Sa, 11:25 Uhr
15.03.2025
Thüringen:
Waldbewirtschaftung durch Rückepferde rückläufig
Wie aus Anfragen der Abgeordneten Nadine Hoffmann (AfD) hervorgeht, ist die Beräumung von Holz durch den Einsatz von Rückepferden sowohl im Staatswald als auch im Privat- oder Körperschaftswald trotz zunehmender Schadholzmengen rückläufig...
Wurden 2020 etwa 10.700 Festmeter in elf Forstämtern des Freistaates geräumt, waren es 2024 etwa 7000 Festmeter in sechs Forstämtern. Die Gespanne kamen dabei aus Thüringen, Bayern, Hessen und Sachsen. Ab dem Jahr 2021 wurde diese Art der Beräumung durch Pferderückung auch durch Förderungen für private und kommunale Forstbetriebe ermöglicht. Hier wird die Anzahl der Anträge als Vergleich herangezogen. Im Jahr 2021 wurden diesbezüglich drei Anträge gestellt, 2024 war es nur ein Antrag.
Wie die Landesregierung ausführt, ist die Nachfrage nach dem Einsatz von Pferden in der Waldbewirtschaftung aktuell hoch, wenngleich ihr keine exakten Kenntnisse darüber vorliegen, wie viele einsatzfähige Zugpferde es für die Holzrückung in Thüringen gibt. Es sei davon auszugehen, dass die Anzahl an entsprechenden regionalen Unternehmern im niedrigen zweistelligen Bereich liegt, so das Ministerium. Zu den Fördermöglichkeiten befragt, verweist die Landesregierung auf die in Vorbereitung befindliche Neufassung der Thüringer Richtlinie forstwirtschaftlicher Maßnahmen, in der die Möglichkeiten für bodenschonende Holzernteverfahren durch Pferderückung fortgeführt werden sollen. Die Abstimmungen seien aber noch nicht abgeschlossen.
Nadine Hoffmann: "Die Landesregierung sollte auf den hohen Bedarf an Rückepferden reagieren und die Richtlinie so ausgestalten, dass die Anträge bürokratiearm beantragt und zeitnah bewilligt werden können. Dabei wäre auch der Frage nachzugehen, warum die bodenschonende Beräumung trotz steigender Schadholzmengen rückläufig ist. Zudem könnte die Zusammenarbeit mit der Landesforstanstalt im Rahmen der Ausbildung von Pferderückern und Zugpferden auf Staatsforstflächen ausgebaut werden."
Autor: redWurden 2020 etwa 10.700 Festmeter in elf Forstämtern des Freistaates geräumt, waren es 2024 etwa 7000 Festmeter in sechs Forstämtern. Die Gespanne kamen dabei aus Thüringen, Bayern, Hessen und Sachsen. Ab dem Jahr 2021 wurde diese Art der Beräumung durch Pferderückung auch durch Förderungen für private und kommunale Forstbetriebe ermöglicht. Hier wird die Anzahl der Anträge als Vergleich herangezogen. Im Jahr 2021 wurden diesbezüglich drei Anträge gestellt, 2024 war es nur ein Antrag.
Wie die Landesregierung ausführt, ist die Nachfrage nach dem Einsatz von Pferden in der Waldbewirtschaftung aktuell hoch, wenngleich ihr keine exakten Kenntnisse darüber vorliegen, wie viele einsatzfähige Zugpferde es für die Holzrückung in Thüringen gibt. Es sei davon auszugehen, dass die Anzahl an entsprechenden regionalen Unternehmern im niedrigen zweistelligen Bereich liegt, so das Ministerium. Zu den Fördermöglichkeiten befragt, verweist die Landesregierung auf die in Vorbereitung befindliche Neufassung der Thüringer Richtlinie forstwirtschaftlicher Maßnahmen, in der die Möglichkeiten für bodenschonende Holzernteverfahren durch Pferderückung fortgeführt werden sollen. Die Abstimmungen seien aber noch nicht abgeschlossen.
Nadine Hoffmann: "Die Landesregierung sollte auf den hohen Bedarf an Rückepferden reagieren und die Richtlinie so ausgestalten, dass die Anträge bürokratiearm beantragt und zeitnah bewilligt werden können. Dabei wäre auch der Frage nachzugehen, warum die bodenschonende Beräumung trotz steigender Schadholzmengen rückläufig ist. Zudem könnte die Zusammenarbeit mit der Landesforstanstalt im Rahmen der Ausbildung von Pferderückern und Zugpferden auf Staatsforstflächen ausgebaut werden."


