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Di, 18:18 Uhr
01.08.2006

Nicht schlecht, aber...

Nordhausen (nnz). Thüringens CDU-Generalsekretär Mike Mohring hat sich im Streit um die künftige Theaterförderung für eine Verschiebung der Sparpläne um ein bis zwei Jahre ausgesprochen. Diese Zeitspanne solle Luft geben für ein gemeinsames Konzept aller Beteiligten. Nicht schlecht findet Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD)...


Nordhausens Bürgermeister sieht darin „ein vorsichtiges Signal für einen Rückzug der Regierungspartei von den Kürzungsplänen, die das `Aus´ für den einzigen Theater- und Orchesterstandort nördlich von Erfurt bedeuten würden.“ Prinzipiell sei dieser Vorschlag - der eine Verlängerung der derzeitigen Finanzierungsverträge bedeute - positiv, weil sich für Thüringen in absehbarer Zeit „sowieso eine Gebietsreform abzeichnet, die auch Auswirkungen auf die Kulturförderung des Landes haben wird“, so Jendricke.

Durch eine solche Reform würden größere Gebietskörperschaften entstehen, was wiederum zu einer breiteren Trägerstruktur für Theater und Orchester führen könnte. „Und dafür könnte die Nordthüringer Theater- und Orchester GmbH beispielgebend sein. Denn als einziges Theater bzw. Orchester in Thüringen beteiligen sich hier vier kommunale Träger - zwei Städte und zwei Landkreise - an der Finanzierung der GmbH. Das sind immerhin 200.000 Einwohner. In Weimar zum Beispiel ist lediglich die Stadt der einzige kommunale Träger für die Bühne.“

Mit dieser Verteilung der Lasten auf breitere Schultern andernorts in Thüringen könnte das Land „dann dort seine Zuschüsse senken, hier bei uns diese Einsparungen sinnvoll einsetzen und müsste nicht in Nordthüringen zum Kahlschlag ausholen“, sagte der Bürgermeister. Sollte allerdings der Mohring-Vorschlag lediglich beabsichtigen, „das unliebsame Thema bis nach dem Landtags-Wahlkampf 2009 hinauszuschieben, „dann wäre das unredlich den Bürgern gegenüber.“

Jendricke rief zugleich alle interessierten Nordthüringer auf, sich an der 3. Nordthüringer Theaterdemo zu beteiligen. Die findet am 7. August statt. Nach der letzten Demonstration in Sondershausen ist nun wieder der Nordhäuser Theaterplatz der Veranstaltungsort. Mit der Demonstration soll gegen die Pläne des Thüringer Kultusministers Jens Goebel demonstriert werden, die Landeszuschüsse für die Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH ab 2009 um 70 Prozent zu reduzieren, was das Aus für die GmbH bedeutet - und damit für das einzige Orchester und Theater im gesamten Nordthüringer Raum. Im Rahmen der Demonstration wird es Beiträge von Musikern des Loh-Orchesters geben. Darüber hinaus hat die Nordhäuser Rolandgruppe ihr Kommen angekündigt.

Am Tag nach der Demonstration, dem 8. August, treffen sich die Gesellschafter der Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH sowie Intendant Lars Tietje mit Minister Goebel in Erfurt.
Autor: nnz

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