Fr, 15:35 Uhr
04.01.2002
nnz-News-Ticker am Nachmittag
Nordhausen (nnz). Die Meldungen des Tages aus Thüringen, Deutschland und der Welt für Sie zusammengefasst. Ein nnz-Service mit freundlicher Unterstützung der Landeswelle Thüringen.
Prozeß gegen neun Neonazis vor Amtsgericht
Vor dem Amtsgericht Nordhausen beginnt an diesem Montag ein Prozess wegen schweren Landfriedensbruchs gegen neun Neonazis. Die Angeklagten im Alter zwischen 15 und 23 Jahren sollen im Mai vergangenen Jahres mit Baseballschlägern bewaffnet und maskiert ein Haus in Sondershausen überfallen haben. Dort wohnten Jugendliche, die nach Ansicht der Neonazis Linke waren. Hintergrund des Überfalls sollen gestohlene Musikinstrumente sein, die die Rechten in dem Haus vermuteten und sich wiederholen wollten.
FBI verlängert Terrorwarnung bis zum 11. März
Die US-Regierung will, dass die Amerikaner weiter wachsam bleiben und hat deshalb ihre Terrorwarnung bis zum 11. März verlängert. Im Gegensatz zu früheren Warungen gab es diesmal keine offizielle Ankündigung durch den Präsidenten oder einen Minister. Stattdessen gab die Bundeskriminalbehörde FBI die Entscheidung bekannt und schickte eine entsprechende Warnung an die Polizeidienststellen. Darin heißt es, es gebe weiterhin zahlreiche Hinweise auf eine Bedrohung.
Bundeswehr-Munition gehortet
Ein 28-jähriger Mann aus Bad Sulza hat in seiner Wohnung Bundeswehr-Munition gehortet und damit gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen. Nach einem Hinweis hätten Beamte am Donnerstag die Wohnung des Mannes durchsucht und dabei 39 Patronen für G 3-Gewehre gefunden, teilte die Polizei am Freitag mit. Der 28-jährige habe erklärt, dass er die Munition als Andenken von der Bundeswehr mitgenommen habe.
Zwillingstürme des WTC werden nicht wieder aufgebaut
Alle anfänglichen Pläne zum Neubau der Zwillingstürme des von Terroristen zerstörten World Trade Centers in New York sind jetzt vom Tisch. Stattdessen sollen an der Stelle im Süden von Manhattan ein kleines Denkmal für die etwa 3000 Todesopfer des Terrorangriffs vom 11. September sowie mehrere Bürohochhäuser entstehen. Das kündigte New Yorks neuer Bürgermeister, Mike Bloomberg, an. Wo einst die Zwillingstürme alles überragten, sollen nun mehrere 40 bis maximal 60 Etagen hohe Gebäude entstehen.
Stipendien für Bildende Kunst vergeben
Das Land Thüringen hat vier Arbeitsstipendien für Bildende Kunst im Jahr 2002 vergeben. Die Stipendiaten sind Kerstin Gnauck (Suhl), Thomas Lindner (Erfurt) Frank Rüdiger (Gera) und Naomi Tereza Salomon (Weimar), teilte das Kunstministerium am Freitag mit. Die Stipendien sind mit jeweils 7360 Euro (rund 14 400 Mark) dotiert. Die Stipendien seien Anerkennung, sollten aber auch die Künstler in ihrer Weiterentwicklung unterstützen.
Russische Armee weitet Spezialoperation in Tschetschenien aus
Die russische Armee hat in der Kaukasusrepublik Tschetschenien ihre Angriffe gegen die Rebellen ausgeweitet. Nahe der Hauptstadt Grosny wurden Gruppen von Freischärlern umzingelt und von russischen Hubschraubern aus beschossen. Bei den Kämpfen am Fluss Scharo-Argun seien mehrere Dutzend Rebellen getötet worden, berichtet die Agentur Interfax. Unabhängige Berichte aus dem Kriegsgebiet gibt es nicht.
Trotz Auftragsflaute kaum Entlassungen
In der Thüringer Wirtschaft gibt es trotz deutlicher Auftragseinbrüche keinen Trend zu größeren Entlassungen. Die Firmen wollen ihre Fachkräfte behalten, sagte die Sprecherin des Verbands der Wirtschaft Thüringen, Inge Schubert, am Freitag der Landeswelle in Erfurt. Unter der Wirtschaftslage litt im vergangenen Jahr besonders die vom Export abhängige Elektroindustrie. Das ergab eine Firmenumfrage. Bei manchen Unternehmen brach mehr als die Hälfte der Aufträge weg. Dagegen hielt sich die Informationsbranche eher robust.
USA kaum überzeugt über Festnahme
In den USA wird den ARD-Berichten über die Festnahme von Talibanchef Mullah Mohammed Omar wenig Glauben geschenkt. Das für Afghanistan zuständige Militärkommando erklärte, es habe keine Informationen darüber. Ein führender afghanischer Geheimdienstoffizier erklärte einem Fernsehsender in Kandahar, Omar sei nach jüngsten Erkenntnissen noch immer in der Region Baghran. Der afghanische Minister für Wiederaufbau, Amin Farhang, hatte in der ARD gesagt, er habe gehört, dass Omar festgenommen worden sei.
Bundeswehr-Vorauskommando soll so schnell wie möglich los
Die aus Afghanistan zurückkehrenden Offiziere der Bundeswehr werden morgen einen Bericht über die Lage in Kabul abgeben. Dann werde Minister Rudolf Scharping über die Abreise der Vorauskommandos mit etwa 200 Mann entscheiden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Man habe ein großes Interesse daran, dass das Vorauskommando so schnell wie möglich eingesetzt wird. Die Marine hat unterdessen mit der Verlegung weiterer Schiffe begonnen. Ein erstes Schnellboot wurde zur Unterstützung der Operation Enduring Freedom auf ein Dockschiff verladen.
Israelische Armee stoppt mit Waffen beladenes Schiff
Die israelische Armee hat im Roten Meer ein nach eigenen Angaben mit 50 Tonnen Waffen beladenes Schiff gestoppt. Die Ladung sei für die Palästinensergebiete bestimmt gewesen, sagte ein Militärvertreter. Auf dem gestern entdeckten Schiff, das der Palästinensischen Autonomiebehörde gehöre, seien unter anderem Katjuscha-Raketen, Hand- und Mörsergranaten entdeckt worden.
Erste Euro-Tage im Handel mit wenig EDV-Problemen
Die ersten Tage mit dem Euro sind für den Handel ohne größere Probleme gelaufen. Nach einer Umfrage des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels gab es bei gut einem Drittel der Unternehmen längere Warteschlangen. Einige wenige Firmen berichteten von EDV-Problemen. Ansonsten sei die technische Umstellung reibungslos verlaufen, sagte der Chefvolkswirt des Verbandes, Robert Weitz, in Berlin. Mittlerweile zahle bereits jeder zweite Kunde mit Euro.
Blair besorgt über Kaschmir-Krise
Kurz vor seiner diplomatischen Mission zum Kaschmir-Konflikt hat sich der britische Premier Tony Blair besorgt wegen der Gefahr eines Krieges zwischen Indien und Pakistan gezeigt. Wenn der Konflikt zwischen den Atommächten außer Kontrolle gerate, hätte das nicht nur für beide Länder ernsthafte Konsequenzen. Das sagte er der Zeitung Bangladesh Observer. Blair beginnt seine Mission voraussichtlich am Sonntag in Neu Delhi. 0Die Zahl der Kaschmir-Flüchtlinge auf der indischen Seite stieg auf 55 000.
Mehr Infos gibt es bei
Autor: nnzProzeß gegen neun Neonazis vor Amtsgericht
Vor dem Amtsgericht Nordhausen beginnt an diesem Montag ein Prozess wegen schweren Landfriedensbruchs gegen neun Neonazis. Die Angeklagten im Alter zwischen 15 und 23 Jahren sollen im Mai vergangenen Jahres mit Baseballschlägern bewaffnet und maskiert ein Haus in Sondershausen überfallen haben. Dort wohnten Jugendliche, die nach Ansicht der Neonazis Linke waren. Hintergrund des Überfalls sollen gestohlene Musikinstrumente sein, die die Rechten in dem Haus vermuteten und sich wiederholen wollten.
FBI verlängert Terrorwarnung bis zum 11. März
Die US-Regierung will, dass die Amerikaner weiter wachsam bleiben und hat deshalb ihre Terrorwarnung bis zum 11. März verlängert. Im Gegensatz zu früheren Warungen gab es diesmal keine offizielle Ankündigung durch den Präsidenten oder einen Minister. Stattdessen gab die Bundeskriminalbehörde FBI die Entscheidung bekannt und schickte eine entsprechende Warnung an die Polizeidienststellen. Darin heißt es, es gebe weiterhin zahlreiche Hinweise auf eine Bedrohung.
Bundeswehr-Munition gehortet
Ein 28-jähriger Mann aus Bad Sulza hat in seiner Wohnung Bundeswehr-Munition gehortet und damit gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen. Nach einem Hinweis hätten Beamte am Donnerstag die Wohnung des Mannes durchsucht und dabei 39 Patronen für G 3-Gewehre gefunden, teilte die Polizei am Freitag mit. Der 28-jährige habe erklärt, dass er die Munition als Andenken von der Bundeswehr mitgenommen habe.
Zwillingstürme des WTC werden nicht wieder aufgebaut
Alle anfänglichen Pläne zum Neubau der Zwillingstürme des von Terroristen zerstörten World Trade Centers in New York sind jetzt vom Tisch. Stattdessen sollen an der Stelle im Süden von Manhattan ein kleines Denkmal für die etwa 3000 Todesopfer des Terrorangriffs vom 11. September sowie mehrere Bürohochhäuser entstehen. Das kündigte New Yorks neuer Bürgermeister, Mike Bloomberg, an. Wo einst die Zwillingstürme alles überragten, sollen nun mehrere 40 bis maximal 60 Etagen hohe Gebäude entstehen.
Stipendien für Bildende Kunst vergeben
Das Land Thüringen hat vier Arbeitsstipendien für Bildende Kunst im Jahr 2002 vergeben. Die Stipendiaten sind Kerstin Gnauck (Suhl), Thomas Lindner (Erfurt) Frank Rüdiger (Gera) und Naomi Tereza Salomon (Weimar), teilte das Kunstministerium am Freitag mit. Die Stipendien sind mit jeweils 7360 Euro (rund 14 400 Mark) dotiert. Die Stipendien seien Anerkennung, sollten aber auch die Künstler in ihrer Weiterentwicklung unterstützen.
Russische Armee weitet Spezialoperation in Tschetschenien aus
Die russische Armee hat in der Kaukasusrepublik Tschetschenien ihre Angriffe gegen die Rebellen ausgeweitet. Nahe der Hauptstadt Grosny wurden Gruppen von Freischärlern umzingelt und von russischen Hubschraubern aus beschossen. Bei den Kämpfen am Fluss Scharo-Argun seien mehrere Dutzend Rebellen getötet worden, berichtet die Agentur Interfax. Unabhängige Berichte aus dem Kriegsgebiet gibt es nicht.
Trotz Auftragsflaute kaum Entlassungen
In der Thüringer Wirtschaft gibt es trotz deutlicher Auftragseinbrüche keinen Trend zu größeren Entlassungen. Die Firmen wollen ihre Fachkräfte behalten, sagte die Sprecherin des Verbands der Wirtschaft Thüringen, Inge Schubert, am Freitag der Landeswelle in Erfurt. Unter der Wirtschaftslage litt im vergangenen Jahr besonders die vom Export abhängige Elektroindustrie. Das ergab eine Firmenumfrage. Bei manchen Unternehmen brach mehr als die Hälfte der Aufträge weg. Dagegen hielt sich die Informationsbranche eher robust.
USA kaum überzeugt über Festnahme
In den USA wird den ARD-Berichten über die Festnahme von Talibanchef Mullah Mohammed Omar wenig Glauben geschenkt. Das für Afghanistan zuständige Militärkommando erklärte, es habe keine Informationen darüber. Ein führender afghanischer Geheimdienstoffizier erklärte einem Fernsehsender in Kandahar, Omar sei nach jüngsten Erkenntnissen noch immer in der Region Baghran. Der afghanische Minister für Wiederaufbau, Amin Farhang, hatte in der ARD gesagt, er habe gehört, dass Omar festgenommen worden sei.
Bundeswehr-Vorauskommando soll so schnell wie möglich los
Die aus Afghanistan zurückkehrenden Offiziere der Bundeswehr werden morgen einen Bericht über die Lage in Kabul abgeben. Dann werde Minister Rudolf Scharping über die Abreise der Vorauskommandos mit etwa 200 Mann entscheiden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Man habe ein großes Interesse daran, dass das Vorauskommando so schnell wie möglich eingesetzt wird. Die Marine hat unterdessen mit der Verlegung weiterer Schiffe begonnen. Ein erstes Schnellboot wurde zur Unterstützung der Operation Enduring Freedom auf ein Dockschiff verladen.
Israelische Armee stoppt mit Waffen beladenes Schiff
Die israelische Armee hat im Roten Meer ein nach eigenen Angaben mit 50 Tonnen Waffen beladenes Schiff gestoppt. Die Ladung sei für die Palästinensergebiete bestimmt gewesen, sagte ein Militärvertreter. Auf dem gestern entdeckten Schiff, das der Palästinensischen Autonomiebehörde gehöre, seien unter anderem Katjuscha-Raketen, Hand- und Mörsergranaten entdeckt worden.
Erste Euro-Tage im Handel mit wenig EDV-Problemen
Die ersten Tage mit dem Euro sind für den Handel ohne größere Probleme gelaufen. Nach einer Umfrage des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels gab es bei gut einem Drittel der Unternehmen längere Warteschlangen. Einige wenige Firmen berichteten von EDV-Problemen. Ansonsten sei die technische Umstellung reibungslos verlaufen, sagte der Chefvolkswirt des Verbandes, Robert Weitz, in Berlin. Mittlerweile zahle bereits jeder zweite Kunde mit Euro.
Blair besorgt über Kaschmir-Krise
Kurz vor seiner diplomatischen Mission zum Kaschmir-Konflikt hat sich der britische Premier Tony Blair besorgt wegen der Gefahr eines Krieges zwischen Indien und Pakistan gezeigt. Wenn der Konflikt zwischen den Atommächten außer Kontrolle gerate, hätte das nicht nur für beide Länder ernsthafte Konsequenzen. Das sagte er der Zeitung Bangladesh Observer. Blair beginnt seine Mission voraussichtlich am Sonntag in Neu Delhi. 0Die Zahl der Kaschmir-Flüchtlinge auf der indischen Seite stieg auf 55 000.
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