Sa, 19:20 Uhr
26.08.2006
nnz-Forum: Untermenschen
Nordhausen (nnz). Markus Söder ist Generalsekretär der CSU und immer für einen markigen Spruch gut. Jetzt lamentierte er, die Hartz-IV-Empfänger sollten keinen urlaub bekommen. Dazu die Anmerkung eines nnz-Leser.
Söder spricht nur das aus, was andere denken: Langzeiterwerbslose sind unnütze Schmarotzer, denen man als Strafe für ihre bloße Existenz das Leben auch über die rein materielle Armut hinaus zur Hölle machen muß. Ergänzt um die von einigen Unionsfreunden in den vergangenen Monaten geäußerten Vorschläge zur täglichen morgendlichen Meldepflicht in kommunalen Sammelstellen und zur Einrichtung von Gemeinschaftsunterkünften statt Übernahme der Mietkosten, kommen Einpeitscher wie Söder der Skizzierung eines neuen Typs von Untermenschen schon ziemlich nahe.
Eines dürfte wohl klar sein: Das Ende der Fahnenstange ist bei der Ausgrenzung und Demütigung von Erwerbslosen jedenfalls noch lange nicht in Sicht. Ohnehin ist der Terror gegen diese Bevölkerungsgruppe kein Selbstzweck, er dient dem großen Ziel der Neoliberalen: die drastische Absenkung der sozialen und tariflichen Standards für die breite Masse der noch regulär Beschäftigten.
Aus diesem Grunde sind die Söders in diesem Land genauso wichtig wie jene, die nur einen Orgasmus erheischen, wenn Sie "Stasi" hören, denn: Divide et impera, ist Politikers-Tun im Namen der Demokratie.
Jürgen Nagel, Nordhausen
Autor: nnzSöder spricht nur das aus, was andere denken: Langzeiterwerbslose sind unnütze Schmarotzer, denen man als Strafe für ihre bloße Existenz das Leben auch über die rein materielle Armut hinaus zur Hölle machen muß. Ergänzt um die von einigen Unionsfreunden in den vergangenen Monaten geäußerten Vorschläge zur täglichen morgendlichen Meldepflicht in kommunalen Sammelstellen und zur Einrichtung von Gemeinschaftsunterkünften statt Übernahme der Mietkosten, kommen Einpeitscher wie Söder der Skizzierung eines neuen Typs von Untermenschen schon ziemlich nahe.
Eines dürfte wohl klar sein: Das Ende der Fahnenstange ist bei der Ausgrenzung und Demütigung von Erwerbslosen jedenfalls noch lange nicht in Sicht. Ohnehin ist der Terror gegen diese Bevölkerungsgruppe kein Selbstzweck, er dient dem großen Ziel der Neoliberalen: die drastische Absenkung der sozialen und tariflichen Standards für die breite Masse der noch regulär Beschäftigten.
Aus diesem Grunde sind die Söders in diesem Land genauso wichtig wie jene, die nur einen Orgasmus erheischen, wenn Sie "Stasi" hören, denn: Divide et impera, ist Politikers-Tun im Namen der Demokratie.
Jürgen Nagel, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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