eic kyf msh nnz uhz tv nt
Fr, 10:01 Uhr
07.03.2025
VdK: Frauen stärker von der Sorgearbeit zu entlasten

Frauen zahlen einen hohen Preis

Nach Auffassung des Sozialverbandes VdK wird die Leistung von Frauen viel zu wenig gesehen und gewürdigt. Dabei sind sie es vorrangig, die wichtige gesellschaftliche Aufgaben wahrnehmen und somit maßgeblich zur Produktivität beitragen...

92 Prozent des pädagogischen Personals in Kindertagesstätten sind weiblich, 75,5 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen
sind Frauen.

Aber auch im Privaten tragen Frauen die Hauptlast der sogenannten Sorgearbeit: Zwei Drittel aller Pflegebedürftigen in häuslicher Betreuung werden von ihren Müttern, Töchtern oder Schwestern versorgt. An jedem Tag sind Frauen rund 79 Minuten mehr mit Haushalt, Einkaufen und Kindererziehung beschäftigt als ihre männlichen Partner. Diese ungleiche Verteilung hat strukturelle Ursachen und Folgen. Eine Ursache zum Beispiel ist die geschlechterbedingte Lohnlücke von 16 Prozent.

Anzeige symplr (1)
So viel weniger als ihre Kollegen verdienen Frauen im Schnitt pro Arbeitsstunde. Diese Differenz führt dazu, dass es für Paare ökonomisch sinnvoller ist, wenn die Frau ihre Arbeitszeit verringert oder ganz im Job pausiert, um Zeit für Kindererziehung und Pflege zu haben. Während deutlich mehr Frauen mit Kindern in Teilzeit arbeiten (67 Prozent) als Berufstätige ohne Nachwuchs (39 Prozent), ist es bei Männern umgekehrt. Nur 9 Prozent aller Väter haben einen Teilzeitjob; bei den Kinderlosen sind es 16 Prozent.

Für ihre tagtägliche Leistung im Beruf und für die Familie zahlen die meisten Frauen einen hohen Preis. Eine Berufstätigkeit in Teilzeit verringert nicht nur das Einkommen, sondern auch die Aussichten auf eine Karriere: Gerade mal 28,7 Prozent aller Führungskräfte sind weiblich. Geringe Verdienstmöglichkeiten führen gleichzeitig zu einer geringen Rente. So sieht sich jede vierte Frau im Alter von Armut bedroht.

Zum Weltfrauentag am 8. März fordert der VdK daher, die Benachteiligung von Frauen endlich zu beenden. Der Ausbau der Kinderbetreuung und der Angebote in der Tages- oder Kurzzeitpflege könnten wesentlich dazu beitragen, Frauen bessere Einstiegs- und Aufstiegschancen im Beruf zu ermöglichen. Eine gleiche Bezahlung für gleiche Arbeitsleistung würde ihre Einkommenssituation verbessern. Auch sollten Tätigkeiten in der Pädagogik und Pflege, also in Branchen, in denen Frauen überrepräsentiert sind, entsprechend ihrer großen gesellschaftlichen Bedeutung entlohnt werden. Erst dann kann die Gleichstellung von Frauen und Männern Realität werden.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
MissSchellenberg
07.03.2025, 11:04 Uhr
Gleichberechtigung schön und gut, ABER...
Gleichberechtigung schön und gut, ABER ich habe keine Kinder in die Welt gesetzt, um sie von ANDEREN groß ziehen zu lassen. Viele Muttis aus meinem Bekanntenkreis gehen in Teilzeit arbeiten, weil sie mehr Zeit für ihre Kinder und den Haushalt haben möchten und nicht, weil es keine ausreichende Betreuung gibt.
Ich kenne sogar einige, die gern mit ihren Stunden runter gehen möchten, aber wo der Arbeitgeber nicht mitspielt, weil kein qualifiziertes Personal zu finden ist....
Lautaro
07.03.2025, 13:48 Uhr
Seit 35 Jahren verdiene ich im Kapitalismus meinen Lebensunterhalt mit Lohnarbeit
Und bei keiner einzigen Arbeitsstelle gab es für gleiche Arbeit unterschiedlichen Lohn.
Immer galt....gleiche Arbeit-gleiche Gehaltsklasse-gleicher Lohn.
Bei manchen Arbeitgebern gab es nach Jahren mal einen Treuezuschlag. Aber auch dieser betraf Frauen und Männer gleichermaßen.
Diese oft erwähnten Unterschiede scheint es wohl nur in sehr hohen Gehaltsklassen zu geben. Da muss ich zugeben in dieser Liga nicht der ganz große Ahnungsbernd zu sein.
Was mir aber aufgefallen ist, viele Kolleginnen gehen freiwillig von 8 auf 6 Stunden runter. Weil sie ü50 sind und wie 20jährige bei harter Arbeit verheizt werden. Da durch die prekäre Bezahlung der nominale Unterschied beim Nettogehalt nicht so riesig ist, sehen sie den kleinen Verlust mit einem Lächeln.
E20
07.03.2025, 15:03 Uhr
dann nennt
doch die Firmen beim Namen, wo für gleiche Arbeit 16 Prozent geschlechterbedingt weniger gezahlt wird.
Nur Fakten zählen!
Game Over
09.03.2025, 08:17 Uhr
E20
Ihrer Forderung ist ja schön und gut, ABER was denken Sie denn was darauf folgt?
Was würde mit Ihnen geschehen wenn Sie in solch einer Einrichtung Arbeiten würden?
Was glauben Sie warum dieses niemand nennt? Genau Kündigung das wird wohl der Grund sein.
Und für gleiche Arbeit gleiches Geld ja, aber das sehen wir auch Bundesweit. Es ist einfach nicht gewünscht oder gewollt.
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)