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Mo, 08:51 Uhr
20.05.2024
Reparaturbonus Thüringen

Es geht in die vierte Phase

Das gemeinsame Projekt des Thüringer Umweltministeriums und der Verbraucherzentrale Thüringen geht in seine vierte Phase: Ab sofort können Thüringerinnen und Thüringer wieder den Reparaturbonus beantragen...

Reparatur (Foto: www-erzetich-com auf Pixabay) Reparatur (Foto: www-erzetich-com auf Pixabay)
Mit der finanziellen Förderung von Reparaturen soll die Entscheidung, ein kaputtes Elektrogerät zu reparieren statt zu entsorgen, leichter gemacht werden – der Umwelt zuliebe.

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Der 2021 begonnene Reparaturbonus Thüringen geht ab dem 15. Mai in die vierte Runde. Rund 30.000 Anträge wurden bereits in den vergangenen Jahren und aus allen Teilen Thüringens bewilligt. Repariert wurden Mobiltelefone, Waschmaschinen, Kaffeemaschinen, Geschirrspüler und Backöfen – aber auch echte Lieblingsstücke wie Nähmaschine, Walkman, Schwibbogen, elektrische Holzschälmaschine, DDR-Plattenspieler und -Radiorecorder. Oftmals waren solche Geräte über 30 Jahre alt.

Dem Neustart dieses Jahr ging eine Untersuchung durch das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) in Berlin voraus. Zunächst war der Bonus als Reparaturkostenförderung einmalig in Deutschland, mittlerweile ist Sachsen (seit 2023) dem Beispiel gefolgt. Nationale Reparaturbonussysteme gibt es zudem in Österreich und Frankreich.

Fraunhofer-Institut zieht positive Bilanz
Das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) hat im vergangen Jahr eine Studie begonnen, um herauszufinden, wie der Reparaturbonus Thüringen Elektroschrott und CO2-Emissionen vermeidet und wie es um das Reparaturbewusstsein und -verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher steht. Dabei zeigt sich u.a.: Rund 5,5 Mio. (5,46 Mio.) € Gesamtumsatz gab es im Zusammenhang mit dem Bonus – rund 2,3 Millionen Euro davon gefördert.

Profitiert haben Betriebe in Thüringen – die Reparaturen wurden zur Hälfte von Fachhändlern durchgeführt, zu einem Viertel von Werkstätten, manchmal auch in Repair-Cafés.
Über ein Drittel der Nutzerinnen und Nutzer hätten nach eigenen Angaben die Reparaturen ohne Bonus nicht durchgeführt. Die im Rahmen des Reparaturbonus durchgeführten Reparaturen haben – so die Studie – rund 3.000 Tonnen (2.970 t) CO2 eingespart und fast 400 Tonnen (390 t) Elektroschrott vermieden.

Erik Poppe, Studienleiter vom Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration erklärt dazu: „Insgesamt können wir eine positive Bilanz ziehen. Mit der Förderung von Reparaturen kann regional und sehr kurzfristig etwas zur Umweltentlastung getan werden. Gleichzeitig sehen wir eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit bei der Bevölkerung und den Reparaturbetrieben.“

Neues bei den Förderbedingungen
Die Förderbedingungen haben sich etwas geändert: Wer sein Elektrogerät reparieren lässt, statt es zu entsorgen, und einen Antrag bei der Verbraucherzentrale Thüringen einreicht, bekommt die Hälfte der Kosten erstattet. Die Förderung liegt auch dieses Jahr wieder bei maximal 100 Euro pro Thüringerin und Thüringer pro Jahr.

NEU: Wer ein Repair-Café besucht hat, erhält 100 Prozent der Kosten für das verbaute Ersatzteil. Für 2024 sind bisher 500.000 Euro für den Reparaturbonus Thüringen 4.0 vorgesehen. Reparatur-Rechnungen müssen auf den 15. Mai 2024 oder später datiert sein.
Autor: psg

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