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Sa, 11:09 Uhr
08.03.2025
Senioren aufgepasst:

So kann in Familie gespart werden

Seniorinnen und Senioren haben ein höheres Unfallrisiko und zahlen daher deutlich mehr für ihre Kfz-Versicherung als jüngere Fahrerinnen und Fahrer. Ein beliebter Trick, um den Alterszuschlag zu umgehen, ist das Auto als Zweitwagen über das Kind mitversichern zu lassen. Das kann die Versicherungskosten bestenfalls um bis zu 54 Prozent senken. Doch Vorsicht...


Wer nicht alles richtig macht, zahlt am Ende nicht weniger, sondern sogar um bis zu 113 Prozent mehr. Das zeigt eine Analyse von Verivox.

Teurer Aufschlag bei erstmaliger Versicherung eines Zweitwagens
Der Grund: Versichern Autofahrerinnen oder Autofahrer erstmalig einen Zweitwagen, steigen sie in der Schadensfreiheitsklasse ½ ein. Wollen Senioren also ihr Fahrzeug auf einen jüngeren Angehörigen versichern, um dem Altersaufschlag zu entgehen, sollten sie auch auf die Schadenfreiheitsklasse achten, in die das Auto eingestuft wird.

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„Die Schadenfreiheitsklasse gehört zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf den Kfz-Versicherungsbeitrag“, sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. „War in der Vergangenheit ein Zweitwagen auf den Angehörigen versichert, können diese Schadenfreiheitsklassen auch wieder reaktiviert werden.“

Für einen 85-jährigen Senior, bzw. eine 85-jährige Seniorin, wird die Kfz-Versicherung um 18 Prozent (148 Euro) teurer, wenn er seinen VW Golf über ein 30 Jahre jüngeres Kind in der Schadenfreiheitsklasse ½ versichert. Für jüngere Senioren wären die Mehrkosten sogar noch höher. Sie zahlen einen geringeren Alterszuschlag, wenn sie ihr Auto selbst versichern. Ein 75-Jährigerr zahlt 63 Prozent (359 Euro) mehr, wenn er sein Fahrzeug über ein 30 Jahre jüngeres Kind versichert, ein 65-jähriger Golf-Fahrer zahlt sogar mehr als doppelt so viel (113 Prozent bzw. 444 Euro Aufschlag).

45 Prozent Ersparnis nach Übertragung von Schadenfreiheitsklassen
Günstiger wird’s, wenn der Senior seine Schadenfreiheitsklassen weitergibt. Sie können auf direkte Angehörige wie Kinder, Enkel und Ehepartner übertragen werden. Wie viele Klassen weitergegeben werden können, bemisst sich an den Jahren, die ein Versicherungsnehmer im Besitz eines Führerscheins ist. Das 30 Jahre jüngere Kind des 85-jährigen Golf-Fahrers kann deshalb mit SF-Klasse 35 die Einstufung des Elternteils vollumfänglich übernehmen. Versichert der Senior dann sein Fahrzeug über das Kind, ist die Prämie um 45 Prozent günstiger als bei einer Versicherung auf eigenen Namen.

Auch der 75-Jährige kann mit der Weitergabe der Schadenfreiheitsklassen an sein Kind seinen Beitrag senken. Für ihn wird es um 13 Prozent günstiger, sein Kind wird in die Klasse 27 eingestuft. Der 65-jährige Golf-Fahrer zahlt hingegen auch nach Weitergabe seiner Schadenfreiheitsklassen drauf.

Versicherung als Mitfahrer spart bis zu 54 Prozent
„Die Abgabe der Schadenfreiheitsklassen ist endgültig“, erläutert Wolfgang Schütz. „Autofahrer haben keine Möglichkeit, sich diese Klassen wieder zurückzuholen. Diese Entscheidung sollte deshalb gründlich abgewogen werden.“

Eine Möglichkeit, den Kfz-Versicherungsbeitrag noch weiter zu senken, ist die Zulassung des Fahrzeugs auf einen jüngeren Familienangehören. Als mitversicherter Fahrzeugnutzer fällt das Risiko des 85-Jährigen kaum ins Gewicht. Die Prämie ist nur 34 Euro teurer, als bei einer alleinigen Versicherung des 55-jährigen Kinds und senkt den Beitrag für den Senior um 54 Prozent. Aber: Der 65-Jährige spart auch in diesem Fall nicht.

Methodik
In den Modellrechnungen sind die Rahmenbedingungen abgesehen vom Alter und der Schadenfreiheitsklasse identisch: Die Versicherten aus Hamburg fahren einen VW Golf VIII 1.0 TSI mit einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern.
Autor: psg

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Kommentare
grobschmied56
09.03.2025, 02:18 Uhr
Seit Jahrzehnten fahre ich ...
... unfallfrei. Steigende Gebühren für ältere Fahrzeugführer sind reine Abzocke und Altersdiskriminierung.

Ebenso könnte man die Versicherungsgebühren für junge arabisch-stämmige Verkehrsteilnehmer anheben (verantwortlich für zahlreiche Unfälle bei innerstädtischen 'Rennen' zum Beweis einer primitiven Männlichkeitsprüfung).

Tut man natürlich nicht, weil das ja irgendwie 'rassistisch' wäre...
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