Mo, 11:46 Uhr
30.10.2000
Jazzfest beendet: Veranstalter zogen eine positive Bilanz
Nordhausen (nnz). Am Wochenende ging das 17. Nordhäuser Jazzfest zu Ende. Obwohl Nordhausen nicht gerade eine Hochburg der Jazzmusik ist, schaffte es der Jazzclub einmal mehr, ein vielschichtiges und vor allem sehr umfangreiches Programm auf die verschiedenen Bühnen zu stellen. Mehr als 1.500 Besucher sahen die Konzerte in den letzten drei Wochen. Aus der Fülle des Angebotes ragten die Konzerte mit Angelika Weiz, Wolfram Huschke, ENGERLING, EMBRYO, das Big Band Treffen in der Südharz Galerie, die "Love and Blues"-Veranstaltung in der Cyriaci-Kapelle und vor allem am letzten Wochenende das WILLEM BREUKER KOLLEKTIEF und der Auftritt der Folkrocker FIDDLER'S GREEN heraus. Bei aller Begeisterung und Anerkennung für den kleinen Verein Jazzclub Nordhausen e. V., dessen Mitglieder das gesamte Fest in ehrenamtlicher Tätigkeit organisiert hatten, bleibt die Frage, ob weniger nicht manchmal mehr wäre. So gab es einige hochwertige Konzerte, die leider nur sehr spärlich besucht waren. Spezielle Highlights wie das in der Sundhäuser Festhalle gelaufene FIDDLER'S GREEN-Konzert zogen Zuschauer aus den umliegenden Landkreisen bis Göttingen an, die Nordhäuser übten sich allerdings in vornehmer Zurückhaltung. Dennoch ziehen die Jazzfreunde eine positive Bilanz und versprechen, auch in den nächsten Jahren interessante Konzerte mit Spitzenmusikern nach Nordhausen zu holen. Schaden kann das der ohnehin nicht so üppigen kulturellen Landschaft in Nordthüringen auf keinen Fall. Eine großes Dankeschön der Veranstalter geht an die vielen freiwilligen Helfer, das aufgeschlossene und verständnisvolle Publikum, die Förderer in der Thüringer Landesregierung und im städtischen Kulturamt, an alle großen und kleinen Sponsoren, allen voran die Kreissparkasse Nordhausen. Im nächsten Herbst gibt es das 18. Nordhäuser Jazzfest, in dem die Erfahrungen aus dem 2000er Fest mit Sicherheit berücksichtigt werden.
Autor: osch
