Mi, 13:59 Uhr
27.09.2006
Pure Romanik
Nordhausen (nnz). Wenn man über 8oo Jahre zählt, darf man als Bauwerk Alterserscheinungen zeigen, trotzdem aber dem Vergehen trotzen! Solches geschieht zur Zeit dem Bergfried der Burgruine Ebersburg bei Herrmannsacker. Dazu Anmerkungen von Heidelore Kneffel.
Er möchte auch den kommenden Generationen Zeugnis geben von der Baukunst mittelalterlicher Baumeister, möchte, dass man ihn wieder als Guck-ins-Land benutzen kann. Seit dem 25. September 2006, einem strahlendem Frühherbsttag, weiß man genauer, wie es um den Bergfried steht, der besonders in den letzten zwei Jahren sehr unter den Wettern litt, zahlreiche seiner Steine lassen musste.
Wir lassen Bauwerke wirken, so stand es auf dem Auto, das zwei junge Männer mit einem Foto-Video-Helikopter in 3D Animation hinauf zur Burgruine brachte. Mit Hilfe dieser an eine Riesenlibelle erinnernden fliegenden Kamera wurde der Zustand des Bergfriedes genauestens dokumentiert, wovon sich Mitglieder des Vereins für lebendiges Mittelalter und Wanderer, die gerade auf der Burgruine waren, am Ende der Flugaktion auf einem Monitor überzeugen konnten. So wird nun eine qualitätsvolle Dokumentation erstellt, mit deren Informationen man bei der notwendigen Sanierung im wahrsten Sinne bestens im Bilde ist.
Seit Jahren hilft die Bennert Gruppe, zu der das Monumedia-Team gehört, mit ihren verschiedenen Arbeitsbereichen vielen Denkmalen in Deutschland zu überleben. Sie arbeitet eng mit den zuständigen Denkmalbehörden zusammen. Auch bei der brandgeschädigten Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar war sie tätig.
Diese fachgerechte Erkundung des Zustandes des Ebersburgbergfriedes war im Juli dieses Jahres vor Ort vereinbart worden, als auf Einladung des Landrates des Landratsamtes Nordhausen, Herrn Joachim Claus, der Landeskonservator Thüringens, Herr Dr. Winghardt, gemeinsam mit dem Gebietsreferenten der Thüringer Denkmalbehörde, Herrn Metzler, die Burgruine in Augenschein nahmen. Die beiden Sachkundigen beeindruckte besonders der Umstand, dass die Ruinen der Burg noch den ursprünglichen Baustil des 12./13. Jahrhunderts bewahrt haben.
Das kommt nicht mehr häufig vor, denn oft bauten spätere Generationen an den Burganlagen. Man war sich am Ende der intensiven Beratung einig, dass man noch in diesem Jahr wegen des baulichen Zustandes des Bergfriedes mit den Sicherungsarbeiten beginnen sollte.
Die nun entstandenen dokumentierenden Bilder weisen u. a. auch nach, dass der Bewuchs auf der oberen Ringmauer gewaltig ist. Neben üppigstem Strauchwerk gibt es da zwei imposante Eichen, von denen die eine, so sieht es jedenfalls auf den Fotos aus, einen Stamm besitzt, der sich seit hundert Jahren entwickelt haben könnte. Wünschen wir dem Bergfried und somit uns, dass die ersten Sicherungsmaßnahmen an ihm bald beginnen können, denn jeder Winter, der jetzt noch über ihn hinweg geht, ist eigentlich einer zuviel.
Heidelore Kneffel
Autor: nnzEr möchte auch den kommenden Generationen Zeugnis geben von der Baukunst mittelalterlicher Baumeister, möchte, dass man ihn wieder als Guck-ins-Land benutzen kann. Seit dem 25. September 2006, einem strahlendem Frühherbsttag, weiß man genauer, wie es um den Bergfried steht, der besonders in den letzten zwei Jahren sehr unter den Wettern litt, zahlreiche seiner Steine lassen musste.
Wir lassen Bauwerke wirken, so stand es auf dem Auto, das zwei junge Männer mit einem Foto-Video-Helikopter in 3D Animation hinauf zur Burgruine brachte. Mit Hilfe dieser an eine Riesenlibelle erinnernden fliegenden Kamera wurde der Zustand des Bergfriedes genauestens dokumentiert, wovon sich Mitglieder des Vereins für lebendiges Mittelalter und Wanderer, die gerade auf der Burgruine waren, am Ende der Flugaktion auf einem Monitor überzeugen konnten. So wird nun eine qualitätsvolle Dokumentation erstellt, mit deren Informationen man bei der notwendigen Sanierung im wahrsten Sinne bestens im Bilde ist.
Seit Jahren hilft die Bennert Gruppe, zu der das Monumedia-Team gehört, mit ihren verschiedenen Arbeitsbereichen vielen Denkmalen in Deutschland zu überleben. Sie arbeitet eng mit den zuständigen Denkmalbehörden zusammen. Auch bei der brandgeschädigten Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar war sie tätig.
Diese fachgerechte Erkundung des Zustandes des Ebersburgbergfriedes war im Juli dieses Jahres vor Ort vereinbart worden, als auf Einladung des Landrates des Landratsamtes Nordhausen, Herrn Joachim Claus, der Landeskonservator Thüringens, Herr Dr. Winghardt, gemeinsam mit dem Gebietsreferenten der Thüringer Denkmalbehörde, Herrn Metzler, die Burgruine in Augenschein nahmen. Die beiden Sachkundigen beeindruckte besonders der Umstand, dass die Ruinen der Burg noch den ursprünglichen Baustil des 12./13. Jahrhunderts bewahrt haben.
Das kommt nicht mehr häufig vor, denn oft bauten spätere Generationen an den Burganlagen. Man war sich am Ende der intensiven Beratung einig, dass man noch in diesem Jahr wegen des baulichen Zustandes des Bergfriedes mit den Sicherungsarbeiten beginnen sollte.
Die nun entstandenen dokumentierenden Bilder weisen u. a. auch nach, dass der Bewuchs auf der oberen Ringmauer gewaltig ist. Neben üppigstem Strauchwerk gibt es da zwei imposante Eichen, von denen die eine, so sieht es jedenfalls auf den Fotos aus, einen Stamm besitzt, der sich seit hundert Jahren entwickelt haben könnte. Wünschen wir dem Bergfried und somit uns, dass die ersten Sicherungsmaßnahmen an ihm bald beginnen können, denn jeder Winter, der jetzt noch über ihn hinweg geht, ist eigentlich einer zuviel.
Heidelore Kneffel


