Mo, 12:40 Uhr
24.12.2001
Shoppen bis zur letzten Stunde
Nordhausen (nnz). Da bereiten sich ganze Völkerstämme auf den Jahres-Höhepunkt, das Weihnachtsfest, vor. Monatelang wird geplant und gesucht. Und trotzdem herrschte heute das blanke Shopping-Chaos.

Da nimmt man sich spätestens zum 1. Weihnachtsfeiertag vor, im kommenden Jahr die Vorbereitungen für das Nächste etwas zeitiger und damit ruhiger anzugehen. Der diesjährige Stress war einfach zuviel, klagt die Mutter und schlingt noch mal hastig einen kleinen Kalorien-Bomber in sich rein. Ab dem 1. Januar soll sowieso alles besser werden: gesünder leben, bewusster essen usw., usw.
Auch das diesjährige Weihnachtsfest sollte eigentlich anders vorbereitet werden. Da wurden in manchen Familien bereits Ende Oktober die ersten Einsatzpläne geschmiedet und logistische Aufträge erteilt. Nur nicht am 24. Dezember noch einmal in die Einkaufstempel fahren! Doch für Tausende Nordhäuser und Menschen aus der Region kam heute alles viel schlimmer. Die Schlange von der Einfahrt zum Parkhaus der Südharz-Galerie reichte mitunter bis in die Freiherr-vom-Stein-Straße oder über die Brücke der Einheit in die Arnoldstraße. Stau im Bundesstrassenring - so hieß am Vormittag die Nordhäuser Devise. Wer da dachte, dass es sich auf der einstigen grünen Wiese vor den Toren der Stadt günstiger shoppen ließe, der hatte sich gründlich getäuscht. Auf der B 4 in Höhe des Marktkauf-Geländes erwartete die Kraftfahrer dann der nächste Stau. Der Parkplatz war hoffnungslos überfüllt.
Die einzige Abhilfe für dieses Chaos war heute wieder mal der Gesetzgeber. Der hatte dem weihnachtlichen Einzelhandel Öffnungszeiten bis 13 Uhr verordnet. Die Schlangen lösten sich auf, die Parkplätze leerten sich, der Adrenalinspiegel ging zurück. Doch Vorsicht: Psychologen meinen, dass sich gerade an einem Heiligen Abend der Frust eines ganzen Jahres entladen könnte. Also: Sprechen Sie mit Ihren Liebsten ganz sensibel, vermeiden sie verwandtschaftliche Anspielungen etc. Wenn Sie jetzt sagen: Das ist alles Unsinn, wir verleben das Weihnachtsfest so, wie es sich gehört, dann zählen Sie zu den Glücklichen.
Die nnz wünscht allen LeserInnen, NutzerInnen, UserInnen ein schönes und wirklich besinnliches Fest. Schalten Sie mal ab und versuchen Sie zu ergründen, was im Leben wirklich zählt. Vielleicht schreiben Sie es mal auf und schicken uns eine Mail. Die nnz-Redaktion wird sich über die Feiertage keine Pause gönnen. Wir werden Sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Autor: nnz
Da nimmt man sich spätestens zum 1. Weihnachtsfeiertag vor, im kommenden Jahr die Vorbereitungen für das Nächste etwas zeitiger und damit ruhiger anzugehen. Der diesjährige Stress war einfach zuviel, klagt die Mutter und schlingt noch mal hastig einen kleinen Kalorien-Bomber in sich rein. Ab dem 1. Januar soll sowieso alles besser werden: gesünder leben, bewusster essen usw., usw.
Auch das diesjährige Weihnachtsfest sollte eigentlich anders vorbereitet werden. Da wurden in manchen Familien bereits Ende Oktober die ersten Einsatzpläne geschmiedet und logistische Aufträge erteilt. Nur nicht am 24. Dezember noch einmal in die Einkaufstempel fahren! Doch für Tausende Nordhäuser und Menschen aus der Region kam heute alles viel schlimmer. Die Schlange von der Einfahrt zum Parkhaus der Südharz-Galerie reichte mitunter bis in die Freiherr-vom-Stein-Straße oder über die Brücke der Einheit in die Arnoldstraße. Stau im Bundesstrassenring - so hieß am Vormittag die Nordhäuser Devise. Wer da dachte, dass es sich auf der einstigen grünen Wiese vor den Toren der Stadt günstiger shoppen ließe, der hatte sich gründlich getäuscht. Auf der B 4 in Höhe des Marktkauf-Geländes erwartete die Kraftfahrer dann der nächste Stau. Der Parkplatz war hoffnungslos überfüllt.
Die einzige Abhilfe für dieses Chaos war heute wieder mal der Gesetzgeber. Der hatte dem weihnachtlichen Einzelhandel Öffnungszeiten bis 13 Uhr verordnet. Die Schlangen lösten sich auf, die Parkplätze leerten sich, der Adrenalinspiegel ging zurück. Doch Vorsicht: Psychologen meinen, dass sich gerade an einem Heiligen Abend der Frust eines ganzen Jahres entladen könnte. Also: Sprechen Sie mit Ihren Liebsten ganz sensibel, vermeiden sie verwandtschaftliche Anspielungen etc. Wenn Sie jetzt sagen: Das ist alles Unsinn, wir verleben das Weihnachtsfest so, wie es sich gehört, dann zählen Sie zu den Glücklichen.
Die nnz wünscht allen LeserInnen, NutzerInnen, UserInnen ein schönes und wirklich besinnliches Fest. Schalten Sie mal ab und versuchen Sie zu ergründen, was im Leben wirklich zählt. Vielleicht schreiben Sie es mal auf und schicken uns eine Mail. Die nnz-Redaktion wird sich über die Feiertage keine Pause gönnen. Wir werden Sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten.


