Fr, 07:12 Uhr
08.09.2006
Es reicht!
Nordhausen (nnz). In Nordhausen wird gespart. An allen Ecken und Enden. Das Landratsamt beispielsweise spart an der Jugendarbeit im Landkreis. Aber die Vereine wollen sich das nicht mehr gefallen lassen.
Viele Kinder und Jugendliche im Landkreis besuchen in ihrer Freizeit Jugendclubs und Vereine. Dort können sie sich mit Freunden treffen und vielfältigen Freizeitbeschäftigungen nachgehen. Doch ohne die finanzielle Unterstützung durch den Landkreis könnten viele gemeinnützige Vereine gar nicht existieren. Deshalb ist es ein harter Schlag für sie, dass das Landratsamt das seit Januar fällige Geld für die offene Kinder- und Jugendarbeit nicht bezahlt.
Man erwartet von uns, dass wir qualitativ hochwertige Jugendarbeit leisten, aber wie sollen wir das unter diesen Bedingungen schaffen?, fragt sich die Geschäftsführerin des Kreisjugendring Nordhausen e.V., Anita Kaltbach. Schon im letzten Jahr wurden die Zuschüsse um 20 Prozent gekürzt. Mit den 368 000 Euro vom Landratsamt, die es 2005 gab, rechnete man auch dieses Jahr. Damit hätten alle Projekte der Mitgliedsverbände des KJR realisiert werden können. Doch in diesem Jahr wartete man vergeblich auf die Zuschüsse.
Als zu Beginn der Sommerferien noch immer nichts bewilligt wurde, beschlossen die Mitglieder des KJR, alle ihre Einrichtungen an Freitagen zu schließen. Für diese Sparmaßnahme wurde bewusst der Tag der Woche gewählt, an dem die Jugendclubs die meisten Besucher zählen. Auch Ferienangebote für Schüler konnten nicht wie geplant umgesetzt werden. So standen auch berufstätige Eltern vor der Frage, wo sie ihre Kinder an den betroffenen Freitagen unterbringen.
Am 31. Juli erhielt der KJR endlich die lang erwartete Bewilligung. Die Zuschüsse sind jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gekürzt worden. Somit sind viele Vereine gezwungen, laufende Kinder- und Jugendprojekte abzubrechen und geplante Angebote auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Außerdem muss ein großer Teil der Mitgliedsverbände des KJR weiterhin einen Tag pro Woche seine Einrichtungen schließen.
Allerdings hat der KJR noch immer keinen Cent der bewilligten Gelder bekommen. Das werden sich die Verbände nun nicht mehr gefallen lassen. Bei der nächsten Kreistagssitzung am 26. September wollen alle eingetragenen Vereine des Landkreises dagegen protestieren.
KJR-Geschäftsführerin Anita Kaltbach hat nachgerechnet, dass im Landkreis Nordhausen für jeden Jugendlichen weniger als 1 Euro pro Monat für die Jugendarbeit zur Verfügung steht. Gegenüber Kindern und Jugendlichen aus anderen Landkreisen in Thüringen sind junge Nordhäuser somit stark benachteiligt. Eine Schließung von Einrichtungen für Kinder- und Jugendarbeit als Konsequenz einer weiteren Kürzung der Zuschüsse würde diese Benachteiligung noch weiter verstärken.
Autor: agViele Kinder und Jugendliche im Landkreis besuchen in ihrer Freizeit Jugendclubs und Vereine. Dort können sie sich mit Freunden treffen und vielfältigen Freizeitbeschäftigungen nachgehen. Doch ohne die finanzielle Unterstützung durch den Landkreis könnten viele gemeinnützige Vereine gar nicht existieren. Deshalb ist es ein harter Schlag für sie, dass das Landratsamt das seit Januar fällige Geld für die offene Kinder- und Jugendarbeit nicht bezahlt.
Man erwartet von uns, dass wir qualitativ hochwertige Jugendarbeit leisten, aber wie sollen wir das unter diesen Bedingungen schaffen?, fragt sich die Geschäftsführerin des Kreisjugendring Nordhausen e.V., Anita Kaltbach. Schon im letzten Jahr wurden die Zuschüsse um 20 Prozent gekürzt. Mit den 368 000 Euro vom Landratsamt, die es 2005 gab, rechnete man auch dieses Jahr. Damit hätten alle Projekte der Mitgliedsverbände des KJR realisiert werden können. Doch in diesem Jahr wartete man vergeblich auf die Zuschüsse.
Als zu Beginn der Sommerferien noch immer nichts bewilligt wurde, beschlossen die Mitglieder des KJR, alle ihre Einrichtungen an Freitagen zu schließen. Für diese Sparmaßnahme wurde bewusst der Tag der Woche gewählt, an dem die Jugendclubs die meisten Besucher zählen. Auch Ferienangebote für Schüler konnten nicht wie geplant umgesetzt werden. So standen auch berufstätige Eltern vor der Frage, wo sie ihre Kinder an den betroffenen Freitagen unterbringen.
Am 31. Juli erhielt der KJR endlich die lang erwartete Bewilligung. Die Zuschüsse sind jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gekürzt worden. Somit sind viele Vereine gezwungen, laufende Kinder- und Jugendprojekte abzubrechen und geplante Angebote auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Außerdem muss ein großer Teil der Mitgliedsverbände des KJR weiterhin einen Tag pro Woche seine Einrichtungen schließen.
Allerdings hat der KJR noch immer keinen Cent der bewilligten Gelder bekommen. Das werden sich die Verbände nun nicht mehr gefallen lassen. Bei der nächsten Kreistagssitzung am 26. September wollen alle eingetragenen Vereine des Landkreises dagegen protestieren.
KJR-Geschäftsführerin Anita Kaltbach hat nachgerechnet, dass im Landkreis Nordhausen für jeden Jugendlichen weniger als 1 Euro pro Monat für die Jugendarbeit zur Verfügung steht. Gegenüber Kindern und Jugendlichen aus anderen Landkreisen in Thüringen sind junge Nordhäuser somit stark benachteiligt. Eine Schließung von Einrichtungen für Kinder- und Jugendarbeit als Konsequenz einer weiteren Kürzung der Zuschüsse würde diese Benachteiligung noch weiter verstärken.

