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Fr, 10:16 Uhr
01.09.2006

Wacker gegen Wacker

Nordhausen (nnz). Wenn sich morgen um 14.30 die Fußballmannschaften aus Nordhausen und Gotha im Albert-Kuntz-Sportpark zum Landes-Pokalspiel begegnen, treffen sich zwei gleichwertige Teams, was eine spannende Partie verspricht. Das war nicht immer so. Die nnz hat die Statistik.



Gegen Wacker Gotha sind 36 Begegnungen ausgetragen worden. Dass es in der beiderseitigen über 100-jährigen Geschichte nicht mehr geworden sind, lag bis 1945 an der Zugehörigkeit zu verschiedenen Sportgauen und danach an der unterschiedlichen Leistungsstärke beider Klubs, wobei die Südharzer fast immer höherklassig spielen konnten als die Gothaer.

Die Wertschätzung für unseren heutigen Gegner kam z. B. darin zum Ausdruck, dass Gotha im Kriegsjahr 1943 anlässlich der Feiern zum 20-jährigen Bestehen des Wackersportparks hier ein Werbespiel austrug, das Nordhausen knapp mit 3:2 für sich entschied.

Neben den 14 Punktspielen (mit klaren Vorteilen für uns) sorgten vor allem die bisherigen vier Auseinandersetzungen im Pokal für rassigen Fußball. Alle Pokalspiele gegen Gotha konnte Wacker 90 gewinnen.

Im Juni 1952 siegte Motor West Nordhausen gegen Motor Gotha im damaligen Ernst-Thälmann-Stadion vor 5000 Zuschauern in der Verlängerung mit 3:2. Walter Möller als Torschütze entschied die verbissen geführten Partie kurz vor Spielende. Nordhausen gehörte damit zu den 3 Thüringer Vertretungen für den FDGB-Pokal der DDR.

Im Mai 1999 traf man im Thüringenpokal in Gotha aufeinander. Wieder gingen die Nordhäuser mit einem schmeichelhaften 3:2-Auswärtssieg vom Platz und zogen nach Toren von Trocha, Küchling und Görke zum fünften Mal ins Landespokal-Finale ein, wo man am FC Carl Zeiss Jena scheiterte.

Im folgenden Spieljahr waren die Gothaer wieder unser Gast. In einem Pokalkrimi gab es mit einem 3:1 in der Verlängerung erneut einen glücklichen Nordhäuser Sieg, der erst in den letzten 15 Minuten sichergestellt werden konnte. Als Torschützen vor 466 Zuschauern zeichneten sich Schneider (2) und Kurzeja aus. Im Viertelfinale war dann Endstation.

Der letzte Pokalfight mit Gotha ging 2003 über die Bühne. Dieses Mal waren die Gothaer Gäste die Höherklassigen. Und wieder musste eine Verlängerung herhalten. Es wurde ein mitreißendes Match und ein gelungener Einstand für Neu-Trainer Uwe Etzrodt. 5:4 siegten wir durch Tore von Wenzel, Pohl (2) und Pistorius (2). Aber nur spärliche 300 Besucher kamen in den Albert-Kuntz-Sportpark des Sechstligisten.

Taute, Pohl und Pistorius vom damaligen Aufgebot zählen noch zum Stamm der heutigen ersten Elf. Trainer Etzrodt hofft, dass sich alle Akteure beim fünften Aufeinandertreffen in einem Pokalspiel ihrer Stärken besinnen und die taktischen Schwächen aus der Partie gegen Schmölln ausgemerzt sind. Aber auch Gothas Trainer Holger Bühner forderte trotz Sieges gegen Leinefelde am letzten Wochenende: "Spielerisch müssen wir uns noch steigern. Unbedingt, um am Samstag beim Pokal in Nordhausen nicht eine ‚Naht’ zu kriegen.“

Hoffen wir, dass wie bisher immer gegen diesen Gegner der Sieger im Pokal Wacker Nordhausen heißt, wenn es denn wieder sein muss - auch mit Verlängerung.
Klaus Verkouter
Autor: osch

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