Di, 10:15 Uhr
10.12.2024
Das Team hinter dem INDOOR Kugelstoßen in Nordhausen
Von Athleten für Athleten
Es ist das größte Sportereignis des Jahres in Nordhausen und besitzt eine sportliche und mediale Strahlkraft weit über Kreis- und Landesgrenzen hinaus. Das INDOOR-Kugelstoßen wird am letzten Januarwochenende wieder Spitzenathleten und Experten aus der ganzen Welt anziehen. Wir trafen uns mit zwei der Organisatoren dieses internationalen Großevents …
Marco Bachmann und Werner Hütcher vom Organisationsteam des Kugelstoßen INDOOR besuchten die nnz-Redaktion (Foto: oas)
Werner Hütcher als Spiritus rector verweist sofort im nnz-Gespräch auf sein Team, bestehend aus achtzehn ehrenamtlichen Mitstreitern in Nordhausen, Berlin und Erfurt. Ohne dieses Engagement wäre der Wettkampf undenkbar, stellt er klar. Einer seiner engsten Vertrauten ist dabei Marco Bachmann, der in den Stadtwerken im Marketing und den zentralen Diensten arbeitet und dort für die Organisation von Veranstaltungen verantwortlich zeichnet. Bachmann koordiniert die gesamte Werbung für das Indoor vom Verteilen der gedruckten Pakte bis zur elektronischen Werbung in Bussen und Bahnen. Außerdem ist er für den Transport der Spezialmatten aus Leipzig und zurück zuständig. Alle in unserem Team waren früher auch Athleten und wollen etwas für den Sport, speziell für die Förderung des Nachwuchssports tun, erklärt Werner Hütcher voller Stolz auf seine Damen und Herren. Unser INDOOR ist eine große Leistungsschau nicht nur für den kompletten Nationalkader der Damen und Herren, sondern eben auch für die besten deutschen Nachwuchsstoßer. Und er betont ausdrücklich die große Unterstützung, die von Kreis und Stadt Nordhausen bei allen Vorbereitungen gewährt wird.
Im Falle von Marco Bachmann läßt sich durchaus noch von einem Aktiven sprechen, denn der Mann ist mehrfacher Deutscher Senioren-Meister im Sprint, Abteilungsleiter Leichtathletik in der Nordhäuser HSG und hat einen talentierten Sohn, der einmal in die Fußtapfen des Papas treten will. So wie jeder im Vorbereitungsteam des INDOOR seine konkrete Aufgabe zu erfüllen hat, liegt es in seiner Verantwortung, die wertvollen Spezialmatten aus einem Leipziger Institut in die Wiedigsburghalle zu bringen und nach dem Wettkampf nach Rochlitz zu fahren, wo ebenfalls ein Hallenwettkampf stattfinden soll. Mit den Rochlitzer Veranstaltern stehen die Nordhäuser in engem Kontakt und tauschen sich regelmäßig aus.
Die beiden Organisatoren erzählen uns von den Herausforderungen, die ein solche Veranstaltung mit sich bringt, die als Einladungswettkampf und Qualifikation für die anstehenden Großereignisse wie die Hallen-EM in den Niederlanden und die Hallen-WM in China im Frühjahr gilt. Bisher haben die Funktionäre im nationalen Verband um Ron Hütcher schon drei Damen und drei Männer aus der internationalen Weltspitze für den 25. Januar binden können, weitere werden in Kürze folgen und das Starterfeld dann auch bei uns veröffentlicht. Seit dem Herbst laufen die intensiven Vorbereitungen; so steht das Team der Kampfrichter, die alle Landeskampfrichter sind und aus Erfurt kommen, wo sie unter der Leitung von Richard Debuch stehen, der gleichzeitig der Wiegemeister ist und die Kugeln genauestens abwiegen wird. Ein professionelles Vermessungsbüro ist engagiert und die elektronische Vermessungstechnik befindet sich auf höchstem technischen Stand. Ohne Exaktheit in all diesen Belangen würde unser Event nicht als internationaler Wertungswettkampf zugelassen und etwa erzielten Rekorden würde die Anerkennung verwehrt., berichtet Werner Hütcher von den Vorarbeiten. Es finden mehrere Technikberatungen statt, an denen der wieder live übertragende MDR teilnimmt, aber auch die Licht- und Tontechniker (Fabian Fromm aus Sondershausen) und die Hausmeister der Wiedigsburghalle sowie die Haustechniker. Am Veranstaltungstag selbst wird aus dem Org-Team eigens ein Mitarbeiter abgestellt, der sich nur um die Sorgen und Wünsche der Fernseh-Crews kümmern wird. Auch die ARD und das ZDF sind in Gesprächen mit den Nordhäusern für eventuelle Übertragungen.
Diverse Genehmigungen sind einzuholen, Flüge für die internationalen Teilnehmer zu buchen und die Unterbringungen der Sportler zu bestellen. Den Brandschutz gilt es zu beachten, wenn Feuerfontänen als Effekte eigesetzt werden, Ärzte müssen in der Halle anwesend sein, Plätze für Doping-Kontrollen bereitstehen und vieles mehr. Am INDOOR-Veranstaltungstag werden 60 Helfer im Einsatz sein, die vom Auf- und Abbau über die Essensversorgung bis hin zu Fahrdiensten alle Wünsche und Notwendigkeiten abdecken. Das INDOOR bedeutet für uns alle eine befriedigende Erfüllung, wenn es gut läuft, aber es ist gleichzeitig jedes Jahr ein riesiger Kraftakt., schätzt Hütcher ein. Die Vorbereitung und Durchführung, also auch die Bewerbung beispielsweise ist kaum vergleichbar mit anderen sportlichen Hallen-Events. Vom Aufbau bis zur Vermessung der einzelne Stöße ist alles detailliert geplant, ergänzt Marco Bachmann. Als Hallensprecher wird wieder Hardy Gnewuch fungieren, ein absoluter Fachmann auf dem Gebiet der Leichtathletik. Experten aus ganz Deutschland werden dem Wettkampf nicht nur beiwohnen, sondern auch gründlich unter die Lupe nehmen, ob alle Anforderungen erfüllt sind.
Schon am Vorabend der Veranstaltung trifft im Autohaus Peter die Inhaberin der Hallenbestweite in der Wiedigsburg, die Olympiasiegerin von Paris, Yemisi Ogunleye, auf ihre Vorgängerin, die legendäre Astrid Kumbernuss, die vor vielen Jahren mit ihren Auftritten die Nordhäuser Leichtathletik-Fans verzauberte. Die beiden Damen werden sich in Nordhausen das erst Mal live begegnen. Zum INDOOR-Wettkampf wird mit Udo Beyer ein weiterer Olympiasieger das Geschehen auf den Matten verfolgen.
Auch für das INDOOR am 25. Januar werden die Eintrittspreise wieder sehr moderat sein; eine Forderung, die Werner Hütcher durchgesetzt hat, weil er hofft, die Zuschauerzahl des vergangene Jahres (1.730) dieses Mal auf die 2000er-Marke steigern zu können, die in den früheren Indoor-Wettkämpfen schon erreicht wurde.
Der freie Vorverkauf in den Nordhäuser Vvk-Stellen beginnt am Montag, der Vorverkauf übers Internet läuft bereits auf Hochtouren. Ab 10 Uhr messen am Veranstaltungstag erst die Jüngsten und am Nachmittag die weltbesten erwachsenen Kugelstoßerinnen und Kugelstoßer ihre Kräfte. Und weil Hütcher hofft, dass ein fachkundiges, begeistertes Publikum die Athleten beflügelt und zu Höchstleistungen treibt, ist es nicht ausgeschlossen, dass wieder der eine oder andere Hallenrekord purzeln wird, so wie am Anfang dieses Jahres geschehen. Das Team hinter den Kulissen steht dafür jetzt schon bereit und wird von Werbung über Organisation bis zum handfesten Anpacken in der Halle alles dafür tun, dass Nordhausen einmal mehr in die Schlagzeilen gerät und vielleicht auch ein kleiner Impuls für den Tourismus gegeben werden kann.
Olaf Schulze
Autor: osch
Marco Bachmann und Werner Hütcher vom Organisationsteam des Kugelstoßen INDOOR besuchten die nnz-Redaktion (Foto: oas)
Werner Hütcher als Spiritus rector verweist sofort im nnz-Gespräch auf sein Team, bestehend aus achtzehn ehrenamtlichen Mitstreitern in Nordhausen, Berlin und Erfurt. Ohne dieses Engagement wäre der Wettkampf undenkbar, stellt er klar. Einer seiner engsten Vertrauten ist dabei Marco Bachmann, der in den Stadtwerken im Marketing und den zentralen Diensten arbeitet und dort für die Organisation von Veranstaltungen verantwortlich zeichnet. Bachmann koordiniert die gesamte Werbung für das Indoor vom Verteilen der gedruckten Pakte bis zur elektronischen Werbung in Bussen und Bahnen. Außerdem ist er für den Transport der Spezialmatten aus Leipzig und zurück zuständig. Alle in unserem Team waren früher auch Athleten und wollen etwas für den Sport, speziell für die Förderung des Nachwuchssports tun, erklärt Werner Hütcher voller Stolz auf seine Damen und Herren. Unser INDOOR ist eine große Leistungsschau nicht nur für den kompletten Nationalkader der Damen und Herren, sondern eben auch für die besten deutschen Nachwuchsstoßer. Und er betont ausdrücklich die große Unterstützung, die von Kreis und Stadt Nordhausen bei allen Vorbereitungen gewährt wird.
Im Falle von Marco Bachmann läßt sich durchaus noch von einem Aktiven sprechen, denn der Mann ist mehrfacher Deutscher Senioren-Meister im Sprint, Abteilungsleiter Leichtathletik in der Nordhäuser HSG und hat einen talentierten Sohn, der einmal in die Fußtapfen des Papas treten will. So wie jeder im Vorbereitungsteam des INDOOR seine konkrete Aufgabe zu erfüllen hat, liegt es in seiner Verantwortung, die wertvollen Spezialmatten aus einem Leipziger Institut in die Wiedigsburghalle zu bringen und nach dem Wettkampf nach Rochlitz zu fahren, wo ebenfalls ein Hallenwettkampf stattfinden soll. Mit den Rochlitzer Veranstaltern stehen die Nordhäuser in engem Kontakt und tauschen sich regelmäßig aus.
Die beiden Organisatoren erzählen uns von den Herausforderungen, die ein solche Veranstaltung mit sich bringt, die als Einladungswettkampf und Qualifikation für die anstehenden Großereignisse wie die Hallen-EM in den Niederlanden und die Hallen-WM in China im Frühjahr gilt. Bisher haben die Funktionäre im nationalen Verband um Ron Hütcher schon drei Damen und drei Männer aus der internationalen Weltspitze für den 25. Januar binden können, weitere werden in Kürze folgen und das Starterfeld dann auch bei uns veröffentlicht. Seit dem Herbst laufen die intensiven Vorbereitungen; so steht das Team der Kampfrichter, die alle Landeskampfrichter sind und aus Erfurt kommen, wo sie unter der Leitung von Richard Debuch stehen, der gleichzeitig der Wiegemeister ist und die Kugeln genauestens abwiegen wird. Ein professionelles Vermessungsbüro ist engagiert und die elektronische Vermessungstechnik befindet sich auf höchstem technischen Stand. Ohne Exaktheit in all diesen Belangen würde unser Event nicht als internationaler Wertungswettkampf zugelassen und etwa erzielten Rekorden würde die Anerkennung verwehrt., berichtet Werner Hütcher von den Vorarbeiten. Es finden mehrere Technikberatungen statt, an denen der wieder live übertragende MDR teilnimmt, aber auch die Licht- und Tontechniker (Fabian Fromm aus Sondershausen) und die Hausmeister der Wiedigsburghalle sowie die Haustechniker. Am Veranstaltungstag selbst wird aus dem Org-Team eigens ein Mitarbeiter abgestellt, der sich nur um die Sorgen und Wünsche der Fernseh-Crews kümmern wird. Auch die ARD und das ZDF sind in Gesprächen mit den Nordhäusern für eventuelle Übertragungen.
Diverse Genehmigungen sind einzuholen, Flüge für die internationalen Teilnehmer zu buchen und die Unterbringungen der Sportler zu bestellen. Den Brandschutz gilt es zu beachten, wenn Feuerfontänen als Effekte eigesetzt werden, Ärzte müssen in der Halle anwesend sein, Plätze für Doping-Kontrollen bereitstehen und vieles mehr. Am INDOOR-Veranstaltungstag werden 60 Helfer im Einsatz sein, die vom Auf- und Abbau über die Essensversorgung bis hin zu Fahrdiensten alle Wünsche und Notwendigkeiten abdecken. Das INDOOR bedeutet für uns alle eine befriedigende Erfüllung, wenn es gut läuft, aber es ist gleichzeitig jedes Jahr ein riesiger Kraftakt., schätzt Hütcher ein. Die Vorbereitung und Durchführung, also auch die Bewerbung beispielsweise ist kaum vergleichbar mit anderen sportlichen Hallen-Events. Vom Aufbau bis zur Vermessung der einzelne Stöße ist alles detailliert geplant, ergänzt Marco Bachmann. Als Hallensprecher wird wieder Hardy Gnewuch fungieren, ein absoluter Fachmann auf dem Gebiet der Leichtathletik. Experten aus ganz Deutschland werden dem Wettkampf nicht nur beiwohnen, sondern auch gründlich unter die Lupe nehmen, ob alle Anforderungen erfüllt sind.
Schon am Vorabend der Veranstaltung trifft im Autohaus Peter die Inhaberin der Hallenbestweite in der Wiedigsburg, die Olympiasiegerin von Paris, Yemisi Ogunleye, auf ihre Vorgängerin, die legendäre Astrid Kumbernuss, die vor vielen Jahren mit ihren Auftritten die Nordhäuser Leichtathletik-Fans verzauberte. Die beiden Damen werden sich in Nordhausen das erst Mal live begegnen. Zum INDOOR-Wettkampf wird mit Udo Beyer ein weiterer Olympiasieger das Geschehen auf den Matten verfolgen.
Auch für das INDOOR am 25. Januar werden die Eintrittspreise wieder sehr moderat sein; eine Forderung, die Werner Hütcher durchgesetzt hat, weil er hofft, die Zuschauerzahl des vergangene Jahres (1.730) dieses Mal auf die 2000er-Marke steigern zu können, die in den früheren Indoor-Wettkämpfen schon erreicht wurde.
Der freie Vorverkauf in den Nordhäuser Vvk-Stellen beginnt am Montag, der Vorverkauf übers Internet läuft bereits auf Hochtouren. Ab 10 Uhr messen am Veranstaltungstag erst die Jüngsten und am Nachmittag die weltbesten erwachsenen Kugelstoßerinnen und Kugelstoßer ihre Kräfte. Und weil Hütcher hofft, dass ein fachkundiges, begeistertes Publikum die Athleten beflügelt und zu Höchstleistungen treibt, ist es nicht ausgeschlossen, dass wieder der eine oder andere Hallenrekord purzeln wird, so wie am Anfang dieses Jahres geschehen. Das Team hinter den Kulissen steht dafür jetzt schon bereit und wird von Werbung über Organisation bis zum handfesten Anpacken in der Halle alles dafür tun, dass Nordhausen einmal mehr in die Schlagzeilen gerät und vielleicht auch ein kleiner Impuls für den Tourismus gegeben werden kann.
Olaf Schulze


