Mi, 20:30 Uhr
11.12.2024
Ideensuche an der Hochschule
Pitch Time
Wer hat innovative Ideen für die Zukunft, wer kann das Publikum von sich überzeugen? Mit dem Demo Day führte die Nordhäuser Hochschule heute ihre Gründer-Initiativen fort. Mit dabei waren auch drei Teams, die ihre Ansätze erst vor ein paar Wochen entwickelt haben…
Die meisten Neugründungen in Deutschland speisen sich aus dem akademischen Umfeld, entstehen als erste Ideen an Hochschulen und Universitäten. Aus vielen Anläufen wird am Ende nichts, doch unter vielen hunderten Geistesblitzen finden sich irgendwann auch einige Perlen, die am Markt bestehen können. Um dieses Potential auch für die Nordhäuser Region und die Hochschule heben zu können, wurde das hike Lab gegründet, ein Innovationsinkubator der es regen Geistern einfacher machen soll, ihre Ideen zu entwickeln, vorzustellen und im Idealfall auch umzusetzen.
Einer der Höhepunkte ist dabei der hikeathon, ein Intensiv-Workshop über zwei Tage, bei dem Studenten und Ideengeber mit Experten und Praktikern aus der Wirtschaft zusammengebracht werden. Letztere stellen Herausforderungen, die von den Teams möglichst innovativ gelöst werden sollen. Neun solcher Challenges hatte man Ende November rund 80 Teilnehmern zu bieten, drei Teams haben ihre Ergebnisse heute beim Demoday im Audimax vorgestellt.
Dabei handelt es sich um eine Pitch-Veranstaltung - StartUps und solche, die es werden wollen, stellen ihre Produkte und Ideen in kurzen Vorträgen dem Publikum vor und finden im besten Falle willige Investoren. Aus dem hikeathon heraus trauten sich heute drei Teams mit ihren Entwürfen auf die Bühne. Melissa Himmelbauer stellte Hydropolis vor, ein Planspiel zur Verbesserung der Energie-Infrastruktur. Die Spieler sollen hier ihre eigene, möglichst energieeffiziente Stadt entwerfen können. Der Clou an der Sache: dem Spielgerüst werden reale Werte zu Grunde gelegt, eine Art Sim-City mit Echtzeit-Daten. Im zweiten Schritt sollen involvierte Akteure wie Städte und Gemeinden die so generierte Schwarm-Intelligenz nutzen können, um die Energie-Infrastruktur besser planen zu können.
Mit Strom und Gamefication hat sich auch das zweite Team auseinandergesetzt und die MyEnergy App entworfen. Aufgabengeber waren hier die Leipziger Stadtwerke, die an Kundenkontakt und Sparmaßnahmen interessiert waren. Beides soll die App ermöglichen, der Kunde soll nicht nur detaillierte Einblicke in seinen Verbrauch erhalten, sondern über spielerische Ansätze auch Anreize erhalten, an bestimmten Stellen mehr zu sparen. Bei erreichten Ziel winken Achievments und Belohnungen, etwa in Form von einer Spende oder einer Baumpflanzung, die der Energieversorger übernehmen würde. Zum Vortrag gehören auch Geschäftsmodell, Marktanalyse und Entwicklungspotential, das My Energy Team etwa schielt auf den Markt des digitalen Energiemanagements, der laut Präsentation zuletzt um 25 Prozent Wachstum verzeichnen konnte.
Thomas Hentze und Carsten Damm stellten ihre Idee für einen digitalen Helfer im Vereinssport vor (Foto: agl)
Idee Nummer Drei ging in eine ganz andere Richtung: Frag den Coach soll ehrenamtlichen Trainern im Vereinssport helfen, die Kommunikation mit Spielern und Eltern effizienter zu gestalten. Unter dem Motto Weniger Bürokratie, mehr Motivation wollen Thomas Hentze und Carsten Damm dem WhatsApp Gruppenchat gerne ein KI-gestützte Alternative entgegenstellen. Die wird mit internem Datenmaterial aus dem Vereinsalltag trainiert - von den Trainingszeiten bis zu Übungseinheiten oder Taktikfragen und Gegnereinschätzung - und bei aufkommenden Fragen dem Trainer vorgeschaltet um eine erste, mögliche Antwort vorzuschlagen. Der Trainer muss entscheiden ob die Antwort dann schon ausreichend ist, nur einen ersten Ansatz liefert oder verworfen werden kann. Wichtig ist dabei: der Trainer muss nicht mehr beim weißen Blatt anfangen, das spart Zeit, die man gerade im Ehrenamt oft nicht hat., erklärte Hentze auf der Bühne.
Neben diesen drei Kandidaten aus dem Intensivworkshop Ende November stellten sich weitere Gruppen dem Publikum, die über das hike-Lab betreut werden, darunter die Dating-App-Idee twogether, die schließlich den dritten Platz in der Publikumswertung belegte, sowie Carbon X, eine Möglichkeit, den eigenen CO2 Fußabdruck zu bestimmen und Anfang, ein digitaler Trauerbegleiter, der am Ende Platz Eins belegte.
Das Teilnehmerfeld war breit aufgestellt, wer genauer wissen will, was die kreativen Köpfe in der Region so zusammenbrauen, der findet auf der Webseite des hike-Labs zahlreiche weitere Beispiele.
Angelo Glashagel
Autor: redDie meisten Neugründungen in Deutschland speisen sich aus dem akademischen Umfeld, entstehen als erste Ideen an Hochschulen und Universitäten. Aus vielen Anläufen wird am Ende nichts, doch unter vielen hunderten Geistesblitzen finden sich irgendwann auch einige Perlen, die am Markt bestehen können. Um dieses Potential auch für die Nordhäuser Region und die Hochschule heben zu können, wurde das hike Lab gegründet, ein Innovationsinkubator der es regen Geistern einfacher machen soll, ihre Ideen zu entwickeln, vorzustellen und im Idealfall auch umzusetzen.
Einer der Höhepunkte ist dabei der hikeathon, ein Intensiv-Workshop über zwei Tage, bei dem Studenten und Ideengeber mit Experten und Praktikern aus der Wirtschaft zusammengebracht werden. Letztere stellen Herausforderungen, die von den Teams möglichst innovativ gelöst werden sollen. Neun solcher Challenges hatte man Ende November rund 80 Teilnehmern zu bieten, drei Teams haben ihre Ergebnisse heute beim Demoday im Audimax vorgestellt.
Dabei handelt es sich um eine Pitch-Veranstaltung - StartUps und solche, die es werden wollen, stellen ihre Produkte und Ideen in kurzen Vorträgen dem Publikum vor und finden im besten Falle willige Investoren. Aus dem hikeathon heraus trauten sich heute drei Teams mit ihren Entwürfen auf die Bühne. Melissa Himmelbauer stellte Hydropolis vor, ein Planspiel zur Verbesserung der Energie-Infrastruktur. Die Spieler sollen hier ihre eigene, möglichst energieeffiziente Stadt entwerfen können. Der Clou an der Sache: dem Spielgerüst werden reale Werte zu Grunde gelegt, eine Art Sim-City mit Echtzeit-Daten. Im zweiten Schritt sollen involvierte Akteure wie Städte und Gemeinden die so generierte Schwarm-Intelligenz nutzen können, um die Energie-Infrastruktur besser planen zu können.
Mit Strom und Gamefication hat sich auch das zweite Team auseinandergesetzt und die MyEnergy App entworfen. Aufgabengeber waren hier die Leipziger Stadtwerke, die an Kundenkontakt und Sparmaßnahmen interessiert waren. Beides soll die App ermöglichen, der Kunde soll nicht nur detaillierte Einblicke in seinen Verbrauch erhalten, sondern über spielerische Ansätze auch Anreize erhalten, an bestimmten Stellen mehr zu sparen. Bei erreichten Ziel winken Achievments und Belohnungen, etwa in Form von einer Spende oder einer Baumpflanzung, die der Energieversorger übernehmen würde. Zum Vortrag gehören auch Geschäftsmodell, Marktanalyse und Entwicklungspotential, das My Energy Team etwa schielt auf den Markt des digitalen Energiemanagements, der laut Präsentation zuletzt um 25 Prozent Wachstum verzeichnen konnte.
Thomas Hentze und Carsten Damm stellten ihre Idee für einen digitalen Helfer im Vereinssport vor (Foto: agl)
Idee Nummer Drei ging in eine ganz andere Richtung: Frag den Coach soll ehrenamtlichen Trainern im Vereinssport helfen, die Kommunikation mit Spielern und Eltern effizienter zu gestalten. Unter dem Motto Weniger Bürokratie, mehr Motivation wollen Thomas Hentze und Carsten Damm dem WhatsApp Gruppenchat gerne ein KI-gestützte Alternative entgegenstellen. Die wird mit internem Datenmaterial aus dem Vereinsalltag trainiert - von den Trainingszeiten bis zu Übungseinheiten oder Taktikfragen und Gegnereinschätzung - und bei aufkommenden Fragen dem Trainer vorgeschaltet um eine erste, mögliche Antwort vorzuschlagen. Der Trainer muss entscheiden ob die Antwort dann schon ausreichend ist, nur einen ersten Ansatz liefert oder verworfen werden kann. Wichtig ist dabei: der Trainer muss nicht mehr beim weißen Blatt anfangen, das spart Zeit, die man gerade im Ehrenamt oft nicht hat., erklärte Hentze auf der Bühne.
Neben diesen drei Kandidaten aus dem Intensivworkshop Ende November stellten sich weitere Gruppen dem Publikum, die über das hike-Lab betreut werden, darunter die Dating-App-Idee twogether, die schließlich den dritten Platz in der Publikumswertung belegte, sowie Carbon X, eine Möglichkeit, den eigenen CO2 Fußabdruck zu bestimmen und Anfang, ein digitaler Trauerbegleiter, der am Ende Platz Eins belegte.
Das Teilnehmerfeld war breit aufgestellt, wer genauer wissen will, was die kreativen Köpfe in der Region so zusammenbrauen, der findet auf der Webseite des hike-Labs zahlreiche weitere Beispiele.
Angelo Glashagel













