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Mi, 13:18 Uhr
26.07.2006

nnz-Doku: Für unser Theater (8)

Nordhausen (nnz). Auch heute sind bei der nnz wieder Statements zur Situation um das Nordhäuser Theater eingegangen. Innerhalb der Doku-Reihe veröffentlichen wir diese Beiträge im vollen Wortlaut.


Auf seiner letzten Sitzung in der Deusa International GmbH in Bleicherode hat der IHK-Wirtschaftsbeirat des Landkreises Nordhausen Position zur Diskussion um das Theater Nordhausen sowie Lohorchester Sondershausen bezogen. Beide kulturellen Einrichtungen, die ja schon vor geraumer Zeit zu einer Einheit verschmolzen sind, sind für die weitere regionale Entwicklung, insbesondere auch der wirtschaftlichen Entwicklung, sehr wichtig.

Der Erhalt muss auch künftig gewährleistet werden, deshalb sind sachliche Gespräche, die zur Lösung des Finanzierungsproblems beitragen, unverzichtbar. Die Gesellschaft selbst hat in den zurückliegenden Jahren schon vieles zur Kostenreduzierung beigetragen und Einsparpotenziale erschlossen. Der Exitus jedenfalls stellt keinesfalls eine Lösung dar.

Die Region Nordhausen und Nordthüringen insgesamt hat in den letzten Jahren positive Entwicklungen zu verzeichnen. Der Bau der Autobahn A 38, die Ansiedlung und erfolgreiche Entwicklung der Fachhochschule Nordhausen, die Errichtung des August-Kramer-Institutes, die Landesgartenschau, der Fortschritt bei der Ausweisung einer Industriegroßfläche, die erfolgreiche Entwicklung einer ganzen Reihe bestehender Unternehmen und auch die erfolgreiche Ansiedlung neuer Investoren belegen dies eindeutig.

Erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung bedarf des Zusammenspiels einer Fülle von Faktoren. Dabei geht es nicht nur um die sogenannten harten Standortfaktoren, auch die weichen Standortfaktoren, die die Lebensqualität ausmachen, spielen für Unternehmensentscheidungen eine Rolle, die nicht unterschätzt werden darf. Neben Wohnqualität, Bildungsangebot, Kinderbetreuung spielt das Freizeit- und Kulturangebot eine bedeutende Rolle.

Man muss auch die Politiker beim Wort nehmen. Wie soll Nordhausen als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums, so eingestuft im Landesentwicklungsprogramm, seiner Schlüsselrolle für Nordthüringen gerecht werden, wenn bedeutende Institutionen oder Kultureinrichtungen finanziellen Zwängen geopfert werden. Überdacht werden sollten seitens der Landesregierung vielmehr andere Strukturen, bei denen wesentlich größere Einsparungen erzielt werden können. Aber eine auch von der Wirtschaft geforderte Gebietsreform scheint man in Erfurt in der jetzigen Legislaturperiode eher auszusitzen.

Die Entwicklung unserer Region zu einem attraktiven Wirtschafts- und Industriestandort sollte das wichtigste Ziel der politisch regional Verantwortlichen sein. Die Wirtschaft muss dazu natürlich ihren eigenen Beitrag leisten.

Wir fordern aber auch die positive Unterstützung der Landesregierung auf allen Ebenen ein.
Dr. Peter Pfeifer, Vorsitzender IHK-Wirtschaftsbeirat
Autor: nnz

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