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Mi, 11:01 Uhr
29.01.2025
Ein Blick in die Statistik

8.400 Arbeitskräfte weniger

In Thüringen nahm die Zahl der Erwerbstätigen 2024 gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent ab. Dies teilt das Thüringer Landesamt für Statistik auf Basis erster Berechnungen mit. Verglichen mit den anderen Bundesländern ist dies zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern der stärkste Rückgang…

Der leichte Verlust von 700 Personen im Jahr 2023 verstärkte sich damit 2024 deutlich auf einen Rückgang um 8 400 Personen. In Deutschland insgesamt stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent.

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Seit nunmehr 6 Jahren prägen damit rückläufige Erwerbstätigenzahlen die Entwicklung im Freistaat. Eine Ausnahme bildete lediglich das Jahr 2022 aufgrund der Erholung nach der Coronakrise. 2018 lag die Zahl der erwerbstätigen Personen in Thüringen noch bei 1 046 300. Im Vergleich dazu ging die Zahl der Erwerbstätigen um 2,7 Prozent auf 1 017 600 Personen im Jahr 2024 zurück. Niedriger als 2024 war die Zahl der Erwerbstätigen lediglich Mitte der 2000er Jahre.

Wie die ersten Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ ergaben, wies die Hälfte der Bundesländer im Jahr 2024 verglichen mit dem Vorjahr niedrigere Erwerbstätigenzahlen auf. Die Rückgänge lagen zwischen -0,1 und -0,8 Prozent. Die übrigen Bundesländer verzeichneten zunehmende Erwerbstätigenzahlen zwischen 0,1 Prozent in Niedersachsen sowie in Nordrhein-Westfalen und 0,9 Prozent in Hamburg.

Mit den Zahlen wird die seit einigen Jahren angespannte Lage des Thüringer Arbeitsmarktes erkenntlich, welche sich auch in einer gestiegenen Arbeitslosenquote zeigt (2018: 5,5 Prozent; 2024: 6,2 Prozent*). Die Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit lässt auch im Jahr 2025 keine Erholung erwarten. Die Arbeitslosenquote könnte demnach um weitere 0,3 Prozentpunkte steigen und die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 0,6 Prozent sinken. Damit wird für Thüringen die schwächste Prognose unter den Bundesländern gezeichnet.**

*bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, Quelle: Bundesagentur für Arbeit
**Den IAB-Kurzbericht Nr. 20, 7.10.2024, „Regionalprognose für 2024/2025“ finden Sie unter
www.doku.iab.de, Abruf: 24.01.2025.
Autor: red

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Kommentare
DonaldT
29.01.2025, 16:53 Uhr
8.400 Arbeitskräfte weniger
Es sind keine fehlenden Arbeitskräfte sondern - so lese ich es - viel mehr gestiegene Arbeitslosenzahlen.
Firmeninsolvenzen?, oder haben sie nur aufgehört zu produzieren?
Und wir haben keinen Fachkräftemangel.
Der Beitrag der "Agentur für Arbeit" könnte konkreter und deutlicher sein und nicht so verschmommen und verklausoliert, es fehlen ausreichend Fremwörter um die Lage zu verschleiern.
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