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Sa, 09:12 Uhr
01.03.2025
Krypta der Neanderklinik Ilfeld:

Gedenktafel des Prof. Dr. Schimmelpfeng

Dereinst gab es in Ilfeld ein königliches Pädagogium der Klosterschule. Beinah 30 Jahre lang leitete Prof. Dr. Gustav Schimmelpfeng die Einrichtung. Heute, in der Krypta der Neanderklinik ist eine Gedenktafel ausgestellt, deren griechischer Text uns heute vermeintlich beinah unbekannt ist…

Prof. Dr. Schimmelpfeng - Gedenktafel in der Krypta in  Ilfeld (Foto: T.Schäfer) Prof. Dr. Schimmelpfeng - Gedenktafel in der Krypta in Ilfeld (Foto: T.Schäfer)


Gustav Schimmelpfeng war u.a. zu Zeiten Kaiser Wilhelms I, König von Preußen, Lehrer und Direktor am Königlichen Pädagogikum der Klosterschule Ilfeld. Genau wurde er Ostern 1870 als Direktor in Leitung des Pädagogiums tätig. Seine Methoden, Ansätze und Schulreden, nicht zuletzt auch Gedichte „Q. Horatius Flaccus“ waren seinerzeit gut verbreitet. In Blankenburg/Harz wirkte er auch als Geheimer Regierungsrat.

Seine Ziele stellte er in seiner Antrittsrede vor: „Und so weiß ich keinen Wunsch, mit dem ich besser mein neues Amt antreten konnte als den, dass diese vier Tugenden, Fleiß, Gehorsam, Gottesfurcht und Dankbarkeit in unserer Ilfelder Klosterschule immer mehr wachsen und gedeihen mögen. Der Herr aber, der das Wollen gibt und das Vollbringen, wolle Lehrer und Schuler stärken mit seinem Segen, Er wolle seine schützende Hand legen auf unser Kloster, dass es blühe und immer reiner und lauterer werde zu Seines Namens Ruhm und Ehre!“

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Offensichtlich gelang es ihm gut, diese Ziele in die Tat umzusetzen. Denn, später haben seine Schüler ihm eine Gedenktafel gewidmet, die heute in der Krypta der Neanderklinik ausgestellt ist. Siehe die Grafik anbei. Die Inschrift verrät uns, was das Lieblingsmotto des Professor Schimmelpfeng gewesen sein könnte. Es ist ein griechisches Zitat, damals offenbar klassischer Unterrichtsstoff. Gut, dass die ehemaligen Schüler uns einen Hinweis geben, mit Abkürzungen zur Textquelle, die auf ein berühmtes Stück von Sophokles, dem König Ödipus, hinweist. Frei übersetzt sollte dieses Zitat etwa bedeuten: „Auf Dich vertrauen wir. Helfen ja, soweit die Kraft, die Mittel reichen, ist des Mannes schönste Pflicht.“ (d.A).
Zur Ausstellung der Ilfelder Krypta in der Neanderklinik erscheint ein Katalog, der mit einigem Hintergrund auch zur Geschichte der Einrichtung Beiträge zusammenfasst. Das Museum Krypta ist nach Anmeldung zu besichtigen (Telefon Neanderklinik Ilfeld, 036331 350).

Tim Schäfer


Quellen: Schulreden gehalten in der Klosterschule Ilfeld vom Direktor G. Schimmelpfeng. Druck und Verlag von B. G. Teubner, Leipzig 1876. Digitalisat über die Bayerische Staatsbibliothek/ Die Gedichte des Q. Horatius Flaccus. 1899, zweite Auflage, hrsg. von Georg Schimmelpfeng, Leipzig/Berlin 1904. Ausgabe der bei B.G. Teubner 1913 erschienenen Auflage (= B.G. Teubners Schülerausgaben griechischer und lateinischer Schriftsteller).
als Digitalisat der University of Wisconsin/ Jahresbericht über das Königliche Pädagogium zu Ilfeld von Ostern 1870-1871. Schimmelpfeng, Gustav : Free Download, Borrow, and Streaming : Internet-Archive/ Tim Schäfer, Die Grafen von Ilfeld und Honstein & Ausstellungskatalog der Krypta der Neanderklinik Ilfeld, ISBN 978-3-00-082079-3, auch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Autor: red

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