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Fr, 20:45 Uhr
18.08.2006

nnz-Forum: Kontraproduktiv

Nordhausen (nnz). Die nnz hatte in dieser Woche eine Betrachtung veröffentlicht, die sich kritisch mit der momentanen Diskussion zum Nordhäuser Theater auseinandergesetzt hatte. Dazu Anmerkungen eines nnz-Lesers.


Lieber Herr Greiner,

Ihre "Anmerkungen" zur momentanen Theaterdiskussion haben mich enttäuscht. In Gesprächen der Theaterleitung mit dem Kultusminister wurde ein Konzept für die Zukunft vorgelegt, dass von den Kommunen unterstützt wird. Das Gelingen hängt auch sehr davon ab, wie es von Kommunalpolitik, Wirtschaft und Bürgern mitgetragen wird. Da hat die lokale Presse einen wichtigen Anteil und großes Gewicht. Von ihr hängt sehr ab, wie die Stimmung in der Region nach Erfurt getragen wird. Da ist Ihr Artikel leider kontraproduktiv.

Zudem kann in der von der Landesregierung angekündigten Zuschusskürzung eine grundsätzliche Tendenz gesehen werden für den Stellenwert, den unsere Region in der gegenwärtigen Landespolitik einnimmt. Da ist der Theaterzuschuss möglicherweise nur ein Signal. Wenn dies dann von der Kommunalpolitik besonders öffentlichkeitswirksam genutzt werden kann, um eine grundsätzliche Schieflage anzumahnen, so dient das doch nur der Region und sollte von den Bürgerinnen und Bürgern begrüßt und von Journalisten im Sinne der Region eher unterstützt werden.

Auch einige Punkte Ihres Artikels muß ich aus meiner Kenntnis korrigieren. Die Eichsfelder werden nicht nur bespielt, sondern aus dem Eichsfeld- und dem Unstrut-Hainich-Kreis kommen ca. 5% unserer Besucher regelmäßig ins Theater. Auch Ihre Argumente zum Thema weicher oder harter Standortfaktor können so nicht stehen bleiben. Aus vielen Gesprächen in den letzten Wochen und an Hand der Unterschriftenlisten weiß ich von Vertretern der Wirtschaft wie z.B. der Kreissparkasse Nordhausen, der WAGO, des Nordhäuser Unternehmerverbandes oder des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft wie wichtig für sie der Theater- und Orchesterstandort ist.

Gleichzeitig soll man nicht vergessen, dass das Theater auch ein Arbeitgeber für über 200 Menschen ist, die Steuerzahler in der Region sind. Das Theater ist aber auch, wie das Südharzkrankenhaus, Auftraggeber für Unternehmen der Region. Der Vergleich, den Sie mit der Schließung des Reemtsmawerkes in Nordhausen ziehen, ist nicht mit einer Theaterschließung zu vergleichen. Die Reemtsmaschließung war eine wirtschaftliche Entscheidung eines Konzerns, die Theaterschließung dagegen ist eine politische Entscheidung einer gewählten Regierung. Daher werden wir auch weiterhin die Einflußmöglichkeiten der Bürger und der Medien auf die Entscheidungsprozesse nutzen so gut es geht.

Unsere Demonstrationen in Nordhausen und Sondershausen und die Unterschriftensammlung sind somit nur ein Baustein unserer Kampagne, um für die Region Nordthüringen eine bestmögliche Lösung zu erzielen.
Dr. Götz Ehrhardt, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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