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So, 07:00 Uhr
01.12.2024
Zur Herkunft der Ilfeld-Honsteiner Grafen aus Erfurt

Ein kleiner Lichtblick?

Was schreibt der Ilfelder Mönch Johannes Caputh, berichten alte Chronisten zutreffend und woher stammten die berühmten Grafen von Ilfeld-Honstein ab? Ein kleines Licht wirft hier Tim Schäfer...

Möglicherweise kann ein Lichtblick auf die Herkunft der Grafen von Ilfeld-Honstein, heute Gemeinde Harztor in Nordthüringen, geworfen werden. Unumstritten ist, dass der Graf Elger II mit Lutrudis wesentlich das Ilfelder Kloster mit stifteten (um 1190).

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Johannes Caputh, ein Ilfelder Mönch im Prämonstratenser Kloster der heiligen Gottesmutter Maria zu Ilfeld, hat um 1300 berichtet. Kurz geht er auf die Herkunft der Ilfeld- Honsteiner Grafen ein. Er gibt explizit den Hinweis, dass Graf Elger von Ilfeld nicht vom Bielstein, sondern aus dem Hause Bielstein stammte. Wird das stimmen? Ja, das ist gut möglich. Der feine Unterschied zum Elger 1 löst ein erstes Missverständnis zu Ilfeld.

Das Wappen der Hohnsteiner (Foto: Tim Schäfer) Das Wappen der Hohnsteiner (Foto: Tim Schäfer)


Daneben hilft die Thüringer Chronik des Johann von Falkenstein in tatsächlicher weitgehender Übereinstimmung mit der Topographia Braunschweig, etwas Licht auf die Abstammung dieser bedeutenden hochadligen Dynasten zu werfen. Das Ilfelder-Honsteiner Grafengeschlecht war hochadlig, geht demzufolge u.a. auf Ludwig den Bärtigen zurück. Aber mglw. anders als gedacht. Denn, dessen Tochter Jutta (Uda?) wurde die Ehefrau des Grafen Ludwig von Linderbeck-Bielstein. Elger II, der erste Honsteiner aus der Linie der Ilfelder, vom Hause Bielstein, war der Sohn vom sogen. Elger I. Dieser wiederum sei ein Sohn Conrads, dessen Vater Beringer wiederum ein Sohn Ludwigs von Linderbeck (heute in Erfurt) und Bielstein gewesen ist. Dieser Konrad ist nicht identisch mit einem gleichnamigen Sohn Ludwig des Bärtigen. Somit wäre Beringer also der Opa von Elger I. gewesen.

Auch ein Missverständnis zu einem Konrad, der ja sozusagen als „doppelter“ Konrad begegnete, wäre damit aufgelöst?! Die Ilfeld-Honsteiner Grafen haben somit Ihre Wurzeln bei oder im heutigen Erfurt-Linderbach, der Landeshauptstadt unseres schönen Freistaates Thüringen. Ob das als ein Lichtblick bestehen bleibt?

Literatur: Johann Heinrichs von Falckenstein: Thüringische Chronicka oder vollständige Alt-, Mittel- und Neue Historie von Thüringen, Erfurt, J.W. Ritschel, 1738, hier online: Düsseldorf: Universitäts- und Landesbibliothek
Autor: red

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