eic kyf msh nnz uhz tv nt
So, 15:53 Uhr
04.08.2024
Vereinsdialog zum Thüringer Ehrenamtsgesetz

Ohne Ehrenamt geht nichts!

Eine Gesellschaft ohne Ehrenamt, in Thüringen nicht vorstellbar. Vielmehr bildet Ehrenamt das Herzstück unserer Gesellschaft. Rund 750.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich und weitestgehend unentgeltlich in ihrer Freizeit...

Die Landtagskandidaten der Nordhäuser CDU, Carolin Gerbothe und Markus Volkmann mit Christian Herrgott (Foto: CDU) Die Landtagskandidaten der Nordhäuser CDU, Carolin Gerbothe und Markus Volkmann mit Christian Herrgott (Foto: CDU)

Die CDU-Landtagsfraktion brachte Anfang dieses Jahres einen Gesetzesentwurf für ein in Deutschland einmaliges „Ehrenamts-Gesetz“ in den Thüringer Landtag ein, dass nun kürzlich mit einer breiten Mehrheit verabschiedet wurde. Ziel des Gesetzes ist es, das Ehrenamt stärker zu würdigen sowie Vereine, Verbände, Initiativen oder Selbsthilfegruppen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Ein Meilenstein für Thüringen. Nun gilt es, das Gesetz mit Leben zu befüllen.

Die Landtagskandidaten der Nordhäuser CDU, Carolin Gerbothe und Markus Volkmann luden kürzlich zu den Inhalten des Gesetzes und deren Ausgestaltung vor Ort zum Vereinsdialog in den Kulturhof nach Auleben ein, um bei Bratwurst und kühlen Getränken mit den lokalen Ehrenamtlern ins Gespräch zu kommen. Mehr als 40 interessierte Vereinsmitglieder, Vorsitzende sowie Vertreter aus der kommunalen Politik folgten der Einladung und traten mit den beiden in den Dialog. Unterstützung erhielten sie dabei vom Generalsekretär der CDU Thüringen und gleichzeitig Landrat des Saale-Orla-Kreises, Christian Herrgott, der maßgeblich an der Erstellung des Gesetzes mit beteiligt war.

Anzeige Refinery (lang)
Bei der Eröffnung der Veranstaltung berichtete zunächst Carolin Gerbothe über ihre eigenen Erfahrungen im Ehrenamt und vor welchen Herausforderungen sehr oft auch kleinere Vereine stehen, bürokratische Hürden zu überwinden. Gleichwohl sprach sie von Wertschätzung und Anerkennung gegenüber allen Ehrenamtlern, die leider oftmals viel zu kurz kommt. Mit dem Gesetz sei es gelungen, Dank an die vielen Vereinsmitglieder und freiwilligen Helfer für ihre geleistete Arbeit weiterzugeben. Markus Volkmann sprach gar vom „Staatsziel Ehrenamt“, das die vielen engagierten Ehrenamtler per Gesetz die nötige Unterstützung für ihre Arbeit biete. Er sei sehr dankbar, dass mit einer gesetzlichen Regelung Ehrenamt finanzielle Unterstützung erfahre, ist er doch ehrenamtlich in vielfältiger Art und Weise aktiv ist.

Christian Herrgott trug in seinem Vortrag die wichtigsten Eckpunkte vor. Das Gesetz umfasst ein Jahresetat von 15 Mio. Euro. Die GEMA-Gebühren werden künftig entfallen, hierfür ist etwa ein halbe Mio. Euro vorgesehen. Die Jugendfeuerwehrpauschale wird von 25 Euro auf 100 Euro angehoben, auch profitiert erstmals das THW von dem Gesetz. Bußgelder für Ehrenamtliche bei Datenschutz-Verstößen werden abgeschafft. Darüber hinaus werden künftig Entschädigungszahlungen bei Gesundheitsschäden übernommen.
In der anschließenden Diskussion mit den Gästen wurde, wie so oft, das leidige Thema Bürokratie angesprochen, was zu viel Unmut und Verdruss in der täglichen Arbeit führe. Herrgott versprach, dass mit schlanken Antragsverfahren nicht nur die Antragsprofis einen Vorteil hätten, sondern alle schnell und unkompliziert Unterstützung erhielten. Auch müsse klar definiert werden, was unter den Wort Ehrenamt zu verstehen ist, war aus einer Anmerkung eines Gastes zu entnehmen. Ein weiterer Einwurf zum Bürokratieabbau richtete sich an die Abführung von Mitgliedsbeiträgen an übergeordnete Verbände. Hier kam der Wunsch, die Verbände, beispielsweise den Landessportbund, direkt über das Gesetz zu finanzieren. So blieben die Mitgliedsbeträge vor Ort und müssen nicht von der linken in die rechte Tasche geschoben werden. Christian Herrgott hatte viel zu schreiben und zeigte sich dankbar über diese wichtigen Hinweise und Anregungen, die nun mit in die Ausgestaltung der Umsetzungsrichtlinie einfließen sollen.

Abschließend bedankten sich die beiden Landtagskandidaten bei Christian Herrgott, den Gastgebern Familie Hofmann-Lauer und dem Ortschaftsbürgermeister von Auleben Andreas Liesegang sowie bei den Gästen für ihren Besuch.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
A.kriecher
05.08.2024, 07:42 Uhr
Warum....
strebt man so nach einem Posten in der Politik, wenn man doch so sehr mit seinem Hof und der Landwirtschaft verbunden ist?
Das muss schon sehr selbstlos sein, wenn man das alles auf gibt, nur für einen gut bezahlten Posten in der Politik.
Thüringer90
05.08.2024, 08:25 Uhr
Allein der Nutzername…
@A.Kriecher: eigentlich sagt der Nutzername schon alles über den Intellekt aus aber ich will dennoch zu diesem unsinnigen Kommentar antworten.

Sie sind bestimmt jemand, der absolut unzufrieden ist mit dem eigenen Leben UND der wahrscheinlich weder ehrenamtlich aktiv ist noch sich für die Gesellschaft einsetzt. Dazu meckern Sie sicherlich nur, dass „die da oben“ nicht mehr auf „die da unten“ hören. Wissen Sie warum das so ist? Weil in den Parlamenten nur noch Leute sitzen, wie Juristen, Politikwissenschaftler, Kommunikationswissenschaftler usw. Jetzt kommt jemand aus der Landwirtschaft und will sich für die Belange in einem Parlament einsetzen und Sie meckern immer noch!? Gehts noch? Sie haben doch den Schuss nicht gehört. Wir sollten doch froh sein, wenn Leute aus der Praxis, sich solche Ämter überhaupt noch antun wollen. Denn Sie müssen genau vor solchen Leuten wie Ihnen, die in jedweder Lebenslage nur meckern aus der zweiten Reihe, verdeckt und anonym aber selbst nichts auf die Kette bringen, gerade stehen und Ihre Kommentare aushalten. Machen Sie sich darüber mal Gedanken. Aber ich glaube, soweit reicht es nicht. Und da bin ich wieder bei Ihrem Nutzernamen und beende so, wie ich angefangen habe.
Strandläufer
05.08.2024, 08:28 Uhr
Heute schon...
...an morgen denken.
Natürlich sind es weder monatliche Apanage noch Pensionsansprüche die locken, sondern einzig der Wille dem Volk Gutes zu tun.
Da findet sich immer Zeit.

Aber ich will nicht unken. Das ist alles legitim. Immerhin wird gearbeitet und nicht aus einer weltfremden, spinnerten Bubble heraus agiert.
emmerssen
05.08.2024, 08:44 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Schmähkritik.
Franz Haarkamm
05.08.2024, 13:01 Uhr
Gut bezahlter Posten in der Politik ?
So gut bezahlt kann das anscheinend nicht sein. Ein Herr Höcke scheint kaum fähig gewesen sein, etwas zurückzulegen, und muss nun wegen einer Strafe von 60 Tagessätzen um Spenden betteln.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)