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Mi, 18:12 Uhr
02.04.2025
Landräte diskutieren mit Ministerin Beate Meißner

Einig über Bedarf an Haftplätzen für Abschiebungen

Gestern besuchten die beiden Landräte Marko Wolfram (Saalfeld-Rudolstadt) und Matthias Jendricke (Nordhausen) die neue Ministerin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz, Beate Meißner, um aktuelle Herausforderungen zu Migration und Abschiebungen zu diskutieren...

Die SPD-Landräte Wolfram (l.) und Jendricke zu Besuchn bei der Migrations-Ministerin Beate Meißner (CDU)  (Foto: Landratsamt Nordhausen ) Die SPD-Landräte Wolfram (l.) und Jendricke zu Besuchn bei der Migrations-Ministerin Beate Meißner (CDU) (Foto: Landratsamt Nordhausen )


Wolfram wurde begleitet vom Leiter der Ausländerbehörde in Saalfeld, Max Niedner. Konsens herrschte unter den Beteiligten, dass in Thüringen eigene Haftplätze für Abschiebungen dringend notwendig seien.

„Wir brauchen einen Richtungswechsel beim Thema Asyl und Abschiebung. Ich werde meinen Bereich so strukturieren, dass Sicherheit und Ordnung für die Bürger im Vordergrund stehen“, sagte die neue Ministerin. Eine Task-Force unter der Leitung von Staatssekretär Christian Klein erarbeite ein neues Konzept dafür. Die Kommunen sollen bei der Verteilung von Flüchtlingen entlastet werden. Eine zentrale Ausländerbehörde in Weimar soll künftig die Ersatzbeschaffung von Pässen, Rückführungen aber auch die Anerkennung von Berufsabschlüssen erledigen. Zudem sei ein Referat für die Digitalisierung in Migrationsfragen vorgesehen. Zentrales Projekt sei die Schaffung von Thüringer Haftplätzen für Abschiebungen, sagte die Ministerin. Kapazitäten in Arnstadt seien vorhanden und die ersten Plätze schnell einzurichten.

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Rückendeckung erhält die Ministerin für dieses Vorhaben von den beiden Landräten. Der Bedarf für eigene Plätze in Thüringen sei dringend notwendig, so Marko Wolfram. Sein Nordhäuser Kollege Matthias Jendricke schilderte einen Praxisfall zur Abschiebung eines straffälligen Geflüchteten, bei dem seine Ausländerbehörde täglich in Ingelheim (Rheinland-Pfalz) angerufen habe, wo sich ein Abschiebehaftplatz für Thüringen befindet. Erst mit der Meldung, dass der Platz frei ist, habe ein Haftantrag beim Amtsgericht gestellt und das weitere Prozedere gestartet werden können.

Allein in Nordhausen gebe es mindestens sieben ausreisepflichtige Intensivtäter, sagte Jendricke. Ähnlich sieht es im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt aus, bestätigte Niedner als Leiter der Ausländerbehörde. Für einen Intensivtäter aus Afghanistan gebe es ein Abschiebeverbot durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlingen, das von dem Betroffenen offenbar als Freifahrtschein für Straftaten verstanden wird. „Die Stimmung in der Bevölkerung ist geprägt durch solche Fälle, die nicht funktionieren. Wir reden über 10 bis 20 solcher Fälle bei mehr als 6000 Ausländern im Landkreis. Deshalb müssen wir bei diesen Personen, die ein inakzeptables Verhalten an den Tag legen, entschlossen handeln“, sagte Landrat Wolfram. Dies sei um so wichtiger, da Thüringen insgesamt auf Zuwanderung angewiesen sei, sind sich die Landräte einig.

Im Gespräch mit der Ministerin wurden weiterhin Vorschläge diskutiert, die Zusammenarbeit zwischen Land und Landkreisen zu verbessern und die Personalsituation in den Ausländerbehörden attraktiver zu gestalten. Jendricke schlug vor, die Leiter der Ausländerbehörden zu Landesbediensteten mit Sitz in den Landratsämtern zu machen, so wie es bei der Kommunalaufsicht seit langem erfolgreich praktiziert werde.
Autor: red

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Kommentare
ossi1968
02.04.2025, 21:29 Uhr
Suppe
Sie doktern bzw. schwimmen tagelang wie halbersoffene Fliegen in ihrer eigenen Suppe rum. Verhungern können sie nicht ist ja Suppe da. Ersaufen geht auch nicht da zu dickflüssig. Leute hier hilft nur ein kompletter Politikwechsel weg von der linken CDU und der mittlerweile ultralinken SPD!
Schnapshäuser
03.04.2025, 07:56 Uhr
Nun tut sich endlich was !
Endlich knallharte Politik und viel Gerede in der klare Kante gezeigt wird von einer Expertenbrigade.
Endlich wird unser Steuergeld sinnvoll für unsere Neubürger ausgeschüttet.
Ich fress nen ......... wenn das nüscht wird.
Rob2000
03.04.2025, 10:26 Uhr
Ach schnapshäuser
Guten Appetit! Die erzählen doch heiße Luft um den leichtgläubigen Bürger zu besänftigen.
Wer soll denn solchen Leuten noch glauben die jahre lang nur rein gewunken haben!
Novize
03.04.2025, 21:38 Uhr
Ist das der scheinheilige NDH-Landrat,
der Flüchtlingsunterbringung als Geschäftsmodell für die Servicegesellschaft etabliert hat?

Man ist sich nun mit der zuständigen Ministerin einig über Abschiebeplätze, realisiert sie jedoch nicht, weil man im Landtag auf die Stimmen der Linken angewiesen ist. Aber wichtig ist, Matthias hat sein Foto für Zuhause.
emmerssen
04.04.2025, 08:54 Uhr
Weiß doch jeder
Das es Herrn Jendricke immer nur uns eigene Ego bzw die eigene Karriere geht. Das wie dabei ist doch völlig egal. Genug Unfrieden hat er dabei in NDH ja schon gestiftet. Bei so viel Kompetenz würde es mich auch gar nicht mehr wundern, wenn er irgendwann mal so wie damals Frau Keller, jetzt Frau Pommer, nach Erfurt in den Landtag berufen wird.
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