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Do, 10:35 Uhr
03.01.2002

Wohnungsbaunachfrage rückläufig

Nordhausen (nnz/tls). Die seit 1997 rückläufige Wohnungsbaunachfrage hielt auch im Oktober 2001 an. Das betraf sowohl den Wohnungsneubau als auch Wohnungen, die im Rahmen von Um-, Aus- und Erweiterungsbauten an bestehenden Gebäuden entstehen sollen.


Von Januar bis Oktober 2001 wurden in Thüringen mit den bisher gemeldeten Baugenehmigungen bzw. Bauanzeigen 5 238 Wohnungen zum Bau freigegeben. Damit ging die Anzahl der genehmigten Wohnungen (einschließlich Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden) nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 22,9 Prozent zurück. Die seit 1997 andauernde rückläufige Entwicklung, die deutschlandweit zu beobachten ist, setzte sich weiter fort.

Rund vier Fünftel der genehmigten Wohnungen werden in Neubauten entstehen. Im Wohnungsneubau hatten die Bauherren mit 4 105 Wohnungen 20,8 Prozent weniger eingeplant als von Januar bis Oktober 2000. Während die Anzahl der genehmigten Wohnungen in neuen Einfamilienhäusern um 16,1 Prozent auf 2 761 Wohnungen und in neuen Zweifamilienhäusern um 17,4 Prozent auf 580 Wohnungen zurück ging, wurde für Wohngebäude mit 3 und mehr Wohnungen ein Minus von 35,7 Prozent festgestellt. In Wohngebäuden mit 3 und mehr Wohnungen sollen 764 Wohnungen entstehen. Die Anzahl der Baugenehmigungen, durch die Wohnungen im Rahmen von Um-, Aus- und Erweiterungsbauten an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, ging ebenfalls zurück. Hier wurden von Januar bis Oktober 2001 mit 1 037 Wohnungen 29,7 Prozent weniger genehmigt als im Vorjahresberichtszeitraum.

Auf Grund des hohen Leerstandes an Mietwohnungen vor allem in den größeren Städten Thüringens, der eingetretenen Marktsättigung und des Wegfalls der besonderen steuerlichen Förderung des Mietwohnungsbaus in den neuen Bundesländern, ist auch weiterhin mit einer geringen Nachfrage nach Baugenehmigungen für Wohnbauten, vor allem für Mehrfamilienhäuser, zu rechnen. Ausgehend von der dargestellten Situation auf dem Wohnungssektor können in nächster Zeit keinerlei Impulse für die Auftragseingänge im Wohnungsbau in den Betrieben des Bauhauptgewerbes erwartet werden. So sank von Januar bis Oktober 2001 das Auftragsvolumen im Wohnungsbau im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um mehr als ein Viertel (27,2 Prozent).
Autor: nnz

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