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Do, 12:23 Uhr
30.05.2024
Wasserbau am Kindergarten

Will einer einen Bach verlegen

Für jedes Kind ist es eine große Freude, die Welt zu erkunden. In Sülzhayn konnten die Kindergartenkinder nach dem Hochwasser Ende vergangenen Jahres auch spannende Beobachtung machen. Vor ihrer Haustür wurde ein Fluss verlegt…

Wasserbau in Sülzhayn (Foto: GUV HOW) Wasserbau in Sülzhayn (Foto: GUV HOW)


Die Weihnachtsüberschwemmung hat auch das kleine Dorf Sülzhayn betroffen. Der örtliche Zulauf in die namensgebende Sülze, ein kleiner Bach der aus Richtung Rothessütte ins Tal fließt, spülte Ende Dezember massive Mengen von Abfall und Grobsand an. Das führte zunächst zu Störungen des Abflusses. Die aufgestauten Wassermassen beschädigten die Böschung, schließlich kam es zu Abbrüchen im Uferbereich. Betroffen war dabei auch das Außengelände des Kindergartens.

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Hier rückten nun die Bagger an, der Gewässerunterhaltungsverband „Helme - Ohne - Wipper“ (GUV) begann in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Rothessütte mit der Sicherung der Ufer. Mit schwerem Gerät wurde der Bachlauf befreit und mit dem so gewonnen Material die Böschung gesichert. Damit sich die Probleme nicht beim nächsten Starkregen wiederholen, wurde der gesamte Bachlauf umverlegt, um den Bereich in Zukunft zu entlasten. Dabei konnte man auch auf Erfahrungen aus vergangenen Maßnahmen an der Bere zurückgreifen, erklärt Kai-Michael Urspruch, Geschäftsführer beim GUV.

v.l.: Kai-Michael Urspruch, Verbandsmeister André Beck, Bürgermeister Henry Pasenow (Foto: GUV HOW) v.l.: Kai-Michael Urspruch, Verbandsmeister André Beck, Bürgermeister Henry Pasenow (Foto: GUV HOW)


Oberhalb des Rabensteiner Stollens bei Ilfeld tritt auch dieser Bach aus seinem Bett, beim GUV experimentierte man hier in der Vergangenheit damit, den kleinen Fluss mit der Hilfe natürlicher Materialien zurückzusetzen. In Sülzhayn wurde die Stromrinne des Fließgewässers auf 25 Metern Länge um mehrere Meter nach rechts verlegt. „Der abgerutschte Hang konnte im Böschungsfluss mit ungefähr 30 Tonnen massiven Wasserbausteinen gesichert werden, sodass ein Neuaufbau des Uferbereiches mit natürlicher und für den Ort typischer Struktur, Stabilität und Vegetation wieder hergestellt werden konnte.“

Dem kleinen Strom wurden so auch neue Mäander hinzugefügt. Die natürlichen Flussbiegungen sorgen sowohl für mehr Volumen und eine höhere Wasserführung, als auch für neue Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt. „Gerade für die Kindergartenkinder waren die Bauarbeiten direkt vor der eigenen Haustür ein großes Highlight. Den wachsamen Augen der kleinen und großen Zuschauer entging nichts und sie verfolgten interessiert jeden Tag das Geschehen in ihrem Kindergarten.“, sagt Urspruch.

Nach rund zwei Wochen waren die Arbeiten abgeschlossen, Kostenpunkt für alle Beteiligten: etwa 20.000 Euro. Auch in Windehausen hat man in den letzten Monaten nach dem Hochwasser viel zu tun gehabt, die Aufräum- und Sicherungsarbeiten sind hier weit fortgeschritten, so Urspruch weiter. Die Kindergartenkinder in Sülzhayn können wieder in aller Ruhe auf ihr Flüsschen blicken, auf die Wasserbauer warten derweil immer wieder neue Aufgaben, denn das dass nächste Hochwasser kommt, ist nur eine Frage der Zeit.
Wasserbau in Sülzhayn (Foto: GUV HOW)
Wasserbau in Sülzhayn (Foto: GUV HOW)
Wasserbau in Sülzhayn (Foto: GUV HOW)
Wasserbau in Sülzhayn (Foto: GUV HOW)
Wasserbau in Sülzhayn (Foto: GUV HOW)
Autor: red

Kommentare
Verdianer
30.05.2024, 12.36 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Danke für den Hinweis, wir haben das korrigiert
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