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Sa, 16:01 Uhr
04.05.2024
Leserbrief

Schildbürgerstreiche im Bürgerservice

„Jeden 1. Samstag im Monat von 10:00- 12:00 Uhr können Sie ohne Termin den Service des Bürgerservice nutzen“, so die versprochene bürgernahe Theorie. Die Praxis am heutigen Samstag sah anders aus, schreibt uns ein nnz-Leser...


Gut gelaunt betrat ich mit meiner Ehefrau und meinem Sohn um 10.30 Uhr den Bereich des neu umgebauten Bürgerservices. Ein Bürger wartete gerade im Aufenthaltsbereich, um vermutlich zu einem Schalter gerufen zu werden.

Perfekt, dachte ich mir. Gleich geht’s los. Schnell noch eine Nummer für einen freien Termin am Automat ziehen, so meine Absicht. Jetzt begann die Odyssee.

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Das Buchen eines freien Termins war am Automaten nicht möglich. Stattdessen prangte direkt daneben ein Zettel mit der Aufschrift: „Aufgrund von Personalmangel können nur bereits gebuchte Termine am Samstag wahrgenommen werden.“

Seltsam! War es nicht gerade der 1. Samstag im Monat, an dem man ohne Terminvorbuchung eine Chance auf die Leistungen des Bürgerservice hat? Aber vielleicht habe ich in den Veröffentlichungen des Rathauses oder der Presse der vergangenen Wochen etwas nicht mitbekommen. Schneller Check im Internet.

Erste Erkenntnis, eine Terminbuchung für Samstage ist im Buchungsportal TEVIS grundsätzlich nicht möglich. Zweite Erkenntnis, der nächste freie Termin, während der eigenen Arbeitszeit, ist ab 01. Juli 2024 buchbar. Beflügelt von dem Gedanken, ich lebe in einer bürgerfreundlichen Stadt, versuchte ich Klarheit in die Sache zu bringen. Da gerade kein Bürger mit einem bereits „gebuchtem Termin“ im Wartebereich anwesend war, betrat ich die neugestalteten Räumlichkeiten des Bürgerservices. Auch hier kein weiterer Antragsteller zu sehen. Hinter einem Schalter saß eine jüngere grimmig dreinblickende Angestellte und eine weitere Angestellte lief gerade gelangweilt durch den Raum.

Ich begrüßte die Angestellten und stellte folgende Fragen: Wie bekommt man einen gebuchten Termin für einen Samstag, wenn am Ticketautomat im Foyer keine Buchung möglich ist und man im Buchungsportal TEVIS gar nicht Termine für Samstage buchen kann?

Die Antwort kam prompt. Man hätte in der Woche telefonisch oder persönlich bei Bürgerservice für Samstag einen Termin buchen können! Heute werden keine Anliegen von Bürgern, welche keinen Termin haben aufgrund von Personalmangel bearbeitet. Das würde doch eindeutig am Aushang stehen.

Da sich noch keine weiteren Bürger im Wartebereich hinter mir befanden, fragte ich nach, ob den noch ein freier Termin in den kommenden 90 min frei wäre, welche ich gegebenenfalls nutzen könnte. Es sind zwar nur wenige Termine vergeben, aber aufgrund der „Anweisung von Oben“ werde man nichts machen, war die sofortige Antwort. Auf die Fragen: Wer von „Oben“ hat die Anweisung gegeben? War es der Oberbürgermeister oder die für den Bürgerservice zuständige Bürgermeisterin? erhielt ich die lapidare Antwort: Das hat Sie nicht zu interessieren. Heute werden wir nichts für Sie machen können, da Sie keinen Termin haben.

Auf mein Unverständnis über die gezeigte „Bürgernähe“ sowie dem wiederholten Hinweis, dass für Samstage online keine Termine buchbar sind, entgegnete mir die Angestellte. Ich sollte doch während der Öffnungszeiten innerhalb der Woche vorbeikommen, um mir einen eventuell freien Termin reservieren zu lassen. Aufgrund der gereizten und unfreundlichen Art stellte ich mich persönlich vor und fragte nach dem Namen der Angestellten sowie des Anweisenden des Schildbürgerstreichs.

Die Reaktion und Antworten waren ernüchternd. „Es ist egal wer Sie sind! Namen und Zuständigkeiten gehen Sie nichts an. Und wenn Sie das nicht verstehen, kann ich ja die Polizei rufen.“

Diese Bürgernähe ist echt beeindruckend. Sogar die zweite Angestellte wurde angewiesen mich und meine Familie zum Ausgang zu begleiten.

In der Zwischenzeit hatte eine 4-köpfige Familie mit 2 kleinen Kindern, welche auch den 1. Samstag nutzen wollten, im Wartebereich Platz genommen und die Antworten verwundert verfolgt.

Bei Verlassen des Bürgerservices fragte ich ebenfalls die zweite Angestellte, ob jeder Bürger oder jede Bürgerin ohne Termin am heutigen Tag nicht bedient wird. „Ja, dass ist so und dies müsste man akzeptieren“, so die Angestellte.

Daraufhin stand die Familie kopfschüttelnd und enttäuscht auf und wollten das Gebäude verlassen, da sie auch keinen Termin hatten. In diesem Moment wurde die Frage gestellt, ob am kommenden Freitag (Brückentag), den 10.05.2024 der Bürgerservice geöffnet ist.

Hönisch grinsend erhielten alle Anwesenden die Antwort: „Da habe ich auch Urlaub und das wurde allen Anderen so auch angewiesen.“ Daraus ist wohl zu schlussfolgern, dass der Bürgerservice auch am kommenden Freitag (Brückentag) nicht verfügbar ist. Geschrieben und veröffentlicht ist dies jedoch bis jetzt nicht.

Perfekter Bürgerservice!
Dirk Schimm
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Kat
04.05.2024, 16:29 Uhr
Buergerservice?
Auch ich habe in den letzten Jahren nur schlechte Erfahrungen gemacht. Eine Beschwerde beim Bürgermeister hat hier auch nichts gebracht. Ich möchte dabei nicht weiter ins Detail gehen.
Ich bin wirklich gespannt, wann sich hier mal etwas ändert.
In der freien Wirtschaft muss die Arbeit auch gemacht werden, da fragt keiner, wieviel Mitarbeiter fehlen.
Eventuell sollte man das Amt umbenennen. Buergerabwehramt....
Salza123
04.05.2024, 16:40 Uhr
Lacher
Wenn man sich die Rezensionen und Bewertungen des Bürgerservice anschaut dann merkt man das da etwas nicht stimmt. Den Verantwortlichen scheint das nicht aufzufallen. Wer ist denn eigentlich für diesen Bürgerservice konkret zuständig? In der freien Wirtschaft wäre diese Person schon lange arbeitslos. Vielleicht kann die Redaktion das Mal in Erfahrung bringen. Was ist letztendlich geplant diesen nennen wir es der Einfachheit halber Service grundlegend zu verbessern.
Alex Gösel
04.05.2024, 16:49 Uhr
Einfach drauf ankommmen lassen!
Herr Schimm, gerade Sie als zweiter Beigeordneter des LK Nordhausen hätten dies doch wissen müssen, oder? Auch wen LRA und Rathaus NDH zwei verschiedene paar Schuhe sind, so müsste doch die Kommunikation untereinander besser laufen, oder?

Aber egal: Warum haben Sie es, als zweiter Beigeordneter der LK NDH nicht drauf ankommen lassen und haben die Polizei rufen lassen? Fehlt Ihnen dazu der Mut? Oder haben Sie bedenken wie Sie dann in der Öffentlichkeit dastehen könnten?

Anbei: Ja, das Verhalten des Rathauses mitsamt seiner Spitze und dem gesamten Stadtrat ist schon sehr merkwürdig und befremdlich, aber wie läuft dies eigentlich beim Landratsamt ab? Oder ist dort Freitag auch Brückentag?
Nordhäuser
04.05.2024, 17:04 Uhr
Armutszeugnis für Nordhausen
Dieses Terminverfahren wurde doch ursprünglich einmal wegen Corona eingeführt. Und da man gemerkt hat das man so viel weniger Arbeiten muss, hat man es gleich beibehalten.
Aber anscheinend hat die Stadt noch nicht kapiert, das Sie eigentlich für den Bürger arbeiten. Wenn es uns nicht geben würde , dann müssten Sie stempeln gehen.
Im diesem Sinne ein schönes Wochenende an allen mit dem Wissen das sich eh Nix ändert.
Alexandra Se.
04.05.2024, 17:13 Uhr
Wirklich schön in Nordhausen!
Irgendwie ja schön, dass auch Politiker sehen wie es in NDH läuft. Ich habe auch das Gefühl, dass dort nur Menschen arbeiten die keine Lust haben und nicht besonders fachkompetent sind. Man kann übrigens aktuell auch keinen Gesundheitspass beantragen... bis mind. Ende des Monats, niemand da, der das macht...
Wildcat
04.05.2024, 17:20 Uhr
Anbei: Alex Gösel
Um Ihre Frage zu beantworten. Ja, das Landratsamt hat am kommenden Freitag (Brückentag), den 10.05.2024 geöffnet. Auch schon in der Vergangenheit war das Landratsamt NDH zwischen Feiertagen und an Brückentagen geöffnet.
Kitty Kat
04.05.2024, 18:23 Uhr
Oberzentrum?? Unterirdischer Service!!
Hauptsache wichtig wichtig um die fair trade Schokolade kümmern. Beides bitter *lol*
Wer ist denn nun eigentlich wessen Dienstleister? Der Bürger ist irgendwie nur zur Wahl wichtig, dann nervt er scheinbar nur noch mit seinen Anliegen. Eine Gemeinde, die so richtig gut für ihre Einwohner da ist, stelle ich mir schon anders vor.
P.Burkhardt
04.05.2024, 18:31 Uhr
Personalmangel...
...ist oft der Grund für eingeschränkte Dienstleistungen.

Ich erlebe das in Arztpraxen, in Apotheken und ganz aktuell beim hiesigen (nicht NDH) Stadtbad. Dieses ist ab sofort wegen Personalmangels auf unbestimmte Zeit für den öffentlichen Betrieb geschlossen. Statt also auf das Rathaus oder die Apotheke oder den Arzt zu schimpfen, sollte das generelle Personalproblem mal angegangen werden.
Marino50
04.05.2024, 18:33 Uhr
Bürgerservice
Das ist schon immer so. Ummeldung Wohnsitz mindestens 4 Wochen. Beamtenmikado nennt man das. Aber es arbeiten nicht alle so. Mitarbeiter, die so Bürger behandeln, gehören weg. Ich habe mir mein Recht in einer anderen Sache dort gesucht mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Mitarbeiterin. Die gab es dann nicht mehr bei der Stadt. Es war bei der Dame nicht der erste Vorfall. Einfach wehren.
Ummenichter
04.05.2024, 18:55 Uhr
Bürgerservice
Da wolle die eine Krähe der anderen Krähe diesmal wohl wirklich die Augen rauskratzen oder Öffnen?Was ist bloß im Nordhäuser Rathaus los?Jeder macht was er will bloß keiner macht eigentlich das was er als Beamter für die Bürger der Stadt tun sollte!!!Nämlich für den Bürger da sein denn sie haben mal ein Eid geschworen!!!Hoffentlich bringen die Anstehenden Wahlen dieses Mal Licht ins so Dunkle Rathaus!!!Nur noch Konofiffchen in der Verwaltung!!!
Filzstift und Lineal
04.05.2024, 19:10 Uhr
Volle Breitseite gegen OB
Bäng, das hat gesessen Buchmann hat als größtes Wahlversprechen einen reibunglosen Bürgerservice ohne Termin versprochen. Pustekuchen, er hats bis heute nicht auf die Reihr gekriegt. Dafür lässt er immer schöne Filmchen im Internet über sich drehen. Und am Tag nach Himmelfahrt das Rathaus zuzumachen, wo auch viele BürgerInnen Zeit für Behördengänge haben, ist auch ziemlich abgehoben.

Unschön nur, dass Hr. Schimm hier öffentlich die MitarbeiterInnen des Bürgerservices an den Pranger stellen. Die müssen doch nur das Organisationsversagen aus dem OB Zimmer ausbaden.
warumauchimmer
04.05.2024, 19:14 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Beitrag
El loco
04.05.2024, 23:12 Uhr
Ach Burghardt
Warum versuchen Sie schon wieder wegzuschwurbeln? Mangelhafter Bürgerservice,
Unfreundlichkeit und mit Polizei drohen, das wollen Sie auf Personalmangel schieben oder damit entschuldigen?
Sie als selbsternannter Messias der Wahrheit und des Intellekts?
Ich bin dann mal raus, auf diesem Niveau lohnt es sich nicht weiterzudiskutieren.
Leser X
05.05.2024, 09:41 Uhr
Personalmangel ist kein Naturgesetz...
... sondern immer ein Spiegelbild der Gesellschaft. Er passiert nicht einfach so sondern ist die Folge falscher Politik. Wenn dann noch die Digitalisierung dem Stand von Entwicklungsländern hinterher hinkt, muss man sich über derlei Verwerfungen nicht wundern.

Durch Deutschland ist Jahrzehnte kein Ruck mehr gegangen. Das Land kann nicht besser sein als die, die es "regieren".
Blumenfreund
05.05.2024, 10:14 Uhr
Nur gut das wir diese unfreundliche Stadt Nordhausen verlassen haben.
In unserer neuen Heimat außerhalb von Thüringen machten wir folgende Erfahrung mit dem Bürgerservice der Kreisstadt, in welcher wir jetzt leben.
Um uns hier neu anzumelden riefen wir beim Bürgeramt der Stadt an um einem Termin zu erhalten, wie wir es von Nordhausen gewohnt waren. Die Antwort der sehr freundlichen Mitarbeiterin vom Bürgeamt war, "Sie brauchen keinen Termin, kommen sie einfach zu den Öffnungszeiten vorbei".
Also begaben wir uns spontan am nächsten Tag ins Rathaus. Dort waren im Bürgeramt drei Angestellte hinter den Sachaltern und eine bediente gerade eine Bürgerin. Eine andere Angestellte sprach uns gleich an, "Wie kann ich euch helfen?". Wir sagten das wir neu zugezogen sind und uns anmelden möchten. Hierauf wurde die Anmeldung umgehend ausgeführt und wir kamen in ein nettes Gespräch in dem man uns sagte "Wir freuen uns, dass ihr jetzt hier wohnt". Dieselbe positive Erfahrung habe ich bei der KFz-Zualssung gemacht. Es zeigt dass es außerhalb Thüringens und speziell aushalb Nordhausens auch anders geht.
Hans Dittmar
05.05.2024, 10:47 Uhr
Bürgerservice - Chaos des OB Buchmann
Das Chaos im Bürgerservice wurde vom OB Buchmann eingeführt und beibehalten. Das Thema zieht sich doch schon lange durch die Presse. Der Verursacher Herr Buchmann hat doch nun seine Bürgerliste Südharz auch in der Stadtliste aufgestellt. Familie Schimm stellt hier zwei Kandidaten und nun schiesst ausgerechnet aus dieser Ecke einer auf den eigenen Chef und Verursacher. Das wird lustig für den Stadtrat, wenn die eigenen Leute merken das ihr Mitglied das Problem aller Probleme ist.
Motte83
05.05.2024, 11:10 Uhr
Komfortzone im Bürgerservice
Ich benötigte eine Beglaubigung und musste diese binnen drei Wochen vorlegen. Bei der Frage nach einem Termin innerhalb von drei Wochen wurde mir durch den Bürgerservice ernsthaft empfohlen, dass ich mich an eine kleinere Gemeindeverwaltung in Ellrich, Bleicherode oder Heringen wenden solle. Die hätten schließlich nicht so viel zu tun.
Die Stadt Nordhausen erhält also gern die Landeszuweisungen für mich, möchte die Leistungen aber durch andere Gemeinden erbringen lassen.
Die Stadtverwaltung Bleicherode half mir übrigens noch am selben Tag. Die Dame dort hatte vielleicht nicht weniger zu tun, als die Beschäftigten im Nordhäuser Bürgerservice, aber vermutlich einen höheren Anspruch an den Service für die Bürger.
Cychreides
05.05.2024, 11:33 Uhr
Geld für Rumsitzen.
Ich kenne die geschilderten Zustände ebenfalls. Vor über einem Jahr war ich mal im BS für irgendeine um/anmeldung etc...
15 Minuten Termin etwa ein monat vorhervereinbart und dann vor Ort festgestellt dass dort 2-3 Mitarbeiter mit freien Kapazitäten saßen. Eine junge Dame saß über ihr Handy gebeugt und vergrub sich hinter ihrem Monitor. Nach 5 Minuten war ich bei ihrer Kollegin fertig. Keine Wartenden, kein Andrang, es war nach meiner Störung dann hoffentlich wieder schön ruhig für die nächste Stunde/n. Untragbar.
Gehard Gösebrecht
05.05.2024, 11:52 Uhr
Nach dem Motto
Montag bis Freitag geschlossen.
Samstag und Sonntag Ruhetag.
deralte
05.05.2024, 12:04 Uhr
Der Landrat muss einsehen.....
.....dass in der Stadtverwaltung nichts funktionieren kann, solange der Stellvertreter oder -vertreterin den OB zu Fall bringen soll. Das wird auch so bleiben, solange die Stellvertreterin nicht OB ist. #nordhausenzusammen hat anders entschieden und das ist nun mal Demokratie. Sie hat nun mal Vor- und Nachteile.
Thüringen hat ja entsprechende Erfahrungen: Vielleicht sollte man einfach mal wieder eine Wahl "rückgängig machen". Das ist keine Demokratie? Stimmt, aber da ist der einfache Bürger ja anderer Meinung als die ehemalige Kanzlerin. Kann das sein?
Musterknabe
05.05.2024, 13:14 Uhr
Ihr wolltet doch den Alten weiter behalten
Als ihr einen Wechsel hättet wählen können. Da wart ihr Feige und habt das Alte gewählt.
Also, genießt euer altes weiter so.

Also in Gotha. Geht man hin. Zieht ne Nummer. Wartet. Fertig. Neuer Perso in Arbeit.
Sogar nett und mit der Frage ob man den Alten entwertet wieder haben möchte.

In Ndh wird man angerufen warum man 2 Termine im System hat. Als Reserve falls krank oder etwas fehlt wird da nicht akzeptiert. Man soll löschen und dann im Zweifel wieder 2 Monate warten.

Typisch Nordhausen.
Südharzmensch
05.05.2024, 13:40 Uhr
Pass und Ausweise sind eine der wenigen direkten Bürgerleistungen ...
... des Rathauses. Und genau das klappt nicht. Erschreckend. Ich bezweifele, das die Mitarbeiter*innen dafür die Schuld tragen, sie müssen nur ausbaden, das an der Rathausspitze Unvermögen herrscht.
Aber dieser OB war ja gewollt, inklusive Wahkversprechen, das es ein Passamt ohne Termine geben wird.
Filzstift und Lineal
05.05.2024, 14:08 Uhr
Ihr Nordhäuser habt doch selbst Schuld. / Mal in Harztor versuchen
Ihr habt gewählt und seid wieder auf die Versprechungen des Kandidaten Buchmann reingefallen wie bei der ersten Wahl. Dort hatte der Kandidat versprochen, einen Teil seines Gehalts für soziale Zwecke zu spenden. Hat nie stattgefunden.
P.S. Meines Wissens kann man Pässe u.a. auch in anderen Gemeinden bestellen, selbst wenn man dort nicht wohnt. Einfach mal in Harztor o.a. probieren. Dürfte klappen.

Hier ein Auszug von der Internetseite des Bundesinnenministeriums:

"Sie können Ihren Reisepass auch in jedem anderen Bürgeramt beantragen. In diesem Fall wird eine höhere Gebühr erhoben. Voraussetzung für die Antragstellung außerhalb Ihres Hauptwohnsitzes ist, dass Sie einen wichtigen Grund für die Beantragung darlegen können. Durch eine vorherige Kontaktaufnahme mit dem von Ihnen ausgewählten Bürgeramt können Sie die geplante Antragstellung eines Reisepasses vorbereiten und in Erfahrung bringen, ob und inwieweit das Bürgeramt Ihre Gründe anerkennt."
Anmerkung techn. Support:
Eigentlich hat Herr Buchmann dieses mal gar nichts versprochen. Er hat ja auch keinen Wahlkampf gemacht.
Grundsätzlich sollte es aber schon möglich seil, als Nordhäuser, in Nordhausen einen Reisepass zu beantragen.
Ecki58
05.05.2024, 17:16 Uhr
Wozu aufregend....
Auch ich bin trotz Termin an einem Donnerstag Nachmittag abgewiesen worden.
Ich habe mich mit meinem Termin unten am Schalter angemeldet bekam eine Nummer und bin nach Aufruf zu einem gegangen. Die Dame dort war wirklich sehr nett und hat innerhalb von etwas über einer Stunde versucht die zuständige Sachbearbeiterin anzurufen. Auch ich habe dies im Beisein der netten Dame am Schalter mehrfach versucht.
Ich stellte dann die Frage ob die Sachbearbeiterin eventuell durch Krankheit nicht im Haus ist. Nach einer Überprüfung im Computer sagte mir die Dame wörtlich " doch doch... die ist da" . Also versuchten wir es beide wieder mehrfach. Nach ca. 90 Minuten wurde ich dann zum Büro der besagten Sachbearbeiterin geschickt. Auch dort verweilte ich erneut 60 Minuten. Das Büro war leer. In einem gegenüberliegenden Büro hörte man mehrere Stimmen was mich dazu veranlasste dort zu klopfen und die Klinke zu betätigen. Es war abgeschlossen und die Stimmen verstummten für eine kurze Weile. Man unterhielt sich dann jedoch weiter und offenbar waren die Themen der Unterhaltungen sehr lustig. Nach insgesamt 115 Minuten wurde die Tür von innen aufgeschlossen und ein junger Mann trat heraus der in das überfüllte Büro sagte "hier sitzt einer". Nach weiteren 20 Minuten öffnete sich die Tür und eine schar von gut gelaunt en Damen, darunter meine Sachbearbeiterin, verließen das Büro bewaffnet mit Bürostuhl und Kaffeepott und verschwanden in ihren Büros. Ich wurde darauf hingewiesen das ich warten muss bis ich aufgerufen werde. Weitere 10 Minuten vergingen. Als ich dann etwas angesauert fragte was das soll bekam ich sehr unfreundlich den Rat mir einen gesetzlichen Betreuer zuzulegen worauf auch gleich eine Dame erschien um mir den Werdegang für einen gesetzlichen Betreuer erläuterte.
Eine Unverschämtheit wie man dort behandelt wird.
Also was regt man sich dann auf warum am Samstag eingeschränkt der Service wahrgenommen wird???

Übrigens eine schriftlich eingereichte Beschwerde bei unserem Landrat war fruchtlos. Ich stehe nun im Schriftkontakt mit dem Thüringer Innenministerium in der Steigerstraße 24 in Erfurt.
D. D.
05.05.2024, 20:34 Uhr
Bewerbung für Bürgerservice ausgeschrieben!
Nur für 13 h/Woche! Ob das sinnvoll ist, ist allerdings fraglich.
Ob es damit besser wird?… mal schauen ;)
Nuzz
05.05.2024, 20:48 Uhr
@Herr Gösel
Warum soll er es darauf ankommen lassen, dass die Polizei vor Ort kommt? Die wird auch keinen Termin für den Verfasser machen.
Marino50
06.05.2024, 08:41 Uhr
Nuzz
Das ist richtig. Aber er kann wegen Hausfriedensbruch des Rathauses verwiesen werden und hat noch eine Anzeige am Hals.
Wolfi65
06.05.2024, 08:53 Uhr
Kaffeetassen und Türen auf-und zuschliessen
Das kommt mir bekannt vor.
Irgendwo habe ich das schon einmal erlebt.
Ich glaube im Bereich der Darre.
Musterknabe
06.05.2024, 09:45 Uhr
Ahja Personalnot
Ja. Wenn man eine 13h Woche hat und 3h mit Kaffeeklatsch hinter verschlossenen Türen verbringt.
Dann ist das Personal Not.

Das kommt raus wenn ein (ex) Grüner die Arbeitsmoral vorgibt.

Jetzt aber schnell zur Demo gegen irgendwas, im Büro wars 3h soo stickig.
Nuzz
06.05.2024, 13:57 Uhr
@Marino50
Als ob der Verfasser den Aufforderungen der Angestellten nicht nachgekommen wäre, dass Gebäude zu verlassen. Für viele scheint es heute aber normal zu sein, gleich bei jeder Diskussion oder persönlichen befinden sofort die Polizei zu rufen.
Lautaro
06.05.2024, 15:08 Uhr
Was mir wirklich auffällt.....
In Jugendzeiten das Salzabad zu besuchen, war in den Ferien selbstverständlich., das Gehege mit dem S50 zu befahren ....ebenso.
Irgendwelche Jugendclubs...gab es und sie wurden zum Teil gut angenommen.
Und heute ....nüscht !!!!......
Was nehmen sich die angeblich demokratische legitimierten Herrschaftsburschis raus, UNS zu erklären.....was wir alles hinnehmen müssen !
Psst ! Ich möchte wirklich nur meine Rente geniessen und ein gutes Buch lesen ! :-)
Fönix
08.05.2024, 10:31 Uhr
Zitat fönix aus der Diskussion zu dem Thema
.... "Alles für die Demokratie":

"Ein bisschen geheuchelte Selbstkritik in dem Tenor

"Ja, es ist nicht alles optimal gelaufen, aber wir haben grundsätzlich alles richtig gemacht und wir sind auf einem guten Weg..."

reicht da nicht einmal ansatzweise, wir brauchen einen massiven Richtungswechsel. So langsam verliere ich allerdings die Hoffnung, dass Politik und im Volumen entartete Verwaltung zu der richtigen Selbsterkenntnis finden..."

Den letzten Satz möchte ich gern ergänzen:

So langsam verliere ich allerdings die Hoffnung, dass Politik und im Volumen
UND IHREN PRIVILEGIEN entartete Verwaltung zu der richtigen Selbsterkenntnis finden.

Die hier für mich glaubhaft geschilderten Erlebnisse im Bürgerservice belegen aus meiner Sicht mit Nachdruck, wie dringend notwendig eine grundlegende Reform des deutschen Beamtentums ist. Dieses Relikt aus den Zeiten von Preußens Glanz und Gloria ist mittlerweile komplett aus dem Ruder gelaufen. Das Rentensystem übrigens auch, nur in die entgegengesetzte Richtung.

Wer daran zweifelt, dem kann ich nur die ZDF-Satireshow "Die Anstalt" vom 7. Mai empfehlen. Ab Minute 26 wird es richtig interessant und ab 33:55 ganz konkret zum hier diskutierten Thema. Eine bessere und klarere Darstellung des Missverhältnisses zwischen Rentnern und Pensionären bei der Finanzierung und der Höhe der jeweiligen Altersversorgung habe ich noch nirgendwo gesehen. Wer auf der politischen Ebene aus dieser grundlegenden aber grundlosen und massiven Benachteiligung von Arbeitnehmern keinen akuten Handlungsbedarf ableitet, der treibt die schon jetzt viel zu weit vorangeschrittene Spaltung der Gesellschaft immer weiter voran. Wo soetwas hinführt, wissen wir in Deutschland aus leidvoller Erfahrung selber. Es ist höchste Zeit, hier zu handeln. Österreich zeigt, wie es geht und auch diese Tatsache wird in der o.g. Sendung deutlich kommuniziert.

Für mich unerwartet und wirklich erstaunlich, dass dieses brisante Thema im oft zu Recht gescholtenen ÖRR so offen und mit klaren Fakten belegt dargelegt wird. Ändern sich hier angesichts der unübersehbaren Konflikte und des stetig und immens ansteigenden Druckes von der Straße die Vorzeichen? Ein erster kleiner Hoffnungsschimmer!
Glaskugel
08.05.2024, 20:32 Uhr
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