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So, 13:05 Uhr
12.05.2024
Bürgerliste Südharz zu Kommunalwahlen 2024

Gegen Scheinwahl von populären Parteikandidaten

Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai treten wieder etliche Kandidaten an, die das Mandat nur dann annehmen können, wenn sie sich von ihrem Amt trennen würden. Die Bürgerliste thematisiert diese „Ehrlichkeit“ zentral in ihrem Wahlprogramm...


Der scheinbare Versuch der Manipulation von Wählern durch Scheinkandidaturen besteht darin, dass der Bekanntheitsgrad von Amtsträgern, die de facto nicht in eine Doppelfunktion gewählt werden können, anderen weniger populären Bewerbern der gleichen Wählergruppe zu einem Sitz in der Kommunalvertretung, Gemeinde- bzw. Stadtrat und Kreistag, verhelfen sollen. Die Bürgerliste als parteilose und unabhängige Wählervereinigung setzt sich dagegen für eine glaubwürdige Kommunalpolitik ein. Das fängt bei den Wahlen an!

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"Zu den wohl derzeit am meisten plakatierten Persönlichkeiten für den Stadtrat der Stadt Nordhausen und den Kreistag zählt der amtierende Landrat des Landkreises, Matthias Jendricke (SPD). Dieser wurde im Jahr 2021 in seinem Amt bestätigt und hat dieses bis zum Jahr 2027 inne. Qua Amt hat er im neuen Kreistag bereits eine Stimme inne und könnte eine zweite gar nicht erringen bzw. ausüben. Trotzdem kandidiert Herr Jendricke (SPD) auf Platz 1 der Liste für die Kreistagswahl", kritisieren die Mitglieder der Bürgerliste in einem Pressestatement.

"Im Falle der Annahme des am 26. Mai errungenen Kreistagsmandats müsste Jendircke als Landrat zurücktreten. Selbiges gilt für die Unvereinbarkeit seines Amts als Landrat und der Annahme des Stadtratsmandats. Die Unvereinbarkeit von Amt und Mandat sind in den Paragraphen 23, 28 und 102 der Thüringer Kommunalordnung niedergeschrieben.
Eine ähnliche Scheinkandidatur, jedoch lange nicht in dieser Intensität, findet sich bei der Kandidatur des ersten Beigeordneten des Landkreises für den Kreistag, Herrn Stefan Nüßle (CDU) oder der Bewerbung des Heringer Bürgermeisters, Herrn Matthias Marquardt (Linke) für den dortigen Landgemeinderat", argumentiert die Bürgeliste weiter.

Und sie geben schließlich folgendes Versprechen ab: "Die gezielte Täuschung zum Nachteil der Wähler wird dabei in der Gruppe bzw. in den Parteien begangen, da sich kein Einzelner allein für einen Platz auf der Kandidatenliste einer Partei oder Wählergruppe nominieren kann. Die Bürgerliste Südharz, die in ihren Reihen den Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen zählt, verzichtet ganz bewusst auf eine solche kalkulierte Vorgehensweise, die explizit auf Unkenntnis unter den Wählern und die Popularität Einzelner abzielt."
Autor: red

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Kommentare
Ossi1949
12.05.2024, 15:56 Uhr
Unwählbar
Die hier beschriebene Manipulation ist nicht verboten und war schon in der Vergangenheit üblich. Leider !!! Allerdings sind Parteien, die die Wähler derart verschaukeln, für mich unwählbar.
Piet
12.05.2024, 16:34 Uhr
Ist doch mittlerweile egal
Gelogen wird vor und nach der Wahl
Nörgler
12.05.2024, 17:30 Uhr
In Stellung gebracht
Wer sich die Kandidatenliste genauer ansieht, der merkt schon die Intention einiger Protagonisten. Da ist Liebig, der den Landrat vermutlich abgrundtief hasst. Vermutlich, weil der Hexenbesen nicht in Sophienhof gebaut wird. Und da sind die wichtigsten Verwaltungssoldaten des Nordhäuser OB, die Rechtsamtsleiterin und der einstige Pressesprecher und jetzige Büro-Leiter. Zu dem kommt noch der Herr Wengler, der endlich wohl auch eine Amtsleiterposition erhielt.

Die Zielrichtung ist klar. Wie im Rathaus, geht es auch hier nicht um den Bürger, sondern um sich selbst und es geht gegen Jendricke. Ob das dann die richtige kommunale Politik ist, möchte ich bezweifeln. Übrigens: die anderen Damen und Herren, die agieren nur als Stimmemfänger, das Sagen in der künftigen Fraktion (?) hat das Rathaus-Team.
Echter-Nordhaeuser
12.05.2024, 17:55 Uhr
Man steht mit Ständen.....
in der Stadt verspricht dem Wahlvolk das blaue vom Himmel. Wenn sie dann gewählt sind kommt nur noch Dunst und das haben wir so nicht gesagt. Hauptsache sie sitzen dann im Sessel und der Rubel rollt.
karo
12.05.2024, 17:59 Uhr
Korrekte Listen
Liebe Redaktion,
Dann rückt doch die Listen mal gerade und veröffentlichte diese.
Die wurden in der nnz veröffentlicht.
Kitty Kat
12.05.2024, 18:38 Uhr
Ganz genau
Es wird gebogen und gelogen. Und sitzt das Kreuz, ist der Bürger wieder uninteressant. Politik ist das ganze Gegenteil von einem sauberen Business. Und wird die Kritik an den ach so guten Etablierten zu heftig und gefährlich, hat man ja praktischerweise die böse rechte Ecke für den Delinquenten erfunden. Diskurs unmöglich, rechts setzen.
Harzer Jung
12.05.2024, 20:22 Uhr
Nörgler sie stellen hier unbewiesene Behauptungen in den Raum
Es ist schon interessant, dass sie sich von dem Artikel dermaßen getriggert fühlen. Sie können sich wahrscheinlich nicht vorstellen, dass sich Menschen aus der Mitte der Gesellschaft mit einem freien eigenem Meinungsbild und einer eigenen Stimme zusammenfinden um sich für ihren Landkreis unabhängig von Parteivorgaben einzubringen. Dass, ihr Parteiprogramm dem Landrat missfällt, ist logisch. Transparenz ist ja nun wahrscheinlich etwas, was ihm gar nicht gefallen könnte. Sie sprechen hier den Kandidaten die Mündigkeit ab selbst ihre eigenen Entscheidungen treffen zu können und zu wollen. Das ist eben nicht der Fall. Das ist nämlich der Unterschied. Jeder ist nur seinem eigenen Gewissen verpflichtet und keiner Partei oder Führungsfigur. Ihr Versuch die engagierten Menschen zu verunglimpfen ist einfach nur billig. Sie scheinen ziemlich viel Angst vor Menschen mit einer persönlichen unabhängigen Meinung zu haben.
daniel-san
12.05.2024, 21:02 Uhr
Diese Praxis gehört in der Tat abgeschafft.
Das große, nahmhafte und populäre Kandidaten sich für solche Wahlen listen lassen, obwohl sie dieses Amt bei erfolgreicher Wahl gar nicht bekleiden können, da sie bereits ein höheres Amt ihr Eigen nennen können, gehört abgeschafft.
Da sollten ausschließlich wirklich wählbare Kandidaten zu finden sein, die diese Funktion nach erfolgreicher Wahl letzendlich auch direkt ausüben werden.
Diese Position an eine andere Person übergeben zu können, sollte wirklich nur zur Verfügung stehen, wenn es aus bestimmten Gründen wirklich nicht anders geht.
Wenn es im Vornherein bereits feststeht, dass das gar nicht funktionieren kann, ist das eigentlich de-facto Wahlbetrug. Und so sollte das auch im Gesetzestext zu finden sein.
Bitte ändern!
Honsteiner
13.05.2024, 00:58 Uhr
Bürgerliste wohl nicht wählbar
Da klickt man auf diesen Beitrag und denkt nun kommen die großen Themen, aber Pustekuchen. Da tritt die Südharzliste an und hat keine Themen, aber sie stellen fest, dass hier Menschen kandidieren, welche eigentlich ihr Mandat nicht annehmen können, ohne ihren Job aufzugeben. Aber sie selbst sind die Saubermänner?!
Das ist nicht nur in Nordhausen so, sondern bundesweit. Jendricke und Co glauben, dass sie als Spitzenkandidaten ihrer Partei einen Gefallen tun und als Zugpferd die Stimmen ziehen. Ob es Ihnen gelingt sei dahingestellt, der Eine oder Andere wird sich wünschen, dies nicht getan zu haben, wenn er sein Ergebnis in den Händen hält.
Aber was will nun die Bürgerliste und wo stehen politisch ihre Mitglieder? Unabhängig sind diese lediglich von einer übergeordneten Partei, aber so richtig abhängig ist in der Kommunalpolitik wohl kaum eine der hier agieren Parteien. Vlt. noch die Grünen und Linken?! Durch die Parteien kann man deren Kandidaten wenigstens grob zuordneten, in welcher politischen Denke der Einzelne tickt, aber in der Bürgerliste kauft man die Katze im Sack. Ist der Einzelne Links, grün oder rechts oder gar radikal? Man weiß es nicht.
Am Ende ist es eine eingetragene Wählervereinigung, die spätestens nach der Wahl eine Gruppe oder eine Fraktion bildet und damit wie alle anderen einen Fraktionsstatus mit Vorsitzenden und Stellvertreter hat. Sich unabhängig zu nennen bedeutet in der Umkehr, dass man leider auf keine Strukturen nach Oben zurückgreifen kann, die einen evtl. bei dem Einen oder Anderen Problem helfen könnte.
Für mich scheint die Bürgerliste weiterhin Krawall machen zu wollen. Vielleicht werden ja im nächsten Wahlauftritt mal die Anträge und Errungenschaft der letzten fünf Jahre erwähnt und was man noch erreichen will. Dieser Artikel sagt nichts aus.
Capone
13.05.2024, 10:02 Uhr
Ist eigentlich alles da.
Sowohl das Programm, als auch die Kandidatenliste für Kreistag und Stadtrat habe ich auf der Internetseite der Bürgerliste Südharz gefunden.
Harzer Jung
13.05.2024, 10:22 Uhr
Hohensteiner wenn man sich nicht informiert
, dann sollte man sich das Kommentieren sparen. Alles was sie in Frage stellen Ausrichtung, Wahlprogramm und Kindidaten kann man auf der Webseite der Bürgerliste transparent nachvollziehen. Vielleicht können sie mit den politischen Werkzeugen Konsens und Kompromiss nichts anfangen. Die Bürgerliste schon. Eine realistische und an Prioritäten orientierte Politik hat halt aktuell keinen Platz für Prestigeobjekte, wie Hexenbesen, Sommerrodelbahn oder Aussichtstürmen. Schulinfrastruktur, Verkehrsinfrastruktur und der Ausbau der Kinder- und Jugendarbeit in den Gemeinden sind klar formulierte Ziele. Wer mit großen Würfen pralt, wirft in der Regel nicht weit. Die Pflichtaufgaben des Landkreises werden zugunsten von Denkmälern vernachlässigt. Das ist vielleicht für sie ok. Für die Mehrzahl der Menschen nicht. Ein Hexenbesen hät junge Familien nicht in der Region, zukunftsfähige Schulen und eine vielseitige, Anlaufpunkte für junge Menschen und gute Verkehrsverbindungen schon.
Honsteiner
13.05.2024, 16:11 Uhr
@Harzer Jung Bürgerliste nicht wahlbar?
Lieber Harzer Jung,
Ihr kurzer Beitrag war viel informativer als der Artikel mit der Häme gegen andere Protagonisten. Aber nein, ich muss keine Internetseite suchen, um mich zu informieren! Sie wollen doch gewählt werden, dann müssen Sie auch für sich werben. Wenn diese Zeitung unter: "BÜRGERLISTE SÜDHARZ ZU KOMMUNALWAHLEN 2024" einen Block einrichtet, aber darin keine Ziele genannt werden sondern nur über die Dummheit der anderen gehetzt wird, fehlt mir da die Qualifizierung.
Sie schreiben von "realistische und an Prioritäten orientierte Politik hat halt aktuell keinen Platz für Prestigeobjekte, wie Hexenbesen, Sommerrodelbahn oder Aussichtstürmen." Aber der Landrat macht doch realistische an Prioritäten orientierte Politik! Und wenn ich immer wieder hier in den Medien lese, dass die Fördermittel zweckgebunden sind, dann kann ich nun mal die Fördermittel von 6 Mio. für ein AKS oder die Mio´nen für den Hexenbesen nicht in andere Projekte stecken. Blicke ich aber in den Harz und sehe wie sich Niedersachsen und Sachsen Anhalt Mühe geben, den Tourismus richtig aufzubauen, dann muß auch Nordthüringen etwas bieten. Hierdurch profitiert die Gemeinden und auch der Landkreis. Was wäre die Rappbodetalsperre ohne seine Attraktionen? Was wäre Sophienhof ohne den "Brauen Hirsch"?
Ich hoffe, dass die Kandidaten der Bürgerliste nicht alle nur auf der Bremse stehen wollen.
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