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So, 16:21 Uhr
29.10.2000

Richard Dewes: Land sieht im Ausbau der B 4 keine besondere Priorität

Nordhausen (nnz). Von den zusätzlichen Straßenbaumitteln aus den UMTS-Erlösen wird die Bundesstraße B4 von Erfurt nach Nordhausen nicht profitieren. Die Landesregierung verfolgt in Nordthüringen vielmehr nur noch einen einseitigen Ausbau der B 247 von Erfurt bis Leinefelde. Laut dem SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Richard Dewes soll nicht einmal die Ortsumgehung von Sondershausen mit einer besonderen Ausbaupriorität versehen werden. Obwohl noch im gültigen Landesverkehrsprogramm von 1998 die B 4 die zweit höchste Ausbaupriorität besitzt. Nur drei andere Bundesstraßen hätten eine ähnlich wichtige Einstufung zur Erschließung von Thüringen, aber nur beim Ausbau der B 4 sei nahezu nichts geschehen.
"Ich muß schon seit geraumer Zeit feststellen, daß Straßenbaumittel nur noch in die B 247 fließen", sagte Dewes.
So sei erst in der zurückliegenden Woche mit UMTS-Geldern die Ortsumgehung Bad Langensalza beschlossen, weiterhin sind die Ortsumgehungen Dingelstädt und Leinefelde schon im Bau, auch Mühlhausen wäre in Vorbereitung. Auch die von Dewes gemachte Anfrage an die Landesregierung haben keinen Hoffnungsschimmer erbracht. In der Antwort wird zwar immer auf Entscheidungen des Bundesverkehrsministeriums verwiesen, doch wenn das Land hier keine klaren Prioritäten setze, gehe die B 4 weiterhin leer aus. So schreibt das Thüringer Wirtschaftsministerium gar von einem Verzicht des vierstreifigen Ausbaus der B 4 von Straußfurt in Richtung Erfurt zu Gunsten der neuen A 71 bei Sömmerda.
In Erfurt ist nach Aussage von Dewes bei der Erschließung von Nordthüringen nur noch von einer schnellen Verbindung in Richtung Göttingen über die B 247 und in Richtung Sangerhausen/Halle vom Bau der A 71 die Rede. Die Anbindung von Nordhausen über die B 4 ist dabei kein Thema mehr und Dewes sorgt sich dabei auch um die Zielsetzung der Stadt als Oberzentrum. "Enttäuschend ist dabei besonders, daß bei dieser ungerechten Mittelvergabe meine CDU-Landtagskollegen Zeh und Primas tatenlos zu sehen", erklärte Dewes gegenüber nnz.
Zur Zeit passieren rund 15000 Fahrzeuge, davon elf Prozent Schwerlastverkehr, die B 4 täglich an der Zählstelle "Gebesee" zwischen Erfurt und Sondershausen. Für die Sundhäuser Berge sei weiterhin eine Mehrstreifigkeit vorgesehen, allerdings soll wohl auf eine neue Trassenführung in diesem Bereich verzichtet werden, so daß es damit bei den endlosen Kurven bleiben werde, resümiert Dewes.
Autor: nnz

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