Fr, 07:12 Uhr
27.10.2006
GfK-Konsumklima auf hohem Niveau
Nordhausen (nnz). Wie schon in den voraufgegangenen Berichtszeiträumen, setzt auch zu Beginn des vierten Quartals 2006 das Konsumklima seine Aufwärtsbewegung fort. Die Anschaffungsneigung befindet sich weiterhin auf einem Rekordniveau und erreichte im Oktober einen neuen Höchststand. Die Nachricht aus Nürnberg gibt nnz gern weiter.
Dabei wird das positive Konsumklima nicht – wie noch in den vergangenen Monaten – allein von der überaus guten Entwicklung der Anschaffungsneigung getragen. Aktuell leistet auch der leicht positive Trend der Einkommenserwartungen einen Beitrag hierzu. Die Rekordstände der Anschaffungsneigung entspringen vor allem rationalem Kalkül, denn der näher rückende Termin der Mehrwertsteuererhöhung lässt es dem Verbraucher ratsam erscheinen, geplante größere Anschaffungen noch auf dieses Jahr vorzuziehen. Davon könnte auch das diesjährige Weihnachtsgeschäft profitieren, wie sich aus dem GfK-Konsumklimaindex für Oktober schließen lässt. Die Anschaffungsneigung kletterte um 0,3 Punkte auf einen historischen Höchststand von 9,2. Außerdem haben sich demnach aber auch die Erwartungen an die Entwicklung des eigenen Einkommens wieder deutlich verbessert.
Im West-Ost-Vergleich zeigt sich allerdings, dass der Anstieg bei der Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung ausschließlich auf die Einschätzungen der westdeutschen Bundesbürger zurückzuführen ist. Die Stimmung der ostdeutschen Verbraucher hat sich dagegen im Oktober gegenüber dem Vormonat bei allen
Bereichen verschlechtert, sowohl bei den geplanten Anschaffungen als auch bei der Entwicklung der Einkommen und den allgemeinen Erwartungen für das künftige Wachstum in Deutschland.
Die deutschen Verbraucher gewinnen offenbar zunehmend den Eindruck, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ihr Konjunkturhoch erreicht hat und in 2007 bereits wieder eine weniger dynamische Phase bevorstehen könnte. Die Konjunkturerwartung weist für Oktober einen Wert von 6,9 Punkten auf, das ist ein Rückgang gegenüber September um 5,5 Punkte. Der Indikator bleibt aber im langfristigen Vergleich überdurchschnittlich, denn er bewegt sich nach wie vor im positiven Bereich. Auch im Vorjahresvergleich ist immer noch ein Plus von 5,5 Punkten zu verzeichnen.
Die Vorschusslorbeeren für die große Koalition, die noch anfangs 2006 für einen ausgeprägten Optimismus gesorgt haben, existieren nicht mehr. Hinzu kommt, dass die Art und Weise, wie in den letzten Wochen um einen Kompromiss im Rahmen der Gesundheitsreform gerungen wurde, die Zweifel an der Fähigkeit der jetzigen Regierung weiter vergrößert haben, die anstehenden Probleme nachhaltig lösen zu können. Zudem sorgt aus Verbrauchersicht offenbar auch der näher rückende Termin der Mehrwertsteuererhöhung für eine gewisse Ernüchterung hinsichtlich eines nachhaltigen Aufschwungs.
Gesamtwirtschaftlich betrachtet spricht auch einiges dafür, dass die wirtschaftliche Dynamik im kommenden Jahr in der Bundesrepublik etwas nachlassen wird. Neben den fiskalpolitischen Wirkungen aus der Mehrwertsteuererhöhung dürften vor allem die etwas nachlassende weltwirtschaftliche Dynamik sowie die jüngsten Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank ihre Bremsspuren beim Wirtschaftswachstum hinterlassen.
Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie "GfK-Konsumklima MAXX", die auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews basieren, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben.
Autor: nnzDabei wird das positive Konsumklima nicht – wie noch in den vergangenen Monaten – allein von der überaus guten Entwicklung der Anschaffungsneigung getragen. Aktuell leistet auch der leicht positive Trend der Einkommenserwartungen einen Beitrag hierzu. Die Rekordstände der Anschaffungsneigung entspringen vor allem rationalem Kalkül, denn der näher rückende Termin der Mehrwertsteuererhöhung lässt es dem Verbraucher ratsam erscheinen, geplante größere Anschaffungen noch auf dieses Jahr vorzuziehen. Davon könnte auch das diesjährige Weihnachtsgeschäft profitieren, wie sich aus dem GfK-Konsumklimaindex für Oktober schließen lässt. Die Anschaffungsneigung kletterte um 0,3 Punkte auf einen historischen Höchststand von 9,2. Außerdem haben sich demnach aber auch die Erwartungen an die Entwicklung des eigenen Einkommens wieder deutlich verbessert.
Im West-Ost-Vergleich zeigt sich allerdings, dass der Anstieg bei der Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung ausschließlich auf die Einschätzungen der westdeutschen Bundesbürger zurückzuführen ist. Die Stimmung der ostdeutschen Verbraucher hat sich dagegen im Oktober gegenüber dem Vormonat bei allen
Bereichen verschlechtert, sowohl bei den geplanten Anschaffungen als auch bei der Entwicklung der Einkommen und den allgemeinen Erwartungen für das künftige Wachstum in Deutschland.
Die deutschen Verbraucher gewinnen offenbar zunehmend den Eindruck, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ihr Konjunkturhoch erreicht hat und in 2007 bereits wieder eine weniger dynamische Phase bevorstehen könnte. Die Konjunkturerwartung weist für Oktober einen Wert von 6,9 Punkten auf, das ist ein Rückgang gegenüber September um 5,5 Punkte. Der Indikator bleibt aber im langfristigen Vergleich überdurchschnittlich, denn er bewegt sich nach wie vor im positiven Bereich. Auch im Vorjahresvergleich ist immer noch ein Plus von 5,5 Punkten zu verzeichnen.
Die Vorschusslorbeeren für die große Koalition, die noch anfangs 2006 für einen ausgeprägten Optimismus gesorgt haben, existieren nicht mehr. Hinzu kommt, dass die Art und Weise, wie in den letzten Wochen um einen Kompromiss im Rahmen der Gesundheitsreform gerungen wurde, die Zweifel an der Fähigkeit der jetzigen Regierung weiter vergrößert haben, die anstehenden Probleme nachhaltig lösen zu können. Zudem sorgt aus Verbrauchersicht offenbar auch der näher rückende Termin der Mehrwertsteuererhöhung für eine gewisse Ernüchterung hinsichtlich eines nachhaltigen Aufschwungs.
Gesamtwirtschaftlich betrachtet spricht auch einiges dafür, dass die wirtschaftliche Dynamik im kommenden Jahr in der Bundesrepublik etwas nachlassen wird. Neben den fiskalpolitischen Wirkungen aus der Mehrwertsteuererhöhung dürften vor allem die etwas nachlassende weltwirtschaftliche Dynamik sowie die jüngsten Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank ihre Bremsspuren beim Wirtschaftswachstum hinterlassen.
Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie "GfK-Konsumklima MAXX", die auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews basieren, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben.


