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Di, 14:25 Uhr
10.12.2024
105 Jahren Frauenwahlrecht und 75 Jahren Gleichberechtigung

Ein Blick zurück in der Hochschule

Am Abend des 3. Dezember stand die Hochschule Nordhausen ganz im Zeichen der Frauenrechte und der Gleichberechtigung. Unter dem Titel „105 Jahre Frauenwahlrecht / 75 Jahre Gleichberechtigung“ fand eine facettenreiche Veranstaltung statt, die von der Hochschule im Rahmen der Reihe „HSN-Impulse“ organisiert wurde...

Erinnerungen an 105 Jahre Frauenwahlrecht und 75 Jahre Gleichberechtigung  (Foto: Maurice Töpfer) Erinnerungen an 105 Jahre Frauenwahlrecht und 75 Jahre Gleichberechtigung (Foto: Maurice Töpfer)


Zahlreiche Interessierte, darunter Hochschulangehörige und Gäste aus der Region, folgten der Einladung, um gemeinsam auf die Errungenschaften der Frauenbewegung zu blicken.

Gleichberechtigung ist keine Frage von Meinungen oder Ideologien – sie ist ein Grundrecht, das allen zusteht. Mit diesem Statement eröffnete Vizepräsidentin Prof. Dr. Cordula Borbe die Veranstaltung. Es folgte in einleitender Kurzvortrag von Prof. Dr. Viola Sporleder-Geb zur Entwicklung der Frauenrechte in Deutschland, der die wichtigsten Meilensteine und Herausforderungen kompakt zusammenfasste. Im Anschluss hielt Susanne Selbert, Enkelin der bedeutenden Juristin Elisabeth Selbert, einen eindrucksvollen Vortrag über das Leben und Wirken ihrer Großmutter. Elisabeth Selbert war eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“ und formulierte den Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, für dessen Verankerung in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes sie sich engagierte. Mit persönlichen Einblicken und historischen Kontexten veranschaulichte Susanne Selbert die immense Bedeutung dieses Satzes – eine Botschaft, die das Publikum spürbar bewegte.

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Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Vorführung eines Films, der das Leben und die Arbeit von Elisabeth Selbert im Parlamentarischen Rat 1948/49 dokumentierte. Der Film zeigte eindrucksvoll die Beharrlichkeit und den Mut, mit dem sich Frauen wie Elisabeth Selbert für Gleichberechtigung einsetzten, und warf zugleich einen Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Hürden jener Zeit.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen gemeinsamen Imbiss, der vom Wissenschaftlichen Verein der Hochschule organisiert wurde. In entspannter Atmosphäre bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit, über das Gehörte zu diskutieren und sich auszutauschen. „Es war ein Abend voller Erkenntnisse und tiefem Respekt vor den Errungenschaften der Frauenbewegung“, so Prof. Dr. Viola Sporleder-Geb, die gemeinsam mit Vizepräsidentin Prof. Dr. Cordula Borbe die Veranstaltung organisiert hatte.

Die Veranstaltung verdeutlichte die Bedeutsamkeit des Artikel 3, Absatz 2 und unterstrich, dass auch 75 Jahre später Gleichberechtigung noch keine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit ist.

Autor: red

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