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Mo, 09:48 Uhr
06.11.2006

Viele Zahlen, viele Schulden

Nordhausen (nnz). Derzeit beschäftigten sich die Mitglieder des Nordhäuser Stadtrates mit dem Haushaltsentwurf 2007 der Stadtverwaltung. Neben vielen Zahlen, die auf exakt 303 Seiten niedergeschrieben wurden, gibt es auch interessante Trends in dem Werk zu erheischen.


Das sind zum einen die Ausgaben für das Personal. Die steigen nach einem Rückgang von 2005 zu 2006 wieder deutlich an. Waren in diesem Jahr für diese Kostenart noch rund 14,4 Millionen Euro veranschlagt worden, so soll es im kommenden Jahr eine halbe Million Euro mehr sein. Um rund eine halbe Million Euro werden sich hingegen die Zuweisungen vom Land Thüringen, hier die Schlüsselzuweisungen, verringern. Das ist durch den Rückgang der Nordhäuser Bevölkerung hervorgerufen worden.

Doch im Haushalt tauchen bei näherer Betrachtung auch Zahlen auf, die so logisch dem Außenstehenden nicht erscheinen. So planen die Verwalter unter anderem mit Einnahmen aus dem Kreisumlagestreit mit dem Landkreis in Höhe von sieben Millionen Euro. Das Geld ist jedoch nicht da, vielmehr ist der Landkreis gegen die acht Urteile in Berufung gegangen. Noch sei die Berufung ja nicht zugelassen worden, so der Konter aus dem Rathaus. Die sieben Millionen Euro würden sich zudem nicht direkt auf den Haushalt auswirken. Vielmehr soll mit deren Hilfe der Soll-Fehl-Betrag weiter abgebaut werden. Insgesamt könnten, wenn die Rechnung aufgeht, zehn Millionen Euro abgebaut werden. Zahlt der Landkreis nicht, dann bleibt es bei den drei Millionen zum Abbau.

Mit dem kommenden Haushalt sollen auch die Nordhäuser Schulden weiter abgebaut werden. Die lesen sich - seit den vergangenen dreizehn Jahren - wie eine finanziellen Achterbahnfahrt. 1993 verbuchte die Stadtverwaltung noch einen Schuldenstand von knapp 19,4 Millionen Euro bei 45.800 Einwohnern, so war der Höchststand im Jahr 2002 erreicht. Da drückten fast 40 Millionen Euro das städtische Schuldenkonto, bei nahezu gleicher Einwohnerzahl. Im kommenden Jahr sollen es 13 Millionen Euro weniger an Schulden abgebaut sein, die Stadt wird dann aber auch nur noch 43.600 Einwohner haben. Der Schuldenstand der Stadtverwaltung setzt sich nach nnz-Informationen für das kommende Jahr aus 44 laufenden Kreditverträgen zusammen. Der Zinssatz für 32 kommunale Kredite beträgt 4,66 Prozent, die anderen Kredite sind zinslose Darlehen.

Besonders erfreulich für die Verwalter ist die Tatsache, dass für das kommende Jahr mit einer deutlichen Zunahme der Einnahmen aus der Gewerbesteuer gerechnet werden kann. Gegenüber diesem Jahr wird ein Anstieg um 1,4 Millionen auf 8,4 Millionen Euro prognostiziert. Ebenso sollen die Erlöse aus der Umsatzsteuer steigen. Gleich geblieben sind annähernd die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer. Die Nordhäuser werden sich also im Jahr 2007 so sehr vergnügen, dass immerhin noch 116.000 Euro ins Stadtsäckel fließen können.
Autor: nnz

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