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Di, 15:14 Uhr
18.12.2001

Schlechte Vorbereitung auf Berufsleben

Nordhausen (nnz). Das Nordhäuser Arbeitsamt leistet einen beachtlichen Beitrag, um die teilweise schlechte Schulbildung auszugleichen. Diese Auffassung vertritt der DGB.


Mehr als 16 Millionen Mark hat das Arbeitsamt Nordhausen nach Berechnungen des DGB Nordthüringen im Jahr 2001 aufgewendet, um benachteiligten jungen Menschen der Region den Weg in die Arbeitswelt zu ebnen. „Dieses Geld aus den Arbeitslosenbeiträgen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, das hier angelegt wird, ist eine sehr gute Zukunftsinvestition“, so der Nordthüringer DGB-Chef Ulrich Hannemann, der zugleich Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Nordhäuser Amtes ist.

Mit Blick auf das schlechte Abschneiden deutscher Schüler beim „PISA-Test“ bemängelte Hannemann, dass die Schulen einen Teil der Menschen nur unzureichend auf das Berufsleben vorbereiten würden. Gerade diese Jugendlichen hätten bei der Suche nach einem Arbeitsplatz sehr schnell das Nachsehen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssten über die Beiträge nachträglich die schlechten Startchancen vieler junger Berufseinsteiger verbessern. Aus Sozialbeiträgen müssen darüber hinaus 384 außerbetriebliche Ausbildungsverhältnisse sowie berufsvorbereitende Maßnahmen gefördert werden, weil diese Jugendlichen in den Betrieben keine Ausbildungschancen hätte, so der DGB-Mann.

Im vergangenen Monat waren in den Landkreisen Eichsfeld und Nordhausen sowie im Kyffhäuserkreis mehr als 2.900 Jugendliche arbeitslos und 106 suchten eine Ausbildungsstelle. Im Interesse der Jugendlichen und der Wirtschaft selbst müssten bessere Eingliederungskonzepte, insbesondere für benachteiligte und für leistungsschwächere junge Menschen entwickelt werden. „Wir brauchen individuelle Förderung. Die Instrumente der Auslese, der Selektion gehören in die Mottenkiste“, so Ulrich Hannemann gegenüber der nnz.
Autor: nnz

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