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Sa, 15:05 Uhr
17.08.2024
Niedersachsens Ministerpräsident zu Besuch in Nordhausen

Wahlkampfhilfe aus der Nachbarschaft

Bei den Nachbarn in Niedersachsen ist ein SPD-Genosse Ministerpräsident und der war heute auf Stippvisite im Landkreis Nordhausen, um den Kollegen aus Thüringen etwas Schützenhilfe zu bieten. Unter dem Motto: Ehrenamt und Zivilgesellschaft ging es durch den Landkreis…


In wenigen Wochen wird in Thüringen gewählt, die SPD ist mit Innenminister Georg Maier in den Wahlkampf gestartet, der heute auf Rundreise durch den Landkreis Nordhausen ging. Neben dem Parteifreund Landrat Matthias Jendricke und den Landtagskandidaten der SPD, Patrick Börsch und Juliane Schinkel holte man sich dazu noch einen illustren Gast aus der Nachbarschaft ins Boot: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.

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Der Tag begann sportlich, man besuchte die Triathleten am Sundhäuser See und die ehrenamtlichen Helfer, die das Event auf dem Wasser absichern. Weiter ging es am Mittag im IFA-Museum. Die IFA Freunde haben gute Kontakte Niedersachsen, nutzen gerne die Hannover-Messe um sich auch außerhalb der Region zu präsentieren und auch manch historische Verbindung gab es gen Westen.

Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl) Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl)

Thüringens Innenminister Maier kennt das Museum, auch wenn der letzte Besuch ein paar Tage zurück liegt als er noch andere Positionen bekleidete, sei der Ort und seine Ausstellung in Erinnerung geblieben. Es sei gut, sich der Industriegeschichte und der Thüringer Stärke zu erinnern. Die habe unter der Treuhand gelitten, sekundierte Weil, damals seien Fehler gemacht worden, die nicht wieder gut zu machen seien. Aber man sehe auf einem guten Weg, gerade in den letzten Jahren. Es sei viel Gutes geschehen, das Land habe Innovationskraft, auch wenn die manchmal den Niedersachsen zum Nachteil gereiche. Unter Nachbarn könne man sowas aber sportlich sehen.

Mit von der Partie: Barbara Rinke und die beiden Landtagskandidaten der Nordhäuser Genossen: Patrick Börsch und Juliane Schinkel (Foto: agl) Mit von der Partie: Barbara Rinke und die beiden Landtagskandidaten der Nordhäuser Genossen: Patrick Börsch und Juliane Schinkel (Foto: agl) Das man das IFA-Museum besuchte, lag aber weniger an der vielen Technik, sondern an denen, die sie hegen, pflegen und bewahren. Das Ehrenamt sollte im Zentrum der Wahlkampfreise stehen und der Museumsverein sei ein gutes Beispiel dafür, dass man auch im Ehrenamt einen hochgradig professionellen Museumsbetrieb aufbauen könne, meinte Patrick Börsch, Nordhäuser Kandidat für den Landtag. „Wir kämpfen seit Jahren dafür, das dass Haus in die Museumskonzeption der Stadt aufgenommen wird. Das Museum ist gut besucht, gerade auch von Gästen, die von außerhalb kommen und damit ein Aushängeschild für die Region und man schafft über die Technik Anknüpfungspunkte für die Jugend. Manches was hier ausgestellt wird, ist da bis heute relevant“, sagt Börsch. Es sei ein Segen, das die Region ein Industriemuseum dieser Art habe.

Wäre die Motorenfertigung weiter gelaufen, sähe die Stadt heute vielleicht anders aus. Stattdessen gilt der Freistaat gerne als „verlängerte Werkbank“ der alten Länder. Kein gänzlich falsches Bild, meint Juliane Schinkel, die zweite Kandidatin auf dem Ticket der Nordhäuser SPD, aber die Lage habe sich in den letzten Jahren verschoben und könne weiter verbessert werden.

Am Nachmittag ging es für die Delegation weiter zum „Stöbereck“ am Taschenberg, hier wurde das 1. Nachhaltigkeitsfest gefeiert. Später wird man in Bleicherode erwartet, wo man sich bei einem Stadtrundgang das Prinzip der „Ladenpioniere“ erklären lassen will. Ab 17 Uhr wird in das Bleicheröder Kulturhaus zum gegenseitigen Austausch geladen, das Thema: Ehrenamt und Zivilgesellschaft.
Angelo Glashagel
Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl)
Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl)
Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl)
Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl)
Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl)
Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl)
Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl)
Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl)
Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl)
Zwischen Famulus und Brockenhexe: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Thüringens Innenminister Georg Maier (beide SPD) besuchten heute das IFA-Museum (Foto: agl)
Autor: red

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Kommentare
ArreeTim
17.08.2024, 19:34 Uhr
Wahlkampf oder Alibi?
Bloß nicht vor den Wähler treten, der könnte dumme, freche oder anderweitig nicht genehme Fragen stellen, viel Erfolg bei der anstehenden Wahl!
Kritiker2010
18.08.2024, 11:24 Uhr
SPD im IFA-Museum. Ist das Satire?
Wenn man bedenkt, dass die SPD heute im Prinzip nichts mehr mit der SPD vergangener Zeiten zu tun hat und auch mit deren Werten und Wählern nichts mehr gemein haben will, ist es schon ein starkes Stück, sich gerade in ein Museum zurück zu ziehen, das von der Arbeit und den Arbeitern vergangener Tage erzählt.

Heute geht es nur noch um zeitgeistige Randgruppen-Ideologie, um die Zersetzung der Werte und Normen, die dieses Land erfolgreich und sicher gemacht haben. Heute steht die SPD für Krieg, internationale Isolation und wirtschaftlichen Niedergang - aber natürlich in diskriminierungsfreier Sprache.

Die SPD ist für mich heute so etwas wie die Titanic nach der Kollision mit dem Eisberg. Die Kapelle spielt noch einmal auf, obwohl der Untergang absehbar ist. Hauptsache Kurs halten!

Wir werden sehen, ob es diese Partei mit diesem Personal noch einmal in den Thüringer Landtag schafft.
return1982
18.08.2024, 14:29 Uhr
Traurig
Echt traurig, ein Wessi macht sich zur Wahl im Osten wichtig… wer jetzt noch SPD wählt dem ist nicht mehr zu helfen..
Kobold2
18.08.2024, 18:03 Uhr
Ein Wessi im
Osten.... ja da gibt es noch weitere.
Lünen liegt ja nun auch nicht in Thüringen.
Aber das "Argument" gilt halt nur fürs eigene Weltbild.
Auf was Substanzielles wartet man vergebens. Menschen nicht nach Herkunft zu verurteilen, seht schon im GG.
AlleFutternDöner
19.08.2024, 12:58 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Sorry, geht nicht.
Boris Weißtal
20.08.2024, 18:26 Uhr
SPD: Wo alles begann, endet es nun
In Thüringen, wo einst die älteste Partei Europas gegründet wurde, scheint diese politische Reise nun zu enden.
Die ehemals auch größte Volkspartei Europas kämpft ausgerechnet in ihrem Mutterland Thüringen nun um das politische Überleben, sprich: die 5 Prozent-Hürde!
Die Lage der Nordhäuser SPD kann als Blaupause für den Untergang dieser Partei herhalten:
Eine innerparteilicher Diskurs über die besten Ideen und Köpfe findet seit langem nicht mehr statt. Der Trieb, den persönlichen Machtanteil zu erhalten, wiegt schwerer als das Wohl der Partei, geschweige des Volkes. Eherne sozialdemokratische Grundsätze spielen bei Entscheidungsfindungen nahezu keine Rolle mehr. Vielmehr wird der Koalitionsfähigkeit zuliebe anderen Parteien hinterher gehechelt.
Als lokale Beispiele dienen bespielhaft diese SPD-Entscheidungen:
1. Die Einführung verdienstunabhängiger Kitagebühren. Diese Maßnahme belastet bis heute gerade verdienstschwache Familien, während es Hartz4- Empfänger gar nicht betrifft und Reiche sogar entlastet.
2. Die Vernichtung von abermillionen € Steuergelder durch völlig überteuerte Elektrobusse. Diese Fahrzeuge sind ökologischer Nonsens und wirtschaftlich absolut unsinnig. Angeblich sind fast alle der sechs Fahrzeuge aktuell kaputt und gar nicht mehr im Einsatz!!!
Dieses Geld fehlt z.B. aktuell bei den Pflegekosten im Landkreis.
3. Die Personalpolitik der Nordhäuser SPD. Ein immer kleiner werdendes Machtkartell entscheidet autoritär und leise über jegliche Personalentscheidungen dieser Partei, zur Not auch gegen selbstbewusste amtierende SPD-Mandatsträger. Jüngstes Beispiel ist die Nominierung des parteilosen Patrick Börsch als Landtagskandidat. In der Wiege der Sozialdemokratie schafft es diese Partei nicht einmal einen Sozialdemokraten als Landtagskandidaten aufzustellen. So verwundert es auch nicht, dass diese Nominierung so lange geheim gehalten wurde bis die ersten Wahlplakate hingen. Ein notwendig komplett gefügiges Parteimitglied stand offenbar nicht zur Verfügung.

Und da es in der Politik keine zweite Liga gibt, erfolgt bei der Thüringer Landtagswahl eben kein Abstieg sondern der Untergang dieser einst wichtigen Partei.
Mitternacht
20.08.2024, 18:35 Uhr
Wer sich ständig beschwert,
was die Wessis hier im Osten suchen, um Wahlkampf zu machen oder gar selbst gewählt werden wollen, der hat wohl vergessen, wo der geliebte Führer her kommt.
Anmerkung techn. Support:
Diese West-Ostvergleiche sind langweilig.
Am Ende sind wir doch alle Deutsche bzw. sogar Europäer.
Strandläufer
20.08.2024, 19:05 Uhr
Der Untergang
...wurde doch seit Jahren mit Akribi weiter organisiert. Lokalpolitisch wie auf Bundesebene.
Einiges haben Sie, Herr B.W.,ja schön zusammengefasst.
Und da liegt ja auch genau der Hase im Pfeffer. "Wer hat uns verraten, die Sozialdemokraten." Gerade die arbeitende Mittelschicht, ich dachte immer das Hauptklientel, wurde verarscht und man ließ es (bis heute im Übrigen) ausbluten.
Der Kaschmirkanzler ließ dann die letzten Hüllen fallen.
Ich wüsste gar nicht wer die SPD wählen sollte und wofür? Wen vertreten sie denn?
Die Mittelschicht nicht.
Mitternacht
20.08.2024, 21:12 Uhr
Liebes nnz-Team,
wenn die nnz-Kommentatoren sich nicht ständig beschweren würden, dass sie sich von Wessi-Politikern nichts sagen lassen wollen, dabei aber selbst einem westlichen (Ver)Führer hinterhermarschieren, dann wäre euer Einwand berechtigt.
Solange jedoch muss daran erinnert werden dürfen, dass auch hier mal wieder mit alternativen, sprich zweierlei Maß gemessen wird.
Lautaro
21.08.2024, 14:52 Uhr
Wir sind nun mal eine "Bundesrepublik" !
Wenn dann Wahlhilfe aus Niedersachsen erfolgt finde ich das nicht schlimm.
Aus meiner Sicht hatte die Wahlhilfe des Herrn Prophet sogar dazu geführt, seine Wahl gegen Menschen, welche den Status Quo in NDH zementieren wollten, zu verlieren.
Nun, ich habe ihn auch nicht gewählt. Aber ungeschickt war die Wahl seiner Helfer schon.
Und genauso kann es der SPD mit den Erfüllungsgehilfen des "Kaschmirkanzlers" geschehen (übrigens danke Strandläufer :-D )
Die Boomer unter uns, welche bis 67 schwere Arbeiten verrichten sollen, haben das der ehemaligen Arbeiterpartei ohnehin nicht vergessen.
Lautaro
21.08.2024, 16:14 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Sorry. Bezug zum Artikel?
Lautaro
21.08.2024, 17:46 Uhr
Sorry liebe Redaktion....
Manchmal geht halt mein verloren geglaubtes Temperament mit mir durch.
Immer wieder danke fürs Zügeln ! :-)
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