Mi, 08:57 Uhr
09.01.2002
nnz-architektur-auge
Nordhausen (nnz). Im heutigen Artikel des nnz-architektur-auge solle es um das Konzept eines Passivhauses gehen und wie Sie damit noch mehr Energiekosten Sparen können. Also schauen Sie rein, wenn Sie wissen wollen was ein Passivhaus eigentlich ist und was es leisten kann.
Viele werden vermutlich nicht genau wissen, was sich hinter dem Wort Passivhaus eigentlich verbirgt. Da es immer häufiger gebraucht wird und ab dem 02. Februar das Niedrigenergiehaus zum Standard wird, ist es notwendig, sich mit dem Begriff Passivhaus auseinander zu setzen. Passivhäuser sind Gebäude, in denen die gewünschte Behaglichkeit des Menschen kostengünstig mit rund 80% weniger Energieaufwand erreicht wird. Der Begriff Passivhaus definiert einen Architekturstandard, der mit verschiedenen Bauformen, -weisen und materialien zu erreichen ist. Es handelt sich hierbei um eine Weiterentwicklung des heute bekannten Niedrigenergiehauses. Für eine dauerhafte Behaglichkeit des Innenklimas im Sommer wie auch im Winter wird kein herkömmliches Heizsystem benötigt. Dies wird im wesentlichen durch die Nutzung der vorhandenen Wärme aus der Sonneneinstrahlung sowie der Wärmeabgabe von Geräten und Bewohnern erreicht. Dabei wird die Gebäudehülle, die Fenster und die aus hygienischen Gründen sinnvolle automatische Lüftung so weit optimiert, dass auf eine herkömmliche Heizung gänzlich verzichtet werden kann.
Ein Passivhaus wird ständig mit frischer Luft über eine Komfortlüftung versorgt. Mit Hilfe eines sehr effizienten Wärmetauschers wird die Wärme mit einströmender Frischluft ausgetauscht. Dabei werden die Luftströme nicht vermischt. An sehr kalten Tagen kann zusätzlich die Zuluft über einen Erdreich-Wärmetauscher vorgewärmt werden. Diese Form von Hausbau wird in den kommenden Jahren immer aktueller werden, vor allem im Zusammenhang mit der im Februar 2002 in Kraft tretenden neuen Energieeinsparverordnung (siehe hierzu auch im nnz-Archiv). Damit wird Bauen eine Reaktion auf klimatische Bedingungen sein und werden. Wir werden uns in Zukunft stärker um die Verbindung von ressourcenschonender Leistungsfähigkeit unter Nutzung klimatischer Bedingungen beschäftigen müssen. Bauen sollte das Ziel haben, ökonomisch, ökologisch und architektonische Aspekte in ein Gleichgewicht zu bringen, das der Bauherr und Nutzer als angemessen empfinden.
Bei einer sinnvollen Einsetzung dieser und weiterer Möglichkeiten bietet das Passivhaus eine hohe Qualität und ist im Kostenvergleich zum herkömmlichen Bauen eine interessante Alternative. In einer weiteren Folge des nnz-architektur-auge sollen nochmals unter dem Gesichtspunkt Passivhaus die Qualität und die Kosten für den interessierten Leser dargestellt werden.
Detlef Schmidt, Architekt
Autor: nnz
Viele werden vermutlich nicht genau wissen, was sich hinter dem Wort Passivhaus eigentlich verbirgt. Da es immer häufiger gebraucht wird und ab dem 02. Februar das Niedrigenergiehaus zum Standard wird, ist es notwendig, sich mit dem Begriff Passivhaus auseinander zu setzen. Passivhäuser sind Gebäude, in denen die gewünschte Behaglichkeit des Menschen kostengünstig mit rund 80% weniger Energieaufwand erreicht wird. Der Begriff Passivhaus definiert einen Architekturstandard, der mit verschiedenen Bauformen, -weisen und materialien zu erreichen ist. Es handelt sich hierbei um eine Weiterentwicklung des heute bekannten Niedrigenergiehauses. Für eine dauerhafte Behaglichkeit des Innenklimas im Sommer wie auch im Winter wird kein herkömmliches Heizsystem benötigt. Dies wird im wesentlichen durch die Nutzung der vorhandenen Wärme aus der Sonneneinstrahlung sowie der Wärmeabgabe von Geräten und Bewohnern erreicht. Dabei wird die Gebäudehülle, die Fenster und die aus hygienischen Gründen sinnvolle automatische Lüftung so weit optimiert, dass auf eine herkömmliche Heizung gänzlich verzichtet werden kann.
Ein Passivhaus wird ständig mit frischer Luft über eine Komfortlüftung versorgt. Mit Hilfe eines sehr effizienten Wärmetauschers wird die Wärme mit einströmender Frischluft ausgetauscht. Dabei werden die Luftströme nicht vermischt. An sehr kalten Tagen kann zusätzlich die Zuluft über einen Erdreich-Wärmetauscher vorgewärmt werden. Diese Form von Hausbau wird in den kommenden Jahren immer aktueller werden, vor allem im Zusammenhang mit der im Februar 2002 in Kraft tretenden neuen Energieeinsparverordnung (siehe hierzu auch im nnz-Archiv). Damit wird Bauen eine Reaktion auf klimatische Bedingungen sein und werden. Wir werden uns in Zukunft stärker um die Verbindung von ressourcenschonender Leistungsfähigkeit unter Nutzung klimatischer Bedingungen beschäftigen müssen. Bauen sollte das Ziel haben, ökonomisch, ökologisch und architektonische Aspekte in ein Gleichgewicht zu bringen, das der Bauherr und Nutzer als angemessen empfinden.Bei einer sinnvollen Einsetzung dieser und weiterer Möglichkeiten bietet das Passivhaus eine hohe Qualität und ist im Kostenvergleich zum herkömmlichen Bauen eine interessante Alternative. In einer weiteren Folge des nnz-architektur-auge sollen nochmals unter dem Gesichtspunkt Passivhaus die Qualität und die Kosten für den interessierten Leser dargestellt werden.
Detlef Schmidt, Architekt


