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Do, 14:22 Uhr
26.10.2006

Große Ereignisse werfen...

Nordhausen (nnz). ...auch in Nordhausen ihre Schatten voraus. Traditionell steht die Nordhäusern im kommenden Monat ein großes Fest ins Haus. Die nnz kennt das Programm.


Lichter zu Martini (Foto: IB) Lichter zu Martini (Foto: IB) Das traditionelle Nordhäuser Martinifest am Freitag, dem 10. November, beginnt in diesem Jahr um 17 Uhr auf dem Blasiikirchplatz mit der Feier des ökumenischen Gottesdienstes. Pfarrer Nickschick, Prediger Dillner und Pfarrer Hentrich werden ihn leiten. Gemeinsam mit dem Kinderchor und einem Martinsspiel wird in Liedern und Geschichten an Martin Luther und den Heiligen Martin von Tours erinnert. Die Kollekte dieses Tages ist für die Nordhäuser Tafel bestimmt.

Anschließend ziehen alle Kinder und Erwachsene mit ihren Lampions vor das Rathaus, wo sie gegen 17:45 Uhr von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) begrüßt werden. Danach werden die Martinsbrezeln verteilt. Ein Posaunenchor stimmt auf das Höhenfeuerwerk vom Petersberg ein, das gegen 18 Uhr beginnt. Auf dem Platz werden Glühwein, Kinderpunsch und Tee verkauft.

Das Martinfest hat in Nordhausen eine lange Tradition. Nach Überlieferungen soll Martin Luther am Martinsfest an der Nordhäuser Kirmes, die am 11. November zum Martinstag stattfand, persönlich teilgenommen haben. Doch seit der Reformation hat man diese Martinsfeier zu Ehren Martin Luthers auf seinen Geburtstag, den 10. November, verlegt. Am Anfang hatte ein Fest gestanden, das zu Ehren des Heiligen Martin von Tours gefeiert wurde.

Seit vielen Jahren begehen Nordhäuser Protestanten und Katholiken den Martinstag am 10. November gemeinsam. Der Martinsabend wird in Nordhausen traditionell mit einem Gänsebraten bzw. einer Karpfenmahlzeit abgeschlossen. Auf einer historischen Postkarte zum Martinsfest heißt es dazu: „Vom Korn ein Schlückchen, vom Priem ein Stückchen - und am Martinsabend den Gänseschmaus - dabei hält´s jeder Nordhäuser aus!“
Autor: nnz

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