Das meinen die Nordhäuser Grünen
Windräder im Wald
Bezüglich der aktuellen Diskussion rund um das Thema Windpark Südharz äußert sich der Nordhäuser Kreisverband der Grünen. Windräder im Wald sind am Birkenkopf demnach kein Problem...
Schaut man sich die Region rund um den Birkenkopf genau an, ist festzustellen, dass dort Flächen existieren, auf denen problemlos Windkraftanlagen aufgestellt werden können. Als Folge der klimabedingten Erderwärmung sind auch im Nord-Osten des Landkreises Nordhausen in den vergangenen Jahren aufgrund der extremen Trockenheit ganze Wälder verdurstet und gestorben., so Rüdiger Neitzke – Mitglied des Nordhäuser Kreistages. Das tote Holz wurde auf ausgebauten Forstwegen abtransportiert. Jetzt sind große Flächen kahl.
Jedes neue Windrad bringt der Kommune, bzw. dem Landkreis jährlich bares Geld. Bis zu 30.000 Euro pro Jahr pro Windrad könnten so in die knappen Kassen der Kommunen gespült werden., so Pascal Leibbrandt, Mitglied des Stadtrates Nordhausen. Was spricht also dagegen, im Landkreis Nordhausen in einer kaum besiedelten Gegend Rotierende Gelddruckmaschinen aufzustellen? Geld, welches beispielsweise die Gemeinde Harztor so dringend für die Sanierung der Regelschule oder für die Sanierung der Eisenbahnbrücke der Harzer Schmalspurbahn zwischen Ilfeld und Netzkater gebrauchen kann? Geld, welches auf Jahre verlässlich fest im Haushalt eingeplant werden kann?
Ach ja, die Vögel; auch hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen! Die meisten Vögel sind Opfer von Katzen oder sterben bei einer Kollision mit Glasscheiben. Dies betrifft auch Zusammenstöße mit Fahrzeugen. Der prozentuale Anteil toter Vögel als direkte Folge von Windrädern ist verschwindend gering.
Die Nordhäuser Grünen begrüßen dieses Investitionsvorhaben.
Autor: red
Kommentare
ArreeTim
05.04.2025, 10:50 Uhr
So so, die Grünen, seien einheitlich dafür, das ist eher eine Version denn wahr, denn
es gibt bei den Grünen lokal oder in dieser bunten Republik strak heterogene Positionen. Das ist auch in Nordhausen der Fall. Außerdem verteidigen die Grünen ein eigenes Gesetz, nehmen eine Kontraposition zu anderen Meinungen (konservative) ein.
Es ist nur zu hoffen, dass es weise und abgewogen zugeht. Das Harztor wenn, diesen Weg als ultima ratio, nur nach den gesetzlichen Obliegenheiten oder in Abstimmung der Bürger und bei tatsächlichem Nutzen geht. Ist denn das tatsächlich so wie behauptet, dass dies rotierende Gelddruckmaschinen sind, wirklich? Und, wenn so, gibt es nicht andere, bessere Positionen dafür, also für diese 200m Windkraftmonstermaschinen?
Unternehmer
05.04.2025, 11:27 Uhr
Geld heiligt Zweck und Mittel?
Bei dieser Logik werden sich die Grünen jetzt auch für ein weiteren Gipsabbau in der Region aussprechen.
In den Steinbrüchen stehen auch keine Bäume mehr und Harztor bekommt Geld in die Gemeindekasse.
Also, lasst uns die Steinbrüche in Harzungen und Niedersachswerfen ausweiten und die Gelddruckmaschine läuft.
Geld heiligt die Mittel bei den selbst erklärten Naturschützern.
PS. Da wo Wald war, sollte sich auch wieder Wald entwickeln.
Das Argument mit den "paar" Vögeln ist zu vergleichen mit Aussage: Wir haben jetzt auch schon 1-2 Grad Klimaerwärmung, dann ist es auch nicht schlimm wenn noch 1 Grad hinzukommt.
Ihr macht eurer Schulbildung alle Ehre!
Wood
05.04.2025, 11:33 Uhr
Umweltschutz und die Grünen
Energieanlagen sollten doch in den Gebieten errichtet werden, wo es Verbraucher gibt und nicht irgendwo im Gebirge wo erst noch ein leistungsfähiges Stromnetz gebaut werden muss. Das kann ja nicht wirtschaftlich sein. Privatinvestoren scheiden für ein solches Vorhaben garantiert aus.
Die Damen und Herren von den Grünen sollten sich aus der Energiepolitik heraushalten.
Um da mitzureden, ist Fachkompetenz erforderlich ,welche ich besonders dieser Partei und den beiden Herren aus dem Artikel abspreche. Diese Leute, die in Deutschland zig Bauprojekte verhindern und verhindert haben, weil dort irgendwo Vögel nisten würden oder ein Hamster rumläuft (angeblich), finden es jetzt gut, wenn man die Natur mit Windmühlen zupflastert. Es ist nicht mehr auszuhalten.
Marino50
05.04.2025, 12:44 Uhr
Windräder im Wald
Man könnte, wenn man den Beitrag liest, fast annehmen, dass die Wälder nicht wegen Borkenkäfer und Klimaerwärmung gerodet worden sind. Man könnte fast denken, dass es einzig und allein aus Profitgier wegen Bauplätzen von Windrädern und Holzverkauf geschehen ist.
Wie gesagt, man könnte es fast annehmen....
Für mich geht das gar nicht, dass im Wald Windräder gebaut werden. Damit verbunden sind auch Stromleitungen und Masten. Oder wird der gewonne Strom in Säcke umgefallen? Geld hin oder her.
Leser X
05.04.2025, 12:54 Uhr
Was für Prioritäten
Kein Handy-Empfang in einigen nordöstlichen Teilen des Landkreises. Aber Monstermühlen dort hinsetzen wollen...
Kobold2
05.04.2025, 13:35 Uhr
Bei der Fachkompetenz
Haben Sie auch Nachholebedarf.
Windrädern stellt man am sinnvollsten da auf, wo der Wind möglichst ungehindert und störungsfrei die Windräder anströmen kann. Sonst käme man auch nicht auf die Idee von Offshoreanlagen im Meer.
Ex-post
05.04.2025, 17:58 Uhr
Windkraft nicht im Wald
Die nnz Reporter sollten mal bitte der Frage nachgehen wie viel Geld die regenerative Energieindustrie der Fachhochschule Nordhausen gibt wo Pascal Leibrand arbeitet.
Dann erklärt sich der Artikel hier vielleicht.
Hier muss die SPD jetzt endlich eingreifen und das beenden. Notfalls muss der Landrat ein Machtwort sagen. Wald muss Wald bleiben.
Die Grünen wurden im Stadtrat und im Landkreisrat abgewählt. Sie sind da kaum noch vertreten. Im Landtag sind sie gar nicht mehr.
Das hat doch Gründe. Und die dürfen nicht ignoriert werden wenn man solche Artikel liest.
Frau Besucher
06.04.2025, 10:21 Uhr
Unfassbar,
was hier passiert.
Wie können sich selbsternannte Naturschützer und politische Vertreter ernsthaft für Windkraftanlagen mitten im Naturpark Südharz und einem ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet aussprechen? Es ist ein Schlag ins Gesicht für all jene, die diesen einzigartigen Naturraum erhalten wollen – für Menschen, Tiere und künftige Generationen.
Windkraft gehört nicht in den Wald. Punkt.
Wer das nicht erkennt, stellt sich nicht auf die Seite der Natur, sondern verkauft sie. Vielleicht sollte sich einer der beiden Grünen lieber mal um seinen Vorgarten kümmern, anstatt unseren Wald für vermeintliche Klimapolitik zu opfern. Wir reden hier nicht über Industriebrachen, sondern über Rückzugsorte für Luchs, Wildkatze, Schwarzstorch und viele mehr.
Und ja – wir brauchen die Energiewende. Aber nicht um jeden Preis. Nicht auf Kosten von Landschaftsschutz und Artenvielfalt. Wenn ausgerechnet Schutzgebiete für Industrieprojekte geopfert werden sollen, läuft in der politischen Argumentation gewaltig etwas schief.
Der Naturpark Südharz ist kein Standort für Windindustrie – sondern unser ökologisches Erbe. Hände weg vom Wald!
Pascal.Leibbrandt
07.04.2025, 10:31 Uhr
Komplexe Situation. Einfache Antwort?
Die Situation ist sehr komplex. Da sind einfache Antworten keine Lösung. Die Fläche wird in naher Zukunft kein Wald mehr sein sondern es müssen erst Pflanzen und Bäume gefunden werden und wachsen die gut mit den Anforderungen an Temperatur und Trockenheit zurecht kommen. Das dauert nach wissenenshaftlichen Studien 10 bis 20 Jahre. In dieser Zeit könnten Windräder für Einnahmen auf der Fläche sorgen um den Waldumbau zu finanzieren. Andere Flächen im Land werden leider genauso umkämpft. Beispielsweise in Konkurrenz mit der Produktion von Lebensmittel und Energiepflanzen.
Die Gegner von Wind im Wald können auch beruhigt sein. Keine Anlage wird genehmigt wenn es berechtigte Einwände wegen Tierschutz oder Naturschutz gibt. Da gibt es sehr strenge Anforderungen und Verfahren.
Würde mich freuen wenn die erwähnte AfD sonst so naturfreundlich wäre wenn es beispielsweise um Atomkraft oder Kohlekraftwerke geht. Aber diese Kraftwerke stehen nicht in Sichtnähe, sondern die Probleme haben dann andere.
Landru
07.04.2025, 13:14 Uhr
Man kann sehr einfache Sachen sehr kompliziert machen....
wenn man denn will.
WAS geht alles einher mit dem Bau EINES Windrades?
Rodung/Abholzung
Fundament in Fussballfeldgrösse.
Verdichtung und Verödung des Bodens
Lärmschalemmision durch die Propeller
Das Material der Propeller ist hochgiftig und NICHT receiclebar (die Dinger werden nach dem Abbau einfach vergraben).
Materialabrieb durch die Propeller mit noch unabsehbaren Folgen
Vogelschreddern
Was spricht für die Dinger?
Gut gefüllte Portmanaies der Betreiber, zumindest während der Förderungszeit.
Gelle, liebe Grüne, Linke, lieber BUND, lieber NABU??????????
diskobolos
07.04.2025, 13:35 Uhr
Es geht um Kompromisse
Menschliche Tätigkeit wirkt sich meist irgendwie gegen Umwelt, Natur und Klima aus. Für die Natur wäre es am besten, wenn es keine Menschen gäbe oder wenigstens nicht so viele.
Dummerweise brauchen wir alle Energie . . .
Und da ist u. a. wichtig, nicht zu abhängig von anderen Staaten zu sein. Wir erleben doch gerade an Trump, wie schlecht das sein kann.
Man wird Kompromisse machen müssen. Absolute Antworten sind da m. E. immer falsch. Es sind einfach viele Aspekte zu bedenken, um das kleinste Übel zu finden . . .
Kobold2
07.04.2025, 16:10 Uhr
Ja ganz einfach, Landru
erst mal informieren und das möglichst umfassend.
Die Recyclinggschichte ist schon lange widerlegt. Die Vogelgeschichte als aufgebauscht entlarvt. Es gibt noch ne Menge andere Bauteile aus diesen Materialien, im Automobilbau, Flugzeugbau, Bootsbau, Behälterbau, eine Menge Sportgeräte usw. Die werden auch nicht vergraben. Aber nur bei Windrädern ist das ganz schlimm.
Kraftwerke schweben ja auch schon ewig auf aufgelockert Feldern und Müll fällt auch nicht, Flüsse werden auch nicht durch das nötige Kühlwasser erwärmt, es ist ja Kühlwasser. Damit gibt es natürlich auch kein Eingriff in das Ökosystem der Flüsse. Müll gibt es auch nicht, jedenfalls nicht, wenn man den irgenwo hinstellt, wo man ihn nicht sieht. Der Anblick seines Kraftwerkes stört ja auch nicht, wenn man es nicht sieht. Ja, und wenn so ein Tagebau entsteht, werden auch keine Wälder abgeholzt Menschen umgesiedelt, Tieren die Grundlage genommen, usw.
Landru
08.04.2025, 08:18 Uhr
Gut, Herr Kobold
Selbstverständlich ist alles, was ich angeführt habe nicht richtig.
Wie wäre es, wenn wir das mal öffentlich ausdiskutieren?
Oder argumentieren Sie ausschliesslich hinter ihrer Tastatur?
DAS wäre doch sehr schade!
Daten, Zahlen, Fakten, wir tauschen die mal in einem persönlichem Gespräch aus.
Treffen wir uns mal, oder sind Sie nur ein Tastaturheld?
Überzeugen Sie mich! Persönlich!
Liebe NNZ, dass soll kein Chat sein, sondern nur die Reaktion auf eine persönliche Ansprache, ok?
Kobold2
08.04.2025, 19:24 Uhr
Auch wieder falsch
nicht alles, was sie schrieben ist falsch. Vor allem ist es sehr sehr einseitig und im Falle der angeführten Vogel und Recyclinggeschichte eher nachgeplapperter Populismus. faserverstärkte Kunststoffteile gibt es m.w. rund seit Mitte letzten Jahrhunderts.
Es fällt halt auf, das diejenigen, die konventionelle und teils überholte Energiegewinnung favorisieren, beim Thema Wind und Solarenergie plötzlich die überzeugenden Klima und Umweltschützer sind. Dabei bemerken sie nicht einmal ihre eigenen Widersprüche. Das Kompromisse eingegangen werden müssen, wurde hier schon mehrfach erwähnt, kommt aber in ihrer Betrachtung nicht vor. Wenn die Lösung so einfach wäre, hatten andere das schon umgesetzt
Das angebotene Treffen muss ich leider ablehnen. Dem gingen zu viele pauschle undpersönliche Angriffe ihrerseits voraus. Meine knappe Freizeit ist mir dafür zu kostbar und ich möcht vor allem vermeiden, dass sie das noch weiteren Stoff bekommen, um mich hier zu diffamieren.
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