Mo, 17:41 Uhr
09.10.2006
nnz-Betrachtung: Objektivität?!
Nordhausen (nnz). Journalisten sollen objektiv sein. sie sollen berichten, sollen schildern, Fakten zusammentragen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Doch manchmal stößt Objektivität an Grenzen. Auch in den Köpfen mancher Menschen in Nordhausen.
Bist Du nicht für mich, dann bist Du gegen mich. Das ist ein Satz, der auch und gerade in politischen Kreisen so seine Runde macht. Scheinbar gilt bei einigen Zeitgenossen das auch für ein Medium wie die nnz. Da wird an der Berichterstattung zu einer Demo zelebriert, was der einen Seite nicht gefällt. Da werden in einer Bilder-Galerie die Fotos gezählt, die vom braunen Aufzug veröffentlicht wurden. Und es wird gegengerechnet. Vermutlich wird da aus blindem Fanatismus auch nicht richtig hingeschaut. Beispiel Bilder-Galerie: Von der NDP gab es zwei Fotos, mindestens sechs von den Menschen, die sich symbolisch diesem Treiben entgegen stellten.
Natürlich hat die nnz auch solche Fotos veröffentlicht, die blinde Zerstörungswut zeigen. Es schmerzt vor allem diesen Autor, dass jene Gewalt von Chaoten ausgeht, die sich hinter dem Begriff Antifaschismus verbergen.
Bist Du nicht für mich, dann bist Du gegen mich. Da erhalten Mitglieder der Linkspartei.PDS anonyme Anrufe, in denen ihnen empfohlen wird, sich nicht mit dem Autor dieses Beitrages abzugeben und in der Öffentlichkeit sehen zu lassen, er sei womöglich ein Rechter. In der Stadtratsfraktion der Linken wird gar so geredet und als Beleg dafür der Beitrag mit der falsch herum aufgestellten Bühne bemüht.
Nun frage ich mich: Sind wir in der Demokratie angekommen? Oder: haben einige sie schon wieder in Richtung eigenes Politik- und Feindbild verlassen?
Den Autor dieses Beitrages lässt das kalt, er kennt ähnliches. Immer wieder mal wird er aus Kreisen des konservativen Lagers (gemeint sind die Christdemokratische Partei und wirtschaftsnahe Kreise) gerügt, dass er zuviel über die Linke berichte, dass er Politiker der CDU öffentlich kritisiere.
Was aber kann eine Online-Zeitung unternehmen, wenn Artikel der Redaktion auf rechtsradikalen Web-Seiten auftauchen? Nicht viel, vielleicht rechtlich dagegen vorgehen? Dann aber müssten wir auch gegen jene Seiten vorgehen, die Artikel der nnz veröffentlichen und vorher nicht um Genehmigung gebeten haben. In Zeiten der (fast) totalen Vernetzung ein Unding. Trotzdem aber wird die nnz dafür verantwortlich gemacht, dass Beiträge im Nordthüringer Beobachter zu finden sind. Das passt ja in das Bild, das man sich gemacht hat. Dass es sich dabei um Beiträge handelt, die für das Bürgerbündnis gegen Rechts werben, spielt eine untergeordnete Rolle. Dass es dabei auch Artikel aus einer Thüringer Tageszeitung zu sehen gibt, ebenso.
Die nnz wird den Stil der Berichterstattung nicht ändern. Vor allem nicht, weil er vielleicht mal den Linken, mal den Rechten nicht passt. Die Redaktion hat eine Meinung, nachzulesen unter dem Stichwort nnz-Betrachtung. In den anderen Rubriken lichten wir das Geschehen in dieser Region ab, wir versuchen uns an einer Art Momentaufnahme, einer Zeit-Fotografie. Nehmen wir es doch einmal an dieser Stelle – einige mögen mir verzeihen – mit Lenin. Der schrieb in einem seiner Mammut-Klopper: Das Foto ist die Widerspiegelung der objektiven Realität. Da gibt es schwarze und weiße Töne. Vorherrschend sind jedoch die grauen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzBist Du nicht für mich, dann bist Du gegen mich. Das ist ein Satz, der auch und gerade in politischen Kreisen so seine Runde macht. Scheinbar gilt bei einigen Zeitgenossen das auch für ein Medium wie die nnz. Da wird an der Berichterstattung zu einer Demo zelebriert, was der einen Seite nicht gefällt. Da werden in einer Bilder-Galerie die Fotos gezählt, die vom braunen Aufzug veröffentlicht wurden. Und es wird gegengerechnet. Vermutlich wird da aus blindem Fanatismus auch nicht richtig hingeschaut. Beispiel Bilder-Galerie: Von der NDP gab es zwei Fotos, mindestens sechs von den Menschen, die sich symbolisch diesem Treiben entgegen stellten.
Natürlich hat die nnz auch solche Fotos veröffentlicht, die blinde Zerstörungswut zeigen. Es schmerzt vor allem diesen Autor, dass jene Gewalt von Chaoten ausgeht, die sich hinter dem Begriff Antifaschismus verbergen.
Bist Du nicht für mich, dann bist Du gegen mich. Da erhalten Mitglieder der Linkspartei.PDS anonyme Anrufe, in denen ihnen empfohlen wird, sich nicht mit dem Autor dieses Beitrages abzugeben und in der Öffentlichkeit sehen zu lassen, er sei womöglich ein Rechter. In der Stadtratsfraktion der Linken wird gar so geredet und als Beleg dafür der Beitrag mit der falsch herum aufgestellten Bühne bemüht.
Nun frage ich mich: Sind wir in der Demokratie angekommen? Oder: haben einige sie schon wieder in Richtung eigenes Politik- und Feindbild verlassen?
Den Autor dieses Beitrages lässt das kalt, er kennt ähnliches. Immer wieder mal wird er aus Kreisen des konservativen Lagers (gemeint sind die Christdemokratische Partei und wirtschaftsnahe Kreise) gerügt, dass er zuviel über die Linke berichte, dass er Politiker der CDU öffentlich kritisiere.
Was aber kann eine Online-Zeitung unternehmen, wenn Artikel der Redaktion auf rechtsradikalen Web-Seiten auftauchen? Nicht viel, vielleicht rechtlich dagegen vorgehen? Dann aber müssten wir auch gegen jene Seiten vorgehen, die Artikel der nnz veröffentlichen und vorher nicht um Genehmigung gebeten haben. In Zeiten der (fast) totalen Vernetzung ein Unding. Trotzdem aber wird die nnz dafür verantwortlich gemacht, dass Beiträge im Nordthüringer Beobachter zu finden sind. Das passt ja in das Bild, das man sich gemacht hat. Dass es sich dabei um Beiträge handelt, die für das Bürgerbündnis gegen Rechts werben, spielt eine untergeordnete Rolle. Dass es dabei auch Artikel aus einer Thüringer Tageszeitung zu sehen gibt, ebenso.
Die nnz wird den Stil der Berichterstattung nicht ändern. Vor allem nicht, weil er vielleicht mal den Linken, mal den Rechten nicht passt. Die Redaktion hat eine Meinung, nachzulesen unter dem Stichwort nnz-Betrachtung. In den anderen Rubriken lichten wir das Geschehen in dieser Region ab, wir versuchen uns an einer Art Momentaufnahme, einer Zeit-Fotografie. Nehmen wir es doch einmal an dieser Stelle – einige mögen mir verzeihen – mit Lenin. Der schrieb in einem seiner Mammut-Klopper: Das Foto ist die Widerspiegelung der objektiven Realität. Da gibt es schwarze und weiße Töne. Vorherrschend sind jedoch die grauen.
Peter-Stefan Greiner


