Grönke, der einst auch hier Schulbänke drückte, die Veranstaltung. In Lichtbildern informierte er über geschichtsträchtige Stätten und Denkmale.
Erika Hoyer und ein Mitschüler verabschiedeten sich als die Klassentreffen-Organisatoren. Findet sich kein Nachfolger, war es 2025 das letzte Mal. Klaus Röthling, der junge Spund, könnte es in die Hand nehmen. Ginge es nach Wilhelm Roth aus Heiligenstadt, sollte man die Tradition bis zum letzten Häuflein der sieben Aufrechten fortführen.
1969 schloss die Dorfschule ihre Pforten. Hildegard Feist war die letzte Lehrerin der damals nur noch Zubringerschule für die Klassen 1 bis 3.
Kurt Frank
Autor: psg
Klassentreffen in Günzerode (Foto: R. Frank)
Es war Tradition, ein Gesetz in Stein gehauen: Alle zwei Jahre treffen sich die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Dorfschule zu Günzerode immer am Freitag nach Ostern. Seit über 30 Jahren war das so. Da sich ihre Reihen im Laufe der Zeit lichteten, fand man sich später jährlich ein.
Heimatliebe, Erinnerungen an ihre Kindheit und die Schuljahre im Helmedorf waren die Magneten, die immer wieder anzogen – auch jene, die trotz gesundheitlicher Probleme und weiter Anreisen den Weg nach Günzerode fanden. Unter ihnen Grete Gelbke, ehemals Schubsky, und Brunhilde Mummer, ehemals Sartory (im Bild).
Die eine kam aus Groß-Zimmern, die andere aus Berlin. Feuer und Flamme war Fritz Kaiser, der heute in Bad Nenndorf wohnt. Man sollte ihm schon mal ein Zimmer in Nordhausen reservieren. Plötzlich aber kam, unerwartet, was dazwischen. Der 85-Jährige musste absagen. Immer wieder gern fand sich Herbert Kunze aus Nordhorn ein. Die Gesundheit erlaubte es ihm diesmal nicht.
Hatten eine weite Anreise: Unter ihnen Grete Gelbke, ehemals Schubsky und Brunhilde Mummer, ehemals Sartory (im Bild). Die eine kam aus Groß-Zimmern, die andere aus Berlin. (Foto: Rosalinde Frank)
Neben musikalischen Einlagen Ehemaliger, bereicherte der Vorsitzende des Geschichts- und Altertumsvereins der Stadt und des Kreises Nordhausen, Hans-Jürgen Grönke, der einst auch hier Schulbänke drückte, die Veranstaltung. In Lichtbildern informierte er über geschichtsträchtige Stätten und Denkmale.
Erika Hoyer und ein Mitschüler verabschiedeten sich als die Klassentreffen-Organisatoren. Findet sich kein Nachfolger, war es 2025 das letzte Mal. Klaus Röthling, der junge Spund, könnte es in die Hand nehmen. Ginge es nach Wilhelm Roth aus Heiligenstadt, sollte man die Tradition bis zum letzten Häuflein der sieben Aufrechten fortführen.
1969 schloss die Dorfschule ihre Pforten. Hildegard Feist war die letzte Lehrerin der damals nur noch Zubringerschule für die Klassen 1 bis 3.
Kurt Frank


