eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Di, 11:48 Uhr
03.09.2024
Gewerkschaft fordert mehr Stundenlohn für Reinigungskräfte

Sauberer Lohn für saubere Arbeit

Wer im Landkreis Nordhausen Büros, Schulen, Arztpraxen oder Altenheime sauber hält, der soll dafür schon bald deutlich mehr Geld im Portemonnaie haben. Denn die Stundenlöhne in der Gebäudereinigung sollen um 3 Euro steigen...

Das fordert die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Nordthüringen. Der Mindestlohn der Reinigungsbranche würde dann auf 16,50 Euro pro Stunde nach oben gehen. „Das ist der Lohn, den die meisten Reinigungskräfte im Kreis Nordhausen verdienen. Und das muss das neue Lohn-Limit für die harte Arbeit sein, die die Beschäftigten in der Gebäudereinigung leisten“, sagt Matthias Lötzsch.

Anzeige Refinery (lang)
Der Vorsitzende der IG BAU Nordthüringen rechnet vor: „Am Monatsende käme eine Gebäudereinigerin dann auf knapp 2.790 Euro brutto, wenn sie Vollzeit arbeiten kann. Die meisten haben allerdings nur einen Teilzeitjob. Sie sind an den Tagesrandzeiten – frühmorgens und spätabends – im Einsatz. Also dann, wenn die allermeisten Berufstätigen im Kreis Nordhausen noch schlafen oder schon ihre Freizeit genießen.“ Die Arbeit in der Reinigungsbranche sei „ein Knochenjob“. Und der gehe an die Substanz: „Der Job ist körperlich anstrengend. Und er fordert vielen vieles ab: Es macht nicht immer Spaß, Schultoiletten im Kreis Nordhausen sauber zu machen“, sagt Matthias Lötzsch. Dazu komme ein enormer Zeitdruck. Und oft seien Reinigungskräfte auch mit belastenden Situationen konfrontiert – beim Saubermachen von Kranken- oder Pflegezimmern zum Beispiel.

„Es wird daher höchste Zeit, in der Gebäudereinigung anständige Löhne zu zahlen. Die Zeiten, in denen sich eine Gebäudereinigerin brav ans Ende der Lohnkette stellt, sind vorbei“, macht Lötzsch von der IG BAU Nordthüringen klar. Immerhin hätten die meisten der rund 230 Beschäftigten der Gebäudereinigung im Landkreis Nordhausen – darunter viele Mini-Jobber – „keinen einzigen Cent an Inflationsausgleichsprämie“ bekommen. Schon deshalb sei jetzt ein „ordentlicher Nachholbedarf beim Lohn“ für die Reinigungskräfte notwendig. Für einen gelernten Glas- und Fassadenreiniger bedeute dies, dass er künftig ebenfalls 3 Euro mehr und damit 19,70 Euro pro Stunde verdienen müsse, so die Gewerkschaft.

Aber auch der Nachwuchs im Gebäudereiniger-Handwerk soll profitieren: Für Azubis im ersten Ausbildungsjahr fordert die IG BAU ein Plus von 150 Euro pro Monat. Die Vergütung würde dann schon zum Ausbildungsstart bei 1.050 Euro liegen. Im dritten Ausbildungsjahr sollen, so die Forderung der IG BAU, Azubis mit 1.500 Euro pro Monat nach Hause gehen. Das wären 300 Euro mehr als heute. Die Verhandlungen der IG BAU mit dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks gehen in der kommenden Woche in die zweite Runde.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
And.
03.09.2024, 13:41 Uhr
Mal was positives...
Freut mich wenn das klappen würde mit dem angestrebten Mindestlohn..Die Reinigungskräfte sind schon seit vielen Jahren definitiv unterbezahlt..und der Job ist kein Zucker schlecken und körperlich höchst anstrengend..Die Leute verdienen höchsten Respekt denn sie beseitigen Tag für Tag den Dreck aller Bürger!
MarSun
03.09.2024, 13:44 Uhr
16,50€ Stundenlohn im LK NDH niemals
Ich arbeite selbst in der Reinigung und kenne viele die in der Reinigung arbeiten, auch in verschiedenen Firmen, ich kenne aber keinen der im LK NDH 16,50€ verdient, außer Glasreiniger.
Die normalen Gebäudereiniger verdienen meist 13,50€.
Ich gehe Vollzeit arbeiten und wenn ich dann auf meinem Lohnzettel sehe wie viel der Staat noch bekommt, bekomm ich das 🤮.
Ich hoffe sehr das sich die Verhandlungen für die Gebäudereiniger zum guten Wendet, Papa Staat freut sich sicherlich auch, der bekommt ja dann auch mehr 😂
Franz Haarkamm
03.09.2024, 17:35 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Diese Wortkombination verwenden wir hier in so einem despektierlichen Kontext nicht mehr.
Franz Haarkamm
03.09.2024, 18:48 Uhr
Wann begreifen die Gewerkschaften endlich,
… dass das Volk von solch einer linken Politik, mit ständigen Forderungen nach mehr Geld für die Arbeitenden, die Schnauze gestrichen voll hat. Abgewählt. Nicht umsonst hat das Volk ja die beiden AfD-Kandidaten, die mitten im Leben stehen und eine hohe Wirtschaftskompetenz haben, in den Landtag gewählt. Und die haben schließlich gesagt, dass sie keine Erhöhung des Mindestlohns wollen.
Lautaro
03.09.2024, 22:41 Uhr
@Franz Haarkamm
Wann begreifen eigentlich die Haarkamms dieser Welt, dass nach den Boomern und ihrer Verrentung niemand mehr für Billiglohn ihren Dreck beseitigt ?
Gebäudereinigung ist harte Arbeit und verdient ordentlichen Lohn.
nur_mal_so
04.09.2024, 08:28 Uhr
Zu dumm, dass die wahlgewinnende Partei
sich in vorangegangenen Abstimmungen schon mehrfach gegen Erhöhungen oder auch nur Zahlung bestehender Mindestlöhne oder Fest-/Mindestgehälter von Auszubildenden ausgesprochen hat.

Na, ich bin gespannt, wie hier nun in Zukunft alles besser wird, an Stelle der Gebäudereiniger-Gewerkschaft wäre ich jedoch wenig optimistisch.
Mitternacht
04.09.2024, 11:52 Uhr
Witzig im schlechten Sinne finde ich die Vorstellung,
wie viele Gebäudereiniger die erstplatzierte Partei gewählt haben, weil die Parole "Remigration bringt alles in Ordnung" so schön leicht verständlich war, und sich jetzt, NACH der Wahl, möglicherweise tatsächlich zum ersten Mal das Abstimmungsverhalten der Gewinnerpartei anschauen.
Und dabei dann feststellen: "Ups, die haben ja wirklich noch nie für den Mindestlohn gestimmt, sondern immer dagegen".
Da können sich jetzt die Gebäudereiniger auf den Kopf stellen, fürchte ich, denn wie war es vor der Wahl immer so schön zu lesen: "Wie gewählt, so bestellt".
Franz Haarkamm
04.09.2024, 15:19 Uhr
Sinnerfasend lesen! @ Lautaro
Nicht Franz Haarkamm hat sich gegen eine Erhöhung der Löhne ausgesprochen, sondern das Volk, durch die Wahl der Kandidaten, die sich klar zu diesem Thema positioniert haben. Also sollte Herr Lautaro gefälligst nicht mich, sondern das Volk beschimpfen!
Lautaro
06.09.2024, 14:02 Uhr
g* sorry Herr Franz Haarkamm.....
Ich sollte wohl meinen Sarkasmusradar etwas besser justieren !
Asche auf mein Haupt und ich gelobe Besserung ! :-)
Ihnen ein wundervolles WE !
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)