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Mo, 20:17 Uhr
02.09.2024
Aus dem Ausschuss für Stadtentwicklung

Wie weiter mit dem Blasii-Kirchplatz?

Im Nordhäuser Rathaus kam heute der Ausschuss für Stadtentwicklung zusammen. Unter anderem sollte zur Zukunft des Blasii-Kirchplatzes und dessen Sanierung diskutiert werden, außerdem standen Parkanlagen, Kiesseen und das Waisenhaus auf der Agenda...

Wie es an der Blasii-Kirche weitergehen soll wurde heute im Ausschuss für Stadtentwicklung diskutiert (Foto: agl) Wie es an der Blasii-Kirche weitergehen soll wurde heute im Ausschuss für Stadtentwicklung diskutiert (Foto: agl)


Wann können die „Kleinen Strolche“ zurückkehren
In der Einwohnerfragestunde berichteten Eltern über die Situation in der Kita „Kleine Strolche“, die sich nach einem größeren und einem kleineren Wasserschäden zur Zeit in Reparatur befindet und nicht genutzt werden kann. Die Kinder wurden in zwei anderen Einrichtungen untergebracht, wann man zurückkehren kann ist aus Sicht der Elternvertreter unklar, Planung und Kommunikation seien unzureichend gewesen, kritisierte auch Stadtrat Ulrich Konschak.

Bauamtsleiter Ahlert geht davon aus, dass die Sanierungsarbeiten bis Ende Oktober abgeschlossen sein werden, mit ein bis zwei Monaten „Luft“ für Unwägbarkeiten sei eine Rückkehr der Kinder zu Beginn des neuen Jahres möglich. Bürgermeisterin Rieger ergänzte, dass man die Eltern ab Oktober regelmäßig über den Stand der Dinge informieren werde.

Wie weiter mit dem Blasii-Kirchplatz?
Die Diskussion um die Neugestaltung des Blasii-Kirchplatzes geht in die nächste Runde, der letzte Vorschlag der Verwaltung war im April vom Stadtrat abgelehnt worden. Alexandra Rieger betonte, dass man die Anregungen und Kritik der Anwohner und der Stadträte nach Möglichkeiten in die überarbeitete Planung eingepflegt habe, wo dies möglich war. Im Fokus der Überlegungen sind die Flächen um die Kirche herum, wobei im Zentrum mehrere Bereiche ausgespart bleiben und andere perspektivisch zur Bebauung vorgesehene Bereiche wie der Schotterplatz nur als Zwischennutzung beplant würden.

Kernpunkt der Diskussionen im April war die Parkplatzsituation. Dem trage man Rechnung, in dem man Flächen gegenüber der Marktpassage und in der Blasiistraße eingebunden habe. Drei Kurzzeitparkplätze sollen zudem direkt neben der Passage eingerichtet werden.

Die AfD möchte die Pläne dennoch weiter unter die Lupe nehmen, die Parkplätze in der Kranichstraße müssten für den Einzelhandel erhalten bleiben, das geplante grüne „Baumdach“ und Spielgeräte seien an der Stelle Fehl am Platz. Auch über die Verkehrsführung müsse man noch reden.

Wesentlichere Änderungen an der Planung könne man mit einem entsprechenden Beschluss vornehmen, heißt es aus der Verwaltung, dass würde aber europäische Fördermittelzusagen in Frage stellen. Eine neuerliche Verzögerung des Langzeitprojektes könne weiter zur Folge haben, dass man in Zukunft nicht die nötigen Mittel aus der Städtebauförderung erhält. „Uns rennt ein Stück weit die Zeit weg“, sagte Bürgermeisterin Rieger. Die Kosten werden auf fünf Millionen Euro geschätzt, wobei eine Million Euro Eigenmittel bereitgestellt werden müssen. „Wenn man jetzt noch einmal auf die Bremse tritt, fängt man wieder von vorne an“, kritisierte Pascal Leibrandt von den Grünen. Der AfD Antrag wurde im Ausschuss mit 5 zu 3 Stimmen abgelehnt, aber da man hier nur beratend tätig ist, werden die nächsten Messen zum Kirchplatz im Stadtrat gesungen.

Kiesseen und Parkanlagen
In der Planung für die Zukunft der Kiesseen werden Schritte nach vorne gemacht, noch befinde man sich aber in der Bearbeitungsphase, heißt es aus der Stadtverwaltung. Geplant sind Rad-, Geh- und Wanderwege rund um die Gewässer, sowie Reparaturen und Maßnahmen zum Hochwasserschutz.

  • Der „Auesee“ bleibt von der Planung weitestgehend ausgenommen, da man sich hier noch auf Jahrzehnte hinaus in „Auskiesung“ befinde.
  • Am Möwensee wird eine Energietrasse gebaut, die um Radwege ergänzt werden soll
  • Am Forellensee hängt die Entwicklung von Fortschreibung der Nutzungspläne ab
  • Der Bielener See bleibt der Schwerpunkt der Nutzung, hier sollen Zeltplätze errichtet werden, es gibt aber noch erhebliche Defizite in der Erschließung. Das Kieswerk wird sich nach und nach vom See zurückziehen, was neue Möglichkeiten eröffnet
  • Tauchersee - bleibt für die Taucher


Bauunternehmer Silvio Wagner warf in die Diskussion ein, dass die Investoren am See nicht noch weitere fünf oder zehn Jahre warten würden, man müsse schneller vom reden ins handeln kommen.
Bürgermeisterin Rieger stellte noch einmal klar, das der Knackpunkt die schwierigen Eigentumsrechte seien und bisher die Mittel für die Planung nicht in ausreichendem Umfang im Haushalt eingestellt waren.

Noch nicht ganz so lang wie über die Seen spricht man über die Beschilderung für die Parkflächen der Stadt. Die ersten ausführlichen Info-Tafeln sollen in diesem Jahr im Gehege, dem Stadtpark und am Rosengarten aufgestellt werden. Kostenpunkt: rund 18.000 Euro und damit vergleichsweise günstig. Im nächsten Jahr folgen Promenade, Alter Friedhof, Förstemannpark und Park Hohenrode.

Wird das Waisenhaus zum Vereinshaus?
Eine weitere Diskussion aus dem alten Stadtrat fand heute auch ihren Weg in den Ausschuss: die Nutzung des Waisenhauses. Aus Sicht der CDU könne man hier ein Vereinshaus unterbringen, die Gegebenheiten würden für eine Nutzung durch die Verwaltung nicht ausreichen, genügten aber den Ansprüchen der Vereine. Nur der Maler müsste „einmal drüber“, meinte Andreas Trump.

Ganz so leicht sei die Sache nicht, entgegnete Bauamtsleiter Ahlert, die Heizung sei komplett außer Funktion, es gebe keine ordentlichen Fluchtwege aus dem 1. und 2. OG und man bräuchte ein neues Brandschutzkonzept. Das Fazit aus dem Bauamt: „So einfach geht es nicht“.

Trump entgegnet man wolle nicht hören, was nicht geht, sondern was man machen könne. Das ist auch eine Frage des Geldes und die habe der Antrag der Christdemokraten nicht ausreichend geklärt, es sollte eine Machbarkeitsstudie her, die schon einmal angedacht war, aber nie realisiert worden sei.

Nach guten zweieinhalb Stunden, diversen Verfahrensfragen, und Beschlüssen kommt noch ein interessanter Punkt: die alte Feuerwehr könnte zur neuen Heimat für das Stadtarchiv werden.

Ein grundsätzliche Aufmaß wurde bereits genommen und eine erste Begehung durchgeführt. Zur Vorlage kam heute nur eine Willensbekundung, der Grundsatzbeschluss solle lediglich den Weg für genauere Planungen frei machen, hieß es aus der Verwaltung. Die alte Feuerwehr habe noch „bauliche Nachteile“, würde aber ansonsten alles bieten, was das „Gedächtnis der Stadt“ bräuchte. Und theoretisch wäre hier auch noch Platz für das Kreisarchiv. Theoretisch.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
KeinKreisverkehr
03.09.2024, 07:22 Uhr
Marktpassage
Mit der echten Nordhäuser gibt es doch genügend Parkplätze...
Da gäbe es die Chance die Stadt etwas grüner und im Sommer erträglicher zu machen und noch etwas für die kleinen zu tun.
Nein, das Auto ist des Deutschen liebstes Kind.

Und, dass weniger Parkplätze den Einzelhandel töten ist von so vielen Studien widerlegt.... bitte aufhören immer wieder diese Unwahrheiten zu verbreiten. Aber so kennt man es ja von den blauen....

Man hätte jetzt die Chance eine Fußgängerzone einzurichten wie sie jede Stadt die etwas für den Einzelhandel und Gastronomie tun will hat....
Kobold2
03.09.2024, 08:37 Uhr
Baumaschinen und Spielgeräte
Seien Fehl am Platz.....
Sagt die Partei, die die benötigten Fachkräfte selbst machen will.....
Strandläufer
03.09.2024, 08:54 Uhr
Bitte
Lasst den Platz schön und egal was und wie, passt es der Altstadtarchitektur an.
Dieses hässliche Bibliotheksgbäude hinter dem altehrfürchtigen Rathausgebäude ist schlimm genug.
emmerssen
03.09.2024, 09:02 Uhr
Absoluter Quatsch
"Genügend Parkfläche in der Nordhäuser Marktpassage" Wer in der kurzen Meile ein Eis essen möchte oder schnell ein paar Blumen holen möchte, fährt nicht ins Parkhaus. Hier hätten auch mal die ansässigen Händler gehört werden müssen. Aber Hauptsache man hat wieder gegen die Blauen gewettert.
Leser X
03.09.2024, 11:54 Uhr
Wenn man das alles so liest...
... versteht man, was Kanzler Scholz einst als "neue Deutschland-Geschwindigkeit" bezeichnete. Und so sieht es in allen Bereichen aus. Schneller geht es nur noch bei Waffenlieferungen, sonstigen Kriegsbeteiligungen und allem, was den Bürgern schadet. Es kommt einem das kalte Grausen. Ich will die DDR zurück::))
Anmerkung techn. Support:
Es ist beeindruckend, wie Sie es immer und immer wieder schaffen in fast jedem Kommentar irgendwie das Wort »Waffenlieferungen« unter zu bringen.
Gehört doch aber irgendwie nicht zum Thema des Artikels ...
Leser X
03.09.2024, 12:04 Uhr
Doch
Schon weil alles mit allem zusammenhängt.
Anmerkung techn. Support:
Vielleicht muss ich das in den AGBs mal etwas genauer formulieren.
Wir zielen auf »lokal zusammenhängend« ab, nicht auf »global zusammenhängend«.
Bei einem Kamm z.B. gibt es zwar einen globalen Zusammenhang aller Punkte im geometrischen Sinn, aber keinen lokalen Zusammenhang aller Zinken, wenn man einen beliebigen Ausschnitt wählt. Bei einem Kreis ist das anders, der ist auch »lokal zusammenhängend«.
Bei der Mandelbrot-Menge wird der »lokale Zusammenhang« z.B. bisher zwar vermutet, ist aber noch nicht bewiesen (siehe auch MLC-Vermutung).

Also: Artikel->Kommentare->lokaler Zusammenhang.
Wird jetzt hier übrigens nicht weiter Diskutiert, weil eher »global«. 😀
Franz Haarkamm
03.09.2024, 12:52 Uhr
Beim Blasiikirchplatz könnte die Afd ein Zeichen setzen!
Ironiemodus an: Zukunftsweisend wäre es ein Parkhaus zu bauen. Und damit die Prioritäten klar sind, sollte es die Blasiikirche überragen. Elektroautos wären darin natürlich tabu. Der Eintritt in diesen Verbrennertempel sollte natürlich kostenlos sein, allenfalls könnte man um eine Spende bitten. Aussen sollte groß das Glaubensbekenntnis prangen: Es gibt keinen Gott ausser dem Verbrenner und Jörg ist sein Prophet. Ironiemodus aus.
Wie Bitte
03.09.2024, 13:15 Uhr
Nein, nein, nein, Herr Haarkamm.
Wenn die AfD ein Zeichen auf dem Blasiikirchplatz setzen wollen würde, dann muss er einplaniert und asphaltiert werden wegen der zukünftig zu erwartenden Aufmärsche, zum Beispiel am 1. April zum Geburtstag des Führers. Hoffnungsvoll für die anliegenden Altstadtbewohner in der "Kleinen Meile": diese Aufmärsche sind natürlich spätestens 20.00 Uhr beendet und werden nur von rein deutscher Musik und nicht von diesem undeutschen Gejazze wie am Wochenende begleitet werden.
Kobold2
03.09.2024, 13:30 Uhr
Ich verstehe
Zum Eis essen brauchen hen wir am besten eine Drive-IN Struktur. Damit ist auch klar das die Spielflächen und Baumdächer ( heute morgen hat mich die Autikorrektur ausgetrickst.) Fehl am Platz sind. Für Kinder ist der Verkehr gefährlich und wer braucht schon Schatten, wenn man in seinem Vehikel dort vollklimatisiert durchrauschen kann.
Belebte Innenstädte mit Strassenkaffees und Strassengastronomie sind ja dem Bedürfnis der Autofahrer unterzuordnen. Für Entspannung reicht der heimische TV.
roni
03.09.2024, 13:30 Uhr
@WieBitte
so ein Schwachs....... kann nur aus der Nordh...zus......Ecke. kommen. 0 Argumente dafür nur inhaltloser Quark.....Naja heute ist es aber auch wirklich sehr heiß draussen....
Hallogemeinde
03.09.2024, 13:32 Uhr
es muss doch möglich sein...
nur einmal... bitte wenigstens einmal ein vernünftiges Konzept auf die Beine zu stellen ohne irgendwas zu vernachlässigen? Warum Kann es nicht Parkplätze und einen schönen Platz geben? Das gleiche Spiel wie im neu gebauten Carl Von Ossietzky Hof. Da rühmt man sich mit einem super schönen Innenhof mit Wegen und begrünten Flächen. Nebenan ist der Rosengarten... 20m entfernt. 100m entfernt geht es in den Park Hohenrode. Parkplätze werden für höchsten 2 Prozent der Anwohner geschaffen. So ein Irrsinn!!! Nimmt man genug Geld in die Hand kann man es auch richtig machen und nicht nur "Flickschustern". Warum wurde kein Parkhaus errichtet mit einem begrünten und begehbaren Dach? Hätten alle was davon gehabt. Und bevor die Redaktion sagt "gehört nicht zum Artikel", das sind genannte Beispiele wie es gehen kann oder eben wie so oft in NDH nicht gehen kann. Da werden Stadtplaner eingekauft von sonst wo her die keinerlei Bezug zu NDH haben (übrigens in einer Stadtratssitzung diesen Jahres vorgestellt bei dieser ich anwesend war) und die sollen unsere Stadt planen. Einfach nur Kopfschütteln über unser Rathaus. Und wenn dann mal jemand wie die AFD etwas konstruktives beiträgt wird es gleich von einigen Kommentatoren zerredet... kommt ja schließlich von der AFD... kann ja nur schlecht sein.
E20
03.09.2024, 13:51 Uhr
@KeinKreisverkehr
Fussgängerzone hört sich zwar gut an, ist aber nicht machbar. Wie soll denn der Verkehr z.B. zu den Pflegeheimen und zur Domstraße geleitet werden? Ausserdem ist das Parkhaus für die Marktpassage konzipiert und nicht für die umliegenden Geschäfte.
Für mein Empfinden sollte der Platz von den Häusern in der Mitte "befreit" werden. Damit entstünden genügend Freiheiten für diverse Feste und Märkte.
Wie Bitte
03.09.2024, 14:18 Uhr
@roni
Tut mir leid, dass Sie mich falsch verorten, ich gehöre nicht zu #nordhausenzusammen.
Aber um das Wahlergebnis einer offen rechtsextremen Partei unter Führung eines Faschisten nicht gerade zum Jubeln zu finden muss man auch nicht explizit einem Bündnis angehören.
Mir fehlen nur irgendwie ernstgemeinte und umsetzbare Vorschläge der AfD-Fraktion. Nun ist der Stadtrat sogar unter Führung eines AfD-Politikers, so langsam dürfte dann auch mal zur Umsetzung eines Blasii-Kirchplatz-Konzeptes kommen, finden Sie nicht?
Und bis es soweit ist muss man sich halt selbst was ausdenken.
Ummenichter
04.09.2024, 04:28 Uhr
Blasiiplatz !!!
Ich könnte Kotzen über diese Unsinnigen Kommentare!!!!Was hat irgendeine Partei mit der Gestaltung des Blasiiplatzes zu tun???Nur noch Ferngesteuerte in Nordhausen unteterwegs ?Gebt der Firma Granitbau den Auftrag diesen Platz mit Altstadt Steinen zu sanieren !Einen Brunnen mit Sitzgelegenheiten 6 Bäume 🌳 🌳 🌳 🌳 🌳 🌳 und fertig wieder ein Schandfleck in Nordhausen!!!Ach so Gebt dem Italiener kostenlose Bewilligung um die Gäste um den Blasiiplatz zu Bewirten denn er war der erste Italiener in Nordhausen!!!!!!
Kobold2
04.09.2024, 09:44 Uhr
Unsinnig
und unzulässig ist es auf jeden Fall das Vergabeververfahren für öffentliche Aufträge auszusetzen.
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