Do, 12:20 Uhr
07.09.2006
Viel investiert worden
Nordhausen (nnz). Seit dem WM-Sommer 2006 ist der 38-jährige Übungsleiter Knut Bernsdorf neuer Nachwuchsleiter beim Thüringenligisten FSV Wacker 90. Der geborene Nordhäuser spielte als Aktiver in der Landesklasse Thüringen und trainiert seit über vier Jahren Kindermannschaften in Nordhausen. Er hat zwei talentierte Söhne, denen er das Fußball-Einmaleins beibringen möchte. nnz unterhielt sich mit dem Übungsleiter über die Arbeit bei Wacker.
Viel investiert worden (Foto: nnz)
nnz: Wie sieht es beim Wacker-Nachwuchs aus? Ist das Glas halb voll oder halb leer?
Bernsdorf: Halb voll und es wird immer voller. Ich sehe eine sehr positive Entwicklung in den letzten Jahren. Wir haben wieder Zulauf, konnten eine zweite D-Juniorenmannschaft eröffnen und haben nun auch eine G-Junioren (Krabbelgruppe für 0 – 6jährige, Anm. d. Red.). Das freut mich.
nnz: Und wenn es zu viele Kinder werden?
Bernsdorf: So rosig sieht es nun auch wieder nicht aus. Aber wenn wir so viele Kinder haben, die ernsthaft Fußball spielen wollen, dann machen wir eher eine dritte Mannschaft auf, als dass wir jemanden wegschicken. Wichtig ist, dass wir weiterhin so qualifizierte Trainer finden wie die unsrigen, die den Jungs etwas beibringen können. Gute Übungsleiter sind sehr wichtig für die Entwicklung der kleinen Fußballer.
nnz: Wie schätzen Sie die Rahmenbedingungen bei Wacker ein?
Bernsdorf: Da ist im letzten Jahr viel investiert worden. Das ist auf den ersten Blick nicht immer gleich zu sehen, aber der Zustand der Plätze wird kontinuierlich verbessert, die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen bei der Stadt wie Herrn Olech und Frau Becker klappt wieder besser und wir führen regelmäßige Gespräche. Dank unserer vielen Sponsoren im Nachwuchs haben die Jungs gute Trainingsgeräte und schicke Spielkleidung. Das Präsidium versucht, alle Wünsche der Übungsleiter zu erfüllen und diese Tatsache schafft ein gutes Klima im Verein.
nnz: Sie selbst trainieren die D1-Junioren. Welche Höhepunkte erlebten ihre Jungs im letzten Jahr?
Bernsdorf: Wir nehmen intensiv am Vereinsleben teil, spielten in der Bezirksliga, wurden Masterssieger, hatten eine tolle Weihnachtsfeier im Theater, fuhren zum Danone-Cup nach Leipzig und gewannen den AOK-Cup in Erfurt. Der Verein organisierte die mini-WM, eine Saisonabschlussfahrt nach Thale und ein Feriencamp im Harzrigi.
nnz: Und in der Zukunft?
Bernsdorf: Vom 22.-24. September fahren wir an die Sportschule nach Bad Blankenburg. Im nächsten Jahr wollen wir einen Jugendaustausch mit einer polnischen Juniorenmannschaft realisieren. In Dessau nehmen wir an einem internationalen Hallenturnier teil, sicherlich gibt es auch wieder gemeinsame Feiern zu Weihnachten und am Saisonende. Da war in diesem Jahr richtig was los, fast alle Eltern waren gekommen und alle zusammen haben das WM-Spiel Deutschland-Argentinien gesehen. Das gute Verhältnis zu den Eltern ist eine sehr wichtige Sache. Viele Eltern unterstützen uns mit Sponsoring oder helfen bei Vorbereitungen. Im Namen des Vereins möchte ich mich bei dieser Gelegenheit recht herzlich dafür bedanken. Schließlich wollen wir auch im Albert-Kuntz-Sportpark einen Arbeitseinsatz durchführen. Die Jungs sollen sehen, dass viel Arbeit dahintersteckt, einen Sportpark zu pflegen.
nnz: Welche Vorbilder haben die jungen Wacker-Kicker?
Bernsdorf: Erfreulicherweise sehen viele ihre Vorbilder im eigenen Verein. Die Torhüter himmeln Christian Finsterbusch an, bei den Feldspielern sind es vor allem Sven Pistorius, Daniel Braun, Jacek Ciesla und natürlich wollen alle Stürmer so gut werden wie Torsten Klaus. Wenn ein Spieler wie Jatza (Ciesla – d.Red.) mit den D-Junioren nach Kirchworbis fährt, sich das Spiel anschaut und den Jungs in der Kabine viel Erfolg wünscht, dann laufen sie mit stolzgeschwellter Brust raus und gewinnen auch mal 10:4.
nnz: Welche persönlichen Ziele haben Sie als Trainer für die Zukunft?
Bernsdorf: Ich selbst möchte die B-Lizenz als Übungsleiter erwerben und später einmal Männermannschaften im Bereich Landesklasse bis Regionalliga trainieren. Momentan mache ich die C-Lizenz und konzentriere mich auf meine Aufgaben bei Wacker und freue mich darauf, in ein paar Jahren einige meiner Schützlinge in den Männermannschaften des Vereins wiederzufinden.
nnz: Was haben Sie sich für diese Saison vorgenommen?
Bernsdorf: Ich möchte in allen Altersklassen mit den Vereinen im Kreis gut zusammenarbeiten und hoffe, dass unsere Mannschaften auch einmal gegen die Teams großer, traditionsreicher mitteldeutscher Vereine spielen können. Nach Möglichkeit sollen die Jungs viel Freizeit miteinander verbringen, damit wir wirklich elf Freunde auf dem Platz haben.
Bei meiner Mannschaft habe ich mit Beginn der neuen Saison eingeführt, dass jeder Junge einen Ball in persönlicher Obhut hat. Das stärkt das Verantwortungsgefühl und hebt hoffentlich auch das Selbstwertgefühl. In der mannschaftlichen Arbeit setze ich auf das Leistungsprinzip und hoffe, dass die Jungs mitziehen. Dann kommen auch die Erfolge, die wir aber nicht zur Bedingung machen. Wichtig ist, dass die Kinder etwas lernen und gut organisierten Sport treiben.
nnz: In welchen Altersklassen wünschen Sie sich noch Verstärkungen?
Bernsdorf: Verstärkungen wünschen wir uns in allen Altersgruppen, besonders aber im ganz jungen Alter von 6-8 Jahren. Wer in diesem Alter beginnt Fußball zu spielen, der hat gute Chancen, ein ordentlicher Fußballer zu werden.
nnz: Wohin können sich interessierte Eltern wenden?
Bernsdorf: Einfach in der Wacker-Geschäftsstelle anrufen und die Trainingszeiten erfragen, dann das Kind zum Training bringen und selbst sehen, ob es Spaß macht.
Autor: osch
Viel investiert worden (Foto: nnz)
nnz: Wie sieht es beim Wacker-Nachwuchs aus? Ist das Glas halb voll oder halb leer?Bernsdorf: Halb voll und es wird immer voller. Ich sehe eine sehr positive Entwicklung in den letzten Jahren. Wir haben wieder Zulauf, konnten eine zweite D-Juniorenmannschaft eröffnen und haben nun auch eine G-Junioren (Krabbelgruppe für 0 – 6jährige, Anm. d. Red.). Das freut mich.
nnz: Und wenn es zu viele Kinder werden?
Bernsdorf: So rosig sieht es nun auch wieder nicht aus. Aber wenn wir so viele Kinder haben, die ernsthaft Fußball spielen wollen, dann machen wir eher eine dritte Mannschaft auf, als dass wir jemanden wegschicken. Wichtig ist, dass wir weiterhin so qualifizierte Trainer finden wie die unsrigen, die den Jungs etwas beibringen können. Gute Übungsleiter sind sehr wichtig für die Entwicklung der kleinen Fußballer.
nnz: Wie schätzen Sie die Rahmenbedingungen bei Wacker ein?
Bernsdorf: Da ist im letzten Jahr viel investiert worden. Das ist auf den ersten Blick nicht immer gleich zu sehen, aber der Zustand der Plätze wird kontinuierlich verbessert, die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen bei der Stadt wie Herrn Olech und Frau Becker klappt wieder besser und wir führen regelmäßige Gespräche. Dank unserer vielen Sponsoren im Nachwuchs haben die Jungs gute Trainingsgeräte und schicke Spielkleidung. Das Präsidium versucht, alle Wünsche der Übungsleiter zu erfüllen und diese Tatsache schafft ein gutes Klima im Verein.
nnz: Sie selbst trainieren die D1-Junioren. Welche Höhepunkte erlebten ihre Jungs im letzten Jahr?
Bernsdorf: Wir nehmen intensiv am Vereinsleben teil, spielten in der Bezirksliga, wurden Masterssieger, hatten eine tolle Weihnachtsfeier im Theater, fuhren zum Danone-Cup nach Leipzig und gewannen den AOK-Cup in Erfurt. Der Verein organisierte die mini-WM, eine Saisonabschlussfahrt nach Thale und ein Feriencamp im Harzrigi.
nnz: Und in der Zukunft?
Bernsdorf: Vom 22.-24. September fahren wir an die Sportschule nach Bad Blankenburg. Im nächsten Jahr wollen wir einen Jugendaustausch mit einer polnischen Juniorenmannschaft realisieren. In Dessau nehmen wir an einem internationalen Hallenturnier teil, sicherlich gibt es auch wieder gemeinsame Feiern zu Weihnachten und am Saisonende. Da war in diesem Jahr richtig was los, fast alle Eltern waren gekommen und alle zusammen haben das WM-Spiel Deutschland-Argentinien gesehen. Das gute Verhältnis zu den Eltern ist eine sehr wichtige Sache. Viele Eltern unterstützen uns mit Sponsoring oder helfen bei Vorbereitungen. Im Namen des Vereins möchte ich mich bei dieser Gelegenheit recht herzlich dafür bedanken. Schließlich wollen wir auch im Albert-Kuntz-Sportpark einen Arbeitseinsatz durchführen. Die Jungs sollen sehen, dass viel Arbeit dahintersteckt, einen Sportpark zu pflegen.
nnz: Welche Vorbilder haben die jungen Wacker-Kicker?
Bernsdorf: Erfreulicherweise sehen viele ihre Vorbilder im eigenen Verein. Die Torhüter himmeln Christian Finsterbusch an, bei den Feldspielern sind es vor allem Sven Pistorius, Daniel Braun, Jacek Ciesla und natürlich wollen alle Stürmer so gut werden wie Torsten Klaus. Wenn ein Spieler wie Jatza (Ciesla – d.Red.) mit den D-Junioren nach Kirchworbis fährt, sich das Spiel anschaut und den Jungs in der Kabine viel Erfolg wünscht, dann laufen sie mit stolzgeschwellter Brust raus und gewinnen auch mal 10:4.
nnz: Welche persönlichen Ziele haben Sie als Trainer für die Zukunft?
Bernsdorf: Ich selbst möchte die B-Lizenz als Übungsleiter erwerben und später einmal Männermannschaften im Bereich Landesklasse bis Regionalliga trainieren. Momentan mache ich die C-Lizenz und konzentriere mich auf meine Aufgaben bei Wacker und freue mich darauf, in ein paar Jahren einige meiner Schützlinge in den Männermannschaften des Vereins wiederzufinden.
nnz: Was haben Sie sich für diese Saison vorgenommen?
Bernsdorf: Ich möchte in allen Altersklassen mit den Vereinen im Kreis gut zusammenarbeiten und hoffe, dass unsere Mannschaften auch einmal gegen die Teams großer, traditionsreicher mitteldeutscher Vereine spielen können. Nach Möglichkeit sollen die Jungs viel Freizeit miteinander verbringen, damit wir wirklich elf Freunde auf dem Platz haben.
Bei meiner Mannschaft habe ich mit Beginn der neuen Saison eingeführt, dass jeder Junge einen Ball in persönlicher Obhut hat. Das stärkt das Verantwortungsgefühl und hebt hoffentlich auch das Selbstwertgefühl. In der mannschaftlichen Arbeit setze ich auf das Leistungsprinzip und hoffe, dass die Jungs mitziehen. Dann kommen auch die Erfolge, die wir aber nicht zur Bedingung machen. Wichtig ist, dass die Kinder etwas lernen und gut organisierten Sport treiben.
nnz: In welchen Altersklassen wünschen Sie sich noch Verstärkungen?
Bernsdorf: Verstärkungen wünschen wir uns in allen Altersgruppen, besonders aber im ganz jungen Alter von 6-8 Jahren. Wer in diesem Alter beginnt Fußball zu spielen, der hat gute Chancen, ein ordentlicher Fußballer zu werden.
nnz: Wohin können sich interessierte Eltern wenden?
Bernsdorf: Einfach in der Wacker-Geschäftsstelle anrufen und die Trainingszeiten erfragen, dann das Kind zum Training bringen und selbst sehen, ob es Spaß macht.

