Di, 08:18 Uhr
18.12.2001
nnz-Rückspiegel: 18. Dezember 2000
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.
Kinderschänder muß für fünf Jahre in den Knast
Der Assistenzarzt einer Rehabilitationsklinik in Sülzhayn muß für fünf Jahre hinter Gitter. Er wurde wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes und wegen Besitz kinderpornographischer Schriften durch das Landgericht Mühlhausen verurteilt. Nach der Entscheidung des Gerichts darf der Mediziner aus Niedersachsen nicht mehr als Kinderarzt arbeiten. Der Mann aus Wolfsburg hatte einen achtjährigen Patienten mehrfach missbraucht. Zu dem stummen Jungen aus der Nähe von Leipzig habe er zunächst ein enges Verhältnis aufgebaut, ihn mit in seien Wohnung genommen und mehrfach vor laufender Videokamera missbraucht. Während des Missbrauchs hatte er dem Opfer starke Schlafmittel verabreicht. Der Angeklagte habe das Kind schamlos missbraucht und zum Objekt seiner sexuellen Neigungen gemacht, sagte Staatsanwalt Michael Bilz in seinem Plädoyer und forderte sieben Jahre Haft, die Verteidigung beantragte vier Jahre Haft für seinen geständigen und reuevollen Mandanten. Der Kinderarzt sagte vor Gericht, dass er mit Hilfe der evangelischen Kirche eine Stiftung für das missbrauchte Kind eingerichtet habe. Ein Gutachter hatte ihm Persönlichkeitsstörungen bescheinigt, jedoch für schuldfähig erklärt. Die Kripo war dem Mediziner bei einer Durchsuchung eines Kinderpornorings auf die Spur gekommen. In einer sichergestellten Datei befand sich auch die Mail-Adresse des Mannes, der zu diesem Zeitpunkt in Ellrich wohnte. Die Polizei stellte auf dem Computer des Arztes über 1.000 Bilder und Dateien mit pornographischen und zum Teil schrecklichen Gewaltszenen sicher. Einige der Bilder hatte er an seinem Computer nachgearbeitet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Spätaussiedler müssen umziehen - Vertrag am Hüpedenweg gekündigt
Die Unterkunft für Spätaussiedler am Nordhäuser Hüpedenweg soll aufgelöst werden. Der Betreibervertrag, der noch bis zum Jahresende mit dem Jugendsozialwerk Nordhausen besteht, wird nicht verlängert. Die Vergabekommisson, der je fünf Vertreter der Kreisverwaltung und fünf Mitglieder des Kreistages angehören, hat nach nnz-Informationen eine entsprechende Empfehlung an Landrat Joachim Claus (CDU) abgegeben. Die Entscheidung fiel mit fünf zu vier Stimmen denkbar knapp aus. Dabei votierten die fünf Verwaltungsfachleute geschlossen gegen die Kreistagsmitglieder von CDU, SPD und PDS. Die neue Unterkunft für die Spätaussiedler sollte ersten Überlegungen nach im ehemaligen DRK-Altenpflegeheim in Nordhausen-Ost etabliert werden. Kreistagsabgeordnete haben gegenüber nnz ihre Bedenken gegen diese Entscheidung geäußert. Am Hüpedenweg habe die Integration der Spätaussiedler längere Zeit gedauert, auch habe der Träger der Einrichtung sehr viel in die Unterkunft investiert. Der neue Standort in Nordhausen-Ost ist von mehreren Seiten als sehr bedenklich eingestuft worden. Wohl auch aus diesem Grund sei von Nordhausen-Ost an den Strohmühlenweg gewechselt worden. Hingewiesen wurde auch auf vielschichtige Probleme beim Umzug. So müßten zum Beispiel die Kinder im schulfähigen Alter erneut umgeschult werden.
Großaufgebot der Polizei suchte erneut nach Markus Heinrich
Im Verlaufe des Tages hat die Polizei mit einem Großaufgebot erneut nach dem 12-jährigen Markus Heinrich aus Niedergebra gesucht. Markus wird seit dem 7. Dezember vermißt. Damals verließ er nach einem Streit mit seinen Eltern die Wohnung. Heute wurden in die Fahndung nach dem Jungen ein Polizeihubschrauber und Suchhunde einbezogen. Bis zum Mittag konnte Markus jedoch nicht gefunden werden. Wie die Polizei mitteilte, sei Markus in den zurückliegenden Tagen von Zeugen in der näheren Umgebung von Niedergebra gesehen worden. Deshalb wird vermutet, daß sich der Junge versteckt. Die Bewohner von Niedergebra und der umliegenden Orte werden nochmals aufgefordert, auf ihren Grundstücken nach Hinweisen zu suchen, die auf die Anwesenheit eines Fremden schließen könnten. In diesem Fall sollten eventuelle Spuren nicht berührt werden.
Autor: nnzKinderschänder muß für fünf Jahre in den Knast
Der Assistenzarzt einer Rehabilitationsklinik in Sülzhayn muß für fünf Jahre hinter Gitter. Er wurde wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes und wegen Besitz kinderpornographischer Schriften durch das Landgericht Mühlhausen verurteilt. Nach der Entscheidung des Gerichts darf der Mediziner aus Niedersachsen nicht mehr als Kinderarzt arbeiten. Der Mann aus Wolfsburg hatte einen achtjährigen Patienten mehrfach missbraucht. Zu dem stummen Jungen aus der Nähe von Leipzig habe er zunächst ein enges Verhältnis aufgebaut, ihn mit in seien Wohnung genommen und mehrfach vor laufender Videokamera missbraucht. Während des Missbrauchs hatte er dem Opfer starke Schlafmittel verabreicht. Der Angeklagte habe das Kind schamlos missbraucht und zum Objekt seiner sexuellen Neigungen gemacht, sagte Staatsanwalt Michael Bilz in seinem Plädoyer und forderte sieben Jahre Haft, die Verteidigung beantragte vier Jahre Haft für seinen geständigen und reuevollen Mandanten. Der Kinderarzt sagte vor Gericht, dass er mit Hilfe der evangelischen Kirche eine Stiftung für das missbrauchte Kind eingerichtet habe. Ein Gutachter hatte ihm Persönlichkeitsstörungen bescheinigt, jedoch für schuldfähig erklärt. Die Kripo war dem Mediziner bei einer Durchsuchung eines Kinderpornorings auf die Spur gekommen. In einer sichergestellten Datei befand sich auch die Mail-Adresse des Mannes, der zu diesem Zeitpunkt in Ellrich wohnte. Die Polizei stellte auf dem Computer des Arztes über 1.000 Bilder und Dateien mit pornographischen und zum Teil schrecklichen Gewaltszenen sicher. Einige der Bilder hatte er an seinem Computer nachgearbeitet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Spätaussiedler müssen umziehen - Vertrag am Hüpedenweg gekündigt
Die Unterkunft für Spätaussiedler am Nordhäuser Hüpedenweg soll aufgelöst werden. Der Betreibervertrag, der noch bis zum Jahresende mit dem Jugendsozialwerk Nordhausen besteht, wird nicht verlängert. Die Vergabekommisson, der je fünf Vertreter der Kreisverwaltung und fünf Mitglieder des Kreistages angehören, hat nach nnz-Informationen eine entsprechende Empfehlung an Landrat Joachim Claus (CDU) abgegeben. Die Entscheidung fiel mit fünf zu vier Stimmen denkbar knapp aus. Dabei votierten die fünf Verwaltungsfachleute geschlossen gegen die Kreistagsmitglieder von CDU, SPD und PDS. Die neue Unterkunft für die Spätaussiedler sollte ersten Überlegungen nach im ehemaligen DRK-Altenpflegeheim in Nordhausen-Ost etabliert werden. Kreistagsabgeordnete haben gegenüber nnz ihre Bedenken gegen diese Entscheidung geäußert. Am Hüpedenweg habe die Integration der Spätaussiedler längere Zeit gedauert, auch habe der Träger der Einrichtung sehr viel in die Unterkunft investiert. Der neue Standort in Nordhausen-Ost ist von mehreren Seiten als sehr bedenklich eingestuft worden. Wohl auch aus diesem Grund sei von Nordhausen-Ost an den Strohmühlenweg gewechselt worden. Hingewiesen wurde auch auf vielschichtige Probleme beim Umzug. So müßten zum Beispiel die Kinder im schulfähigen Alter erneut umgeschult werden.
Großaufgebot der Polizei suchte erneut nach Markus Heinrich
Im Verlaufe des Tages hat die Polizei mit einem Großaufgebot erneut nach dem 12-jährigen Markus Heinrich aus Niedergebra gesucht. Markus wird seit dem 7. Dezember vermißt. Damals verließ er nach einem Streit mit seinen Eltern die Wohnung. Heute wurden in die Fahndung nach dem Jungen ein Polizeihubschrauber und Suchhunde einbezogen. Bis zum Mittag konnte Markus jedoch nicht gefunden werden. Wie die Polizei mitteilte, sei Markus in den zurückliegenden Tagen von Zeugen in der näheren Umgebung von Niedergebra gesehen worden. Deshalb wird vermutet, daß sich der Junge versteckt. Die Bewohner von Niedergebra und der umliegenden Orte werden nochmals aufgefordert, auf ihren Grundstücken nach Hinweisen zu suchen, die auf die Anwesenheit eines Fremden schließen könnten. In diesem Fall sollten eventuelle Spuren nicht berührt werden.

